Rückblick der A-Junioren: Nach dem Klassenerhalt Lust auf mehr
Die Zolliker A-Junioren spielten im vergangenen Herbst sehr erfolgreich: Der Klassenerhalt in der Promotionsklasse wurde souverän erreicht. „Im Frühling soll die Tabellenspitze angegriffen werden“, schreibt Captain Sebastian Oettli.
Bis zum letzten Sommer hatte der heissblütige Neapolitaner Antonio Incagliato die Zolliker A-Junioren für zwei Jahre gecoacht. Nach ihm übernahm das Trainerduo Mirsad Kadic und Yves Rämi im August 2012 die älteste Juniorenmannschaft. Der selbst noch junge Yves Rämi hatte vor Antritt des Traineramtes noch Bedenken geäussert, ob der Altersunterschied zu seinen künftigen Junioren nicht zu klein sein würde. Doch diesen Bedenken kann er nach Ablauf des ersten Halbjahres widersprechen:
„Anfangs hatte ich wirklich Bedenken, da mehrere meiner Spieler bereits im erweiterten Kader der 1. Mannschaft standen und dadurch Teamkameraden von mir sind. Es war eine schwierige Herausforderung für mich, die richtige Mischung zwischen Kollege, Mitspieler und Autoritätsperson zu finden.
Ich glaube aber ich habe den richtigen Weg eingeschlagen und hoffe, dass in der Rückrunde weiterhin so gut und hart gearbeitet wird. Es macht wirklich Spass, so eine talentierte Mannschaft zu trainieren.“
Nur einmal mit mehr als einem Tor Unterschied verloren
Auf die Saison 2012/13 hin verliess der talentierte 92er-Jahrgang das A-Team in Richtung der Zolliker Aktivmannschaften. Der A-Junioren-Captain Sebastian Oettli war erst skeptisch, ob die jungen 95er den gestiegenen Ansprüchen entsprechen können:
„Ich hatte zuvor noch nie mit diesem Jahrgang zusammengespielt. Ich kann mich aber gut daran erinnern, wie Ante Vasilj einst bei uns, den damaligen B-Junioren, als Aushilfe spielte. Er beeindruckte mich damals mit seinem Biss. Trotzdem: Ich wusste nicht ob er und seine Kollegen sofort für die Promotionsklasse bereit sein würden.“
Als zusätzliche Verstärkung konnten die Zolliker Delano Fischer vom FC Red Star verpflichten. Dieser war in C-Junioren-Zeiten Teamkollege vom damals abgewanderten und längst zurückgekehrten Federico Bühlmann.
Die Testspiele in der Saisonvorbereitung verliefen erfolgreich. Wetzikon und Unterstrass wurden mit 3:1 bzw. 5:0 bezwungen. Der Saisonstart missglückte trotzdem. Die Zolliker unterlagen in Stäfa und gegen Zürich-Affoltern jeweils mit 1:2. Das Trainerduo bemängelte schon damals, wie später noch so oft, dass die Jungs nicht von Anfang an bereit gewesen waren. Trotz der Anfangsmühen steigerten sich die SCZ-ler und gewannen in Meisterschaft und Cup vier Mal in Serie.
Im weiteren Verlauf der Saison blieb man mit Siegen gegen Abstiegskandidaten und Niederlagen gegen Aufstiegsanwärter immer im Mittelfeld der Tabelle. Dabei ist erwähnenswert, dass die Zolliker mit einer einzigen Ausnahme bei all ihren Niederlagen mit nur einem Tor Differenz unterlagen. Die Ausnahme bildete allerdings ausgerechnet das enttäuschende 0:3 im Derby gegen den späteren Aufsteiger Seefeld/Witikon.
Der 5. Rang in der Promotionsklasse als grosser Erfolg
Nach einem Sieg im letzten Meisterschaftsspiel konnten der SCZ die Saison in der vorderen Tabellenhälfte, auf dem 5. Tabellenrang, abschliessen. Dieses Ergebnis kann durchaus als Erfolg gewertet werden, da das Ziel Klassenerhalt klar erreicht wurde. Wann oder ob je eine Zolliker A-Juniorenmannschaft derart erfolgreich getschuttet hat, müsste man in der Vereinschronik nachlesen.
Klar ist, dass die Trainer gute Arbeit geleistet haben. Auf den Erfolgen möchte man sich aber keineswegs ausruhen, sondern die auf Papier günstig aussehende Gruppeneinteilung nutzen, um im Frühling die Tabellenspitze anzugreifen.
„Mein Ziel war es in der Promotionsklasse zu überwintern und mit jedem Spiel besser zu werden. Wenn man die ganze Hinrunde betrachtet, kann man sehen, dass das Team genau dies erfüllt hat. Mit dem 5. Tabellenplatz kann jeder sehr zufrieden sein, und jeder hat sich ein paar Wochen Pause verdient.
Für die Rückrunde gibt es für mich nur ein Ziel: Um den ersten Platz zu kämpfen. Damit wir dies erreichen, werden die nächsten drei Monate sehr entscheidend sein. Wir müssen alle zusammen sehr hart arbeiten und uns mit jedem Training verbessern. Mit drei Testspielen gegen Coca-Cola-League-Mannschaften und dem Cup-1/8-Final gegen YF Juventus können wir uns auf eine sehr harte Vorbereitung freuen und hoffentlich viel lernen und mit in die Saison nehmen.“
Dass der Spass am Fussball das wichtigste überhaupt ist, haben die Trainer nie vergessen. Ihre Jugendlichkeit kam dem Teamgeist entgegen. In den Trainings wurde – vielleicht sogar etwas zu viel – gewitzelt und Seich erzählt. Trotzdem wusste das Duo eine gesunde Grenze zu setzen, um trotzdem intensiv trainieren zu können.
Auch neben dem Fussballplatz fehlte es nicht am Spass. Um den Teamgeist weiter zu stärken, organisierten die Trainer verschiedene Teamanlässe wie das FIFA-Playstation-Turnier, den Bowling-Abend und den Saisonabschluss im Hooters und Kaufleuten.
Sebastian Oettli
