Rückblick der Eb-Junioren: „Einfach mal auf den Ball hauen“
Viele Spieler hätten grosse Fortschritte erzielt, schreiben die Trainer der Eb-Junioren. Und doch: „Es liegt noch ein langer Weg vor uns.“ Vor allem die Konzentration müsse besser werden.
Seit vergangenem August trainieren wir die Eb-Junioren zusammen, jeweils am Mittwoch- in Zollikon und am Donnerstagabend im Zollikerberg. 14 Jungs und ein Mädchen bilden eine illustre Truppe, die viele unterschiedliche Charaktere umfasst. Grossgewachsene Viertklässler, ein Fünftklässler und aufstrebende Drittklässler, die in der Vorjahressaison noch im F spielten, müssen lernen, zu einer Mannschaft zu werden. Während einige fussballtechnisch schon weiter sind, tun sich andere noch schwerer damit, den Ball unter Kontrolle zu bekommen und zu behalten, ihn sauber zu führen und wieder präzise weiterzugeben. Einige profitieren von ihrer Körpergrösse, andere von ihrer Wendigkeit, andere vom starken Einsatzwillen. Einige hört man über das ganze Feld rufen, andere beobachten still.
Für uns Trainer gilt es, die unterschiedlichen Talente und Charaktere unter einen Hut zu bringen und neben der Förderung der individuellen Fähigkeiten das taktische Denken der Kinder zu schulen und aus ihnen eine Mannschaft zu formen. Auch wenn auf allen Ebenen schon grosse Fortschritte erzielt wurden: Es liegt noch ein weiter Weg vor uns, um die gesteckten Ziele zu erreichen.
Spieler gingen mit Rückschlägen positiv um
In den ersten neun Spielen der Saison musste das Team ziemlich viel einstecken. Nach einem Startsieg in Bäretswil mussten bis zur Winterpause sieben (meist hohe) Niederlagen hingenommen werden, einmal gelang noch ein Unentschieden. Die Kinder gingen mit den Rückschlägen fast immer positiv um, wir Trainer nicht immer. Wir haben aber die erste Hälfte der Saison bewusst auch dazu genutzt, alle Kinder auf allen Positionen spielen zu lassen. Die Mannschaft wurde deshalb nicht nach der individuellen Stärke der Spieler aufgestellt, sondern jeder sollte möglichst viel spielen und lernen können.
Sicherlich kann in der bevorstehenden zweiten Saisonhälfte mit einem besseren Abschneiden gerechnet werden, wobei wir nicht mit Wunder rechnen. Für die grosse Mehrheit der Junioren steht der Spass am Fussball im Vordergrund. Sie erleben das Training eben auch als „fröhliches Austoben“, nichts ist schöner als „einfach einmal kräftig auf den Ball zu hauen“. Ehrgeiz steht nur für wenige im Zentrum. Längere Zeit konzentriert zu üben ist deshalb für die Mehrheit der Spieler schwierig. Das kontrastiert teilweise erheblich mit der Vehemenz des Einsatzes und der Konzentration bei anderen Mannschaften, denen wir begegnen.
Aber: Wir freuen uns jedesmal, „unsere“ Junioren zum Training und zum Spiel zu begrüssen, und wir gehen davon aus, dass sie dies auch tun. Wir bedanken uns bei dieser Gelegenheit auch für die reibungslos funktionierenden Fahr- und Waschdienste der Eltern. Wir freuen uns jeweils mit den Kindern, wenn ihre Eltern und/oder Grosseltern mit am Spielfeldrand stehen und sie anfeuern.
Luca Tonet, Marco Valsangiacomo und Edwin van der Geest
