Rückblick der Dc-Junioren: „Wir sind stolz auf unsere Mannschaft“

Der Dc-Juniorentrainer Baris Bozcicek gibt in seinem Bericht die sechs fussball-pädagogischen Ziele bekannt, die er gemeinsam mit Co-Trainer Ante Vasilj für die Rückrunde formuliert hat. Wichtig ist dem Trainerduo insbesondere, den Teamgeist weiter zu stärken.

 

Am Mittwoch, 22.08.2012, trainierten Ante Vasilj und ich zum ersten Mal mit der Mannschaft der Dc-Junioren. Danach folgten bis und mit Mittwoch, 12.12., weitere 36 Termine inkl. Meisterschaftsspiele. Am Freitag, 14.12.2012, schlossen wir die Vorrunde im Rahmen eines Familienabends in der Aula Buchholz ab. Hierbei wurden wir von den Eltern tatkräftig unterstützt, weswegen ich mich bei allen Beteiligten auch auf diesem Weg erneut ganz herzlich bedanken will.

Ich muss gestehen, dass wir trotz guter Vorbereitungsarbeit im Vorfeld ständig Anpassungen während der laufenden Meisterschaft vornehmen mussten. Vor allem bezüglich den Positionen resp. Funktionen einzelner Spieler auf dem Feld und der Taktik. Die ursprüngliche taktische Aufstellung von 1-4-4 gaben wir nach dem dritten Spiel auf und wechselten zum 1-3-3-2-System. Der untenstehenden Tabelle kann entnommen werden, wie die allgemeine Beteiligung zwischen dem 22.08. und dem 12.12.2012 war.

Mit zwei Siegen, einem Remis und fünf Niederlagen belegten wir schliesslich den sechsten Platz unter neun Mannschaften und haben zusammen aus begangenen Fehlern nützliche Lehren für die Zukunft gezogen. Zu den Niederlagen muss erwähnt werden, dass wir in vier von fünf Spielen das erste Tor schossen und spielerisch den Gegnern keineswegs unterlegen waren. Sie erwischten uns stets in Momenten unserer Unachtsamkeit, weil die Konzentration abnahm.

Unsere sechs fussball-pädagogischen Ziele

Wenn ich die Vorrunde kurz analysieren und die Konsequenz daraus ziehen müsste, würde ich sie wie folgt zusammenfassen:

  • Engagement – das entscheidende Bisschen = 6. von 9 Teams,
  • Performance + Schöpfen aus vorhandenem Potential = Erfolg in der Rückrunde.

Will heissen, dass wir über unseren Schatten springen und Gipfel erklimmen müssen, damit die Sonne auch für uns aufgeht. Dafür haben wir uns die nachfolgenden Ziele gesetzt:

  1. Teamfähigkeit und Teamgeist stärken!
  2. Konzentration mittels bestimmter Übungen schulen und stärken! (drei Übungen sind bereits bekannt…)
  3. Die Schwächeren fördern, die Stärkeren fordern!
  4. Taktik in praktischer Umsetzung eigener Absichten schulen und Grundzüge festigen!
  5. Für das Angriffsverhalten relevante Techniken anwenden sowie festigen, um bessere Verwertung der Torchancen zu erlangen!
  6. In der Rückrunde unter den ersten drei Teams sein!

Dem Kind ein Mitspracherecht geben

Unser Teambildungsprozess ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber der Wille der Kinder, gemeinsam sportlichen Erfolg zu erleben, ist unübersehbar und bildet zugleich eine gesunde Grundlage für die Zusammenarbeit. Es handelt sich bei dieser Mannschaft überhaupt um unkomplizierte und ehrliche Kinder, die unser Vertrauen und unseren Glauben an sie stets verdienen. Wir nehmen jedes Problem als Herausforderung wahr und schliessen alle Kinder in den Lösungsprozess ein. Dabei ist das Ziel, dem Kind zu erkennen zu geben,

  1. dass es immer ein Mitspracherecht hat und
  2. dass es davon Gebrauch machen muss.

Durch die Thematisierung folgender Erkenntnisse denke ich, dass wir ihnen auch für die zwischenmenschliche Seite des Lebens etwas beibringen konnten. Und zwar:

  1. „Wir sind alle nicht gleich, aber gleichwertig!“ sowie
  2. „Gewalt ist alles, was wehtut!“

Wir vermeiden z.B. auch den Ausdruck „aggressiv“ und verwenden dafür dynamisch, weil der Begriff „Aggression“ stets mit negativen Emotionen verbunden ist oder zumindest von diesen begleitet wird.

Der Genuss des „geistigen Ausfalls“

An Humor fehlt es bei uns durchaus nicht. Er erleichtert uns die Arbeit mit den Kindern sehr und motiviert sie gleichzeitig. Auf Anfrage erhalten die Kinder von uns die Erlaubnis während etwa fünf Minuten in den Genuss „des geistigen Ausfalls“ zukommen – natürlich unter unserer Aufsicht. Dabei dürfen sie schreien, sich auf dem Rasen wälzen, kriechen, herumspringen, miteinander ringen… oder einfach nichts tun. Eigent
lich vieles, was sie sonst nicht tun dürften, weil das irgendjemand stören würde. Unsere einzige Auflage ist, dass dabei niemandem gegenüber Gewalt angewendet werden darf.

Abschliessend können wir nur sagen, dass wir sehr stolz auf unsere Mannschaft sind und uns auf gemeinsame Erfolge in der Rückrunde freuen.

Baris Bozcicek und Ante Vasilj