Fb-Junioren: Eine sehr motivierte Gruppe, die sich gut weiterentwickelt

Ob bei Sonne, Regen oder Schnee: Im August 2017 haben wir mit den Trainings für die neue Saison begonnen und sie (fast) bei jedem Wetter draussen erfolgreich absolviert. Die Eltern lassen die Kinder so gut angepasst an das jeweilige Wetter anziehen, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, dass die Kinder krank werden könnten. Nicht nur dafür, aber für jegliche Unterstützung möchten wir uns bei den Eltern herzlich bedanken.

Fb_1Die 20 Kinder der Fb-Junioren bilden eine sehr motivierte Gruppe und möchten unbedingt Fussball spielen. Sie haben verschiedene, aber zusammenhängende Ziele: Spass und Freude haben, fit und trainiert sein, Gesundheit fördern, mit guten Kollegen zusammen und draussen in der Natur sein. Um diesen Ziele zu erreichen haben wir bis jetzt zwei Mittel angewandt. Zusätzlich zu unseren wöchentlichen Trainingseinheiten werden wir in dieser Saison höchstwahrscheinlich an 12 Turnieren teilgenommen haben.

Fb_4Natürlich gibt es viele Herausforderungen auf dem Weg, diese Ziele zu erreichen. Darunter die Folgenden:

  • Erstens sollen die Kinder das Zusammenspielen in einer Mannschaft lernen.
  • Zweitens sollen sie lernen, nicht dem Ball hinterher zu laufen, sondern den Ball laufen zu lassen.
  • Drittens sollen sie lernen, dass nicht nur der Torschütze, sondern jede Position wichtig ist für die Mannschaft.
  • Und viertens sollen sie technische Regeln lernen und anwenden wie etwa Anstoss, Einwurf, Abstoss, Eckstoss, Freistoss usw.

Fb_3Bis jetzt haben sich die Junioren sehr gut weiterentwickelt: Sie sind eine Mannschaft; sie unterstützen einander; sie haben Ballkontrolle; sie geben einander Pässe; sie schiessen den Ball ins Tor; sie kennen die Regeln und viel mehr.

Wie bis jetzt arbeiten wir auch in den nächsten Monaten daran, dass die Jungs erstens Spass und Freude haben und sich zweitens auch in der Rückrunde weiterentwickeln.

Tamara Hidber & Onur Cebeci

Fc-Junioren: Mit Spass bei der Sache und zumindest auf Rasen sehr erfolgreich

Mit viel Vorfreude übernahmen Baran und ich im vergangen Sommer die Verantwortung für unsere erste Juniorenmannschaft. Die Kinder waren vom ersten Training an sehr motiviert und hatten grossen Spass am Fussballspielen. So gingen wir mit viel Zuversicht ans erste Turnier, das bei unserem Rivalen FC Seefeld stattfand. Die Jungs spielten ein tolles Turnier: Wir mussten kein einziges Mal als Verlierer vom Platz gehen! Schön war zudem, dass sich jeder Spieler mindestens ein Mal als Torschütze hatte feiern lassen können.

Als nächster Ernstkampf stand unser Heimturnier in Zollikon auf dem Programm. Auch hier spielten unsere Junioren mit grossem Einsatz tollen Fussball und gewannen wieder eine Menge Spiele, teilweise nahmen sie die Gegner regelrecht auseinander.

Am Hallenturnier Lehrgeld bezahlt

Mit grossen Erwartungen gingen wir an das Hallenturnier des FC Männedorf, schliesslich fanden unsere Trainings mehrheitlich in der Halle statt. Im ersten Spiel verloren wir jedoch 0:4 gegen den späteren Turniersieger FC Uster. Schnell stellte sich heraus, dass es für uns als eines der jüngsten Teams sehr schwer werden würde. Im zweiten Spiel hiess der Gegner FC Stäfa. Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der wir jedoch leider einige gute Chancen ungenutzt liessen. So kam es, dass wir fünf Sekunden vor Schluss das 0:1 kassierten.

Im dritten Spiel ging es daher bereits um sehr viel: Wollten wir unsere Chance auf einen Halbfinaleinzug wahren, durften wir keine Punkte liegen lassen. Leider verschliefen wir den Start der Partie gegen Gastgeber Männedorf völlig und lagen nach nur gerade drei Minuten bereits 0:3 im Rückstand. Dennoch entwickelte sich dieses Spiel zu unserem besten des gesamten Turniers: Die Jungs spielten Männedorf nun richtig an die Wand und erzielten tatsächlich noch zwei Tore. Sekunden vor Schluss scheiterten wir mit einer letzten guten Gelegenheit am Männedorfer Torwart – drittes Spiel, dritte Niederlage. Im letzten Gruppenspiel wollten wir noch einen Sieg feiern, um wenigstens einen besseren als den letzten Schlussrang erreichen zu können.

Dem Druck im Penaltyschiessen noch nicht Stand gehalten

Zum Abschluss der Gruppenphase hiess der Gegner FC Horgen. Und tatsächlich gingen wir in dieser Partie für einmal 1:0 in Führung. Doch auch in dieser Partie liessen wir zahlreiche Chancen ungenutzt und so kam es, wie es kommen musste. Der FC Horgen glich die Partie in den Schlussminuten noch aus. Dies bedeutete, dass wir als Gruppenletzter im Rangierungsspiel gegen den FC Meilen um die Plätze 9 und 10 spielen würden. Auch hier entwickelte sich eine spannende Partie, in der allerdings keine Tore fielen. So musste das Penaltyschiessen entscheiden. Auch dies hatten wir im Training mehrmals geübt. Unter Druck traf allerdings nur einer unserer drei Jungs und so beendeten wir das Turnier auf dem letzten Platz.

Trotz dieses eher unglücklich verlaufenen Hallenturniers dürfen wir mit dem ersten Halbjahr sehr zufrieden sein. Vor allem bei den Rasenturnieren haben die Jungs gezeigt, dass hier ein richtig guter Jahrgang heranwächst.

Baran Mermer & Dimitri Schmid

Ga-Junioren: Ballgefühl und Schokoladenroboter

Im August 2017 begann auch für die Zolliker G-Junioren eine neue Saison. Andrang, Motivation und Freude waren wiederum sehr gross, Aufregung lag spürbar in der Luft. Das Trainerteam Zollikerberg konnte aufgestockt werden, sodass auch die doppelte Anzahl an jungen Spielern mit dem Training beginnen konnte.

Nachdem die ersten Trainingseinheiten bei super Bedingungen auf dem satten Grün der Schulanlage Rüterwis absolviert worden waren und sich jeder in Ruhe hatte einleben können, stellten wir das Training um, sodass wir an mehreren Stationen verschiedene Übungen und Spiele trainieren konnten. Spass, Freude und Fairness stehen bei uns stets im Mittelpunkt. Mindestens so wichtig aber ist es, beim Binden der Schuhbänder zu helfen oder zu erklären, was ein „Pass“ ist. Zudem wollen wir uns für den Einzelnen Zeit nehmen.

Ballgefühl durch Hallentraining

Bei schlechtem Wetter konnten wir immer auf die Hallen im Zollikerberg ausweichen, in welchen wir nun gegenwärtig auch das Wintertraining in zwei Gruppen absolvieren. In der Halle springt und rollt der Ball viel schneller, sodass wir dort die Vielseitigkeit an Übungen erhöhen konnten. Dies fördert Ballgefühl, was eine wichtige Grundlage ist.

Die seit Beginn des Wintertrainings kleinere Gruppengrösse führt zu einem persönlicheren Miteinander, schafft Vertrauen und bietet die Möglichkeit, mehr übereinander zu erfahren. Und so wissen wir nun: Bei den Wünschen zu Weihnachten war neben der klassischen Carrera-Bahn und dem Fussballtrikot auch ein Schokoladenroboter dabei.

Jetzt freuen wir uns auf die Rückrunde und darauf, die Halle wieder verlassen zu können, um draussen zu zeigen, was wir alles gelernt haben. Lachen, lernen, leisten und in der Abschlussrunde grosse Erlebnisse besprechen!

John-Phillip Gerull

Gb-Junioren: Begeisterte Junioren und drakonische Trainer

Im vergangenen Sommer übernahmen Luka und ich die Gb-Junioren. Da wir im Vorjahr die Fa-Junioren trainiert hatten, erwarteten wir keinen allzu grossen Qualitätsunterschied, beträgt der Altersunterscheid doch lediglich ein bis zwei Jahre. Doch schon nach der ersten Trainingseinheit bemerkten wir, dass die ein bis zwei Jahre eben doch einen beträchtlichen Unterschied ausmachen. Erschwerend kommt hinzu, dass rund die Hälfte unserer Junioren englischsprechend ist. Obwohl die Englischkenntnisse von Luka nicht gerade das Gelbe vom Ei sind, konnte er die Jungs dank seiner Leidenschaft für den Fussball und seiner strikten Art in jeder Situation motivieren.

Weinende Kinder, Schuhe binden, Koordinationsfehler: Zeitweise hatten wir eher das Gefühl, uns in einer Spielgruppe zu befinden als in einem Fussballtraining. Aber nein, Spass bei Seite: Zu Beginn waren wegen der neuen Umgebung, den neuen Kollegen und den drakonischen Trainern alle Kinder ein bisschen zurückhaltend. Drakonisch? Ja – damit das Ganze nicht in einem Chaos endete, hatten wir mit den Kindern ein paar Spielregeln vereinbaren müssen, die allerdings bis heute noch keiner der Jungs korrekt wiedergeben kann.

Auf Kniehöhe herumgegrätscht

Trotz teilweise widrigen Umständen sind wir sehr stolz auf unsere Junioren. Sie haben sich in den letzten drei Monaten als Junioren und fussballtechnisch weiterentwickelt und verbessert. Bis zur letzten Trainingsminute grätschten sie jeweils auf Kniehöhe herum, jagten dem Ball hinterher und probierten Tore zu schiessen. Was aber am wichtigsten ist: Es hatten alle Spass! Sowohl wir Trainer als auch alle Junioren sind immer gerne ins Training gekommen.

Wir freuen uns auf die Rückrunde mit unseren Junioren und sind sehr zuversichtlich, dass alle bald die Regeln können. Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön an Panos! Er unterstützt uns als dritter Assistenztrainer und wir heissen ihn herzlich willkommen beim SC Zollikon.

Steven Casio & Luka Dugandzic

Gb-Junioren: Technik, Rugby und ein Zolliker Halbfinal in Winterthur

Die Gb-Juniorenmannschaft im Zollikerberg wurde aufgestockt auf 23 Junioren. Aufgrund der grossen Anzahl an Junioren haben wir uns entschlossen, die Junioren in zwei Gruppen einzuteilen. Jeden Donnerstagabend trainieren wir im Zollikerberg, entweder auf dem herrlichen Rasen oder im Herbst und Winter in jeweils zwei Turnhallen.

Während der Trainings stehen jeweils der Spass und der Teamspirit im Vordergrund. Wir versuchen den Kindern technische Fähigkeiten beizubringen, insbesondere mit permanenter Ballführung und diversen Übungen des Passspiels. Da uns die polysportive Komponente wichtig erscheint, finden auch Übungen aus anderen Sportarten (Handball, Rugby etc.) im Training Platz. Ferner dürfen natürlich Torerfolge mit Torschussübungen und mit „Mätschlis“ nicht fehlen.

Gleich zwei Mal unter den ersten Vier

Das Highlight des vergangenen halben Jahres war sicherlich das Hallenturnier beim FC Winterthur-Wülflingen. Da die Nachfrage bei den Junioren gross war, konnten wir mit zwei Mannschaften antreten. Beide Mannschaften absolvierten eine gute Vorrunde, was dazu führte, dass sich die beiden Mannschaften Zollikon 1 und Zollikon 2 plötzlich im Halbfinale gegenüberstanden. Zollikon 1 konnte einen Rückstand aufholen und siegte hauchdünn. Zollikon 1 landete am Schluss des Turnieres nach einer tollen Finalpartie auf Platz 2, Zollikon 2 errang Platz 4.

Wir freuen uns auf weitere tolle Trainings und Momente mit den Junioren.

Andrea Trüssel & das gesamte Trainerteam

Die Gründung des SC Zollikon

Dieser Beitrag stammt aus dem Buch «50 Jahre Sportclub – das Buch zum Jubiläum» von Dennis Bühler. Wer ein Exemplar erwerben möchte, kann sich direkt beim Autor melden: dennis.buehler@bluewin.ch

Ein Sportclub zur Erziehung der Jungmannschaft

«Der Sportclub bezweckt:

  • Kräftigung und Ausbildung des Körpers durch regelmässige Übungen und Wettspiele;
  • Pflege und Förderung des gesunden Sportes;
  • Erziehung der Jungmannschaft im physischen und geistigen Sinne;
  • Pflege der Kameradschaft und der Geselligkeit.»

Dies die – bis heute gleich lautenden – Absichten des Sportclubs Zollikon gemäss seiner Statuten, auf die sich die Gründungsversammlung im Herbst 1960 einigte. Im Sommer zuvor hatte der Zollikerbergler Jörg Theiler die Bestrebungen intensiviert, in Zollikon einen Fussballklub ins Leben zu rufen. «Theiler kam eines Abends bei uns zu Hause vorbei, um für sein Vorhaben zu werben», erinnert sich Kurt Münte-ner. Der heute 64-jährige Versicherungsfachmann lauschte damals gespannt dem Gespräch zwischen Theiler und seinem Vater Heinrich Müntener, der schon Ende der 1950er-Jahre in Zusammenarbeit mit der Pfadi Schülerturniere organisiert hatte und dem Ansinnen Theilers dementsprechend positiv gegenüberstand.

Wie viele Zolliker Jugendliche begeisterte sich auch Kurt Müntener für Fussball: Die Weltmeisterschaft in der Schweiz hatte 1954, Müntener Junior war achtjährig, erstmals breite Massen fasziniert. Von da an traf sich eine Schar Jugendlicher jeden Mittwochnachmittag, um auf dem Pausenhof zu kicken. «Heute hängen die Kinder tatenlos auf dem Schulhausplatz rum, zu meiner Zeit war stets ein Fussball dabei», sagt Müntener. Jede Generation habe halt ihre eigenen Vorlieben.

Kurt Müntener hatte das Glück, mit Alfred Kobe einen Klassenlehrer zu haben, der die Buben im Turnunterricht auch einmal Fussbällen nachjagen liess. «Der Lehrer meiner Parallelklasse war viel konservativer und legte grössten Wert auf Geräteturnen», sagt Müntener. «Höchstens Völkerball liess er hin und wieder zu.» Kein Wunder, rekrutierte sich die erste Juniorenmannschaft des Sportclubs einige Jahre später zu grossen Teilen aus ehemaligen Schülern der Klasse von Lehrer Kobe. In Zollikon hatte schon 1912 für kurze Zeit ein Fussballverein existiert. Die Spieler dieses losen Verbunds trugen Hemden in den Zolliker Farben und trugen ihre Spiele auf dem «Sportplatz Witellikon» aus. Auch eine Spielwiese im Fohrbach stand zur Verfügung. Durch den Kriegsausbruch 1914 wurde aber alles zunichte gemacht, denn durch den vierjährigen kriegsbedingten Unterbruch waren die fussballbegeisterten Jungen in alle Welt verzogen. Der zweite Versuch in den Zwanzigerjahren kam nie über einen Startversuch hinaus. 1933 wurde unter Führung von Metzgermeister Ilg ein dritter Anlauf gewagt, dem aber das gleiche Schicksal zuteil wurde. Erst 27 Jahre später sollte das Unterfangen von mehr Erfolg gekrönt sein. Geschaffen wurde ein Verein, der stetig gewachsen ist und 50 Jahre nach seiner Gründung rund 450 Mitglieder umfasst.

Dies konnten sich die Initianten im Herbst 1960 freilich wohl nicht in den kühnsten Träumen vorstellen. Am 11. November machten sie mit einem Brief sowie je einem Inserat und einem Bericht im Zolliker Boten auf die bevorstehende Gründungsversammlung aufmerksam. Die Skepsis war gross, die Befürchtung, nur wenige könnten sich in den Saal des Restaurants Rössli verirren, nicht kleiner. Kurt Müntener war mit seinem Vater auf dem Weg zur Versammlung, als ein Bekannter aus dem Turnverein das Fenster seines Hauses geöffnet habe, um zu rufen: «Meint ihr wirklich, ihr bringt überhaupt genug Leute für einen Vorstand zusammen?» Im Rössli fanden sich dann jedoch mehr als 50 Fussballbegeisterte ein. Unter der Leitung des Tagespräsidenten Richard J. Vollenweider wurden die Statuten des zu gründenden Klubs definiert und genehmigt. Der anwesende Präsident des Nachbarvereins FC Küsnacht spendete den Zollikern vor lauter Freude über die neu erwachsene Konkurrenz spontan einen ersten Spielball. In späteren Jahren sollte sich zwischen den Vereinen eine zwar gesunde, aber dennoch erbitterte Rivalität entwickeln.

Zum ersten Präsidenten des SCZ wurde einstimmig Albert Walder gewählt. Der Zolliker Kaufmann war bei den Zürcher Grasshoppers im Hintergrund aktiv, weshalb er sich mit dem Fussballgeschäft bestens auskannte. Auch sonst wurden die ersten Vorstandsmitglieder mit Bedacht gewählt: Vizepräsident Jean-Pierre Grandjean war als Direktor der Schweizerischen Bankgesellschaft weit herum bekannt, gleiches galt für Kunstmaler Hans Rudolf Meyer. Mit Joseph Naphtaly, Inhaber diverser Kleiderboutiquen, gehörte dem Gremium auch der Präsident des Stadtzürcher Fussballvereins Young Fellows an. Komplettiert wurde der achtköpfige Vorstand durch Richard J. Vollenweider, den Bücherexperten und späteren Finanzchef des FC Zürich, die beiden Kaufmänner Jörg Theiler und Werner Hauser sowie dem bei der Post beschäftigten Heinrich Müntener. Zu Klubfarben wurden blau und gelb bestimmt.

Der tief angesetzte Mitgliederbeitrag für Junioren – diese hatten 1 Franken pro Monat zu bezahlen – liess den Berichterstatter des Zolliker Boten frohlocken: «So sollte es jedem Jüngling, der Freude am Fussballspiel hat, möglich sein, dem Sportklub beizutreten. Stellt nicht gerade das Spiel der Junioren einen bedeutenden Faktor in der Erziehung dar? Durch die Ausübung eines gesunden Sportes wird der junge Mann kräftig; er wird aber nicht nur physisch, sondern auch geistig gestärkt. Im Spiel wird er zu einer Zusammenarbeit, zu einem Teamwork, erzogen.»

Zwei Versionen gibt es, weshalb man den neuen Verein Sport- und nicht Fussballclub genannt hatte. Einerseits wollte man sich sicherlich die Möglichkeit einer späteren polysportiven Entwicklung offenhalten – in den 1960er-Jahren bildete sich kurzzeitig tatsächlich auch eine Handballsektion; andererseits aber soll sich der erste Präsident, Albert Walder, als Ur-Hopper mit Händen und Füssen dagegen gewehrt haben, einen zweiten FCZ ins Leben zu rufen.

Der nächste Auswanderer: Sean Winkler zieht es für eine Weile nach Australien

Der begnadete Linksfuss spielte seit 1995 für unsere Farben und war vor 6 Jahren mit seinen Toren massgeblich am Aufstieg der 1. Mannschaft beteiligt. Lieber Sean, wir wünschen Dir alles Gute und danken Dir herzlich für Deinen Einsatz beim SC Zollikon!

Kurz vor seinem Abschied durften wir Sean nochmals interviewen:

Australien droht die WM 2018 in Russland zu verpassen. Warum wanderst Du ausgerechnet in ein fussballerisches Entwicklungsland aus?

Jetzt mal ruhig bleiben. Erstens haben sie sich soeben gegen Syrien sensationell durchgesetzt und zweitens spielt Tim Cahill trotz seines hohen Alters noch immer in der Nationalmannschaft.

Wenn die Aussies Honduras besiegen, klappt es doch noch mit der WM. Was wolltest Du dem bekanntesten SCZ-Honduraner, Luis Salinas, schon immer mal sagen, hast es vor deiner Abreise aber nicht mehr geschafft?

Copa Mundial? No es bueno muchacho!

Mal angenommen, Du hättest mit 18 Jahren den SCZ verlassen müssen. Bei welchem Verein wärst Du dann gelandet?

Wahrscheinlich bei einem Stadtverein. FC Witikon, FC Unterstrass, FC Wiedikon oder natürlich FC Zürich wären am ehesten in Frage gekommen.

Wo hast Du am liebsten auswärts gespielt?

In Fällanden. Wir hatten immer super Fights, und seit dem 3:0 in der Auftsiegssaison ist Fällanden ein spezieller Ort für mich. Solange der Platz einigermassen bespielbar ist, gehe ich immer wieder gerne dort hin.

Wenn Du Deine SCZ-Karriere mit einem Filmtitel beschreiben müsstest; welcher wäre es?

„Gravity“ – Kevin Spalinger weiss wovon ich spreche.

Was war Dein schönstes Erlebnis mit dem SCZ?

Die Aufstiegssaison mit der 1. Mannschaft.

Welche SCZ-Trainer haben Dich am meisten geprägt?

In der Kindheit Jürg Camichel. Später dann Alain Merkli und Nicolas Fürer – die Aufstiegscoaches.

Du warst ja letzte Saison selbst Trainer (Assistent bei den B-Junioren). Welchen Spieler sehen wir schon bald in der 1. Mannschaft?

Da gibt es einige, die den Sprung schaffen können und werden. Spontan denke ich an Nic, Linus, Eros und Marc. Die haben alle riesiges Potential.

Mätchli 7 gegen 7: alle aktuellen und ehemaligen SCZ-Spieler stehen zur Verfügung und Du bist Wähler. Wen wählst Du als erstes?

Yves Rämi. Wir spielen schon seit der Kindheit zusammen und haben ein blindes Verständnis. Für Fitness, Athletik und Tempo sind andere zuständig.

Mancher SCZ-Spieler hätte gerne Deinen linken Fuss. Von welchem SCZ-Spieler hättest Du gerne den rechten?

Tomas Hermida. Niemand spielt so Bälle wie er.

Wie sieht Deine Traumelf für den Aufstieg in die 2. Liga aus?

B. Niederhauser im Tor. S. Oechslin, T. Hermida, N. Girod und S. Martin in der Verteidigung. M. Felder, Y. Rämi und S. Oettli im Mittelfeld. A. Schärer, J. Fuchs und S. Camichel im Sturm.

Mit welchem SCZ-Spieler möchtest Du im Trainingslager das Zimmer auf keinen Fall teilen?

Sascha Martin. Weil er immer nackt ist und dies zelebriert…

Wer war Dein Promi-Crush als Du Teenager warst?

Britney Spears…mit Glatze.

Abendessen mit einem Fussballtrainer, einem Fussballspieler, einem Musiker und einem Politiker: Wen lädst Du ein?

Louis Van Gaal, Zlatan Ibrahimovic, Jack Black und Naveen Hofstetter. Was für eine explosive Mischung (lacht).

 

Fabian von Rechenberg: Eine Zolliker Legende wandert nach Kolumbien aus

Fünf Jahre lang – von 2012 bis 2017 – war Fabian von Rechenberg Trainer von Aktivteams des Sportclubs Zollikon. Erst der dritten, dann der zweiten Mannschaft. Einigen dürfte er überdies als «Flitzer von Zollikon» bekannt sein. Gestern bestieg der 32-Jährige ein Flugzeug nach Kolumbien, ohne Rückflugticket. Von Rechenberg gründet in Südamerika sein eigenes Hostel. Im kommendem Frühjahr soll es eröffnet werden. Ab dann hat unser Verein eine zweite Heimat fernab des Sportplatzes Riet – bestimmt wird von Rechenberg von vielen SCZ-lern besucht werden.

Die ganze SCZ-Familie wünscht Dir, Fabian, von Herzen viel Freude bei deiner neuen Aufgabe. Vielen Dank für deine grossen Leistungen für unseren Verein!

Fabians Hostel könnt ihr auf Facebook oder Instagram folgen!
„Casa del Pavo Real Hostel“

SC Zollikon präsentiert innovatives Trainer-Modell auf Radio SRF

Die meisten Fussballvereine im Kanton Zürich haben Mühe, genügend Trainer für ihre Juniorenteams zu finden. Der Sportclub Zollikon hat sich deshalb etwas ganz Besonderes einfallen lassen: schon seit einiger Zeit können Kinder, deren Eltern sich als Trainer engagieren oder einen Bekannten als Trainer vermitteln, die Warteliste überspringen und sogleich mit dem Fussballtraining beginnen. Auf Radio SRF durfte unser Präsident Ferry Hermida das innovative Modell vorstellen:

https://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/warteliste-ueberspringen-ein-mittel-gegen-den-trainermangel

Audio: „Wie man in Zollikon die Warteliste überspringt“
https://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=ef7b51ca-879b-4c83-b3ab-1ae1a71c5446

1. Mannschaft: Den FC Meilen dank eines Tores von Yves Rämi 1:0 besiegt

In einem kurzweiligen, aber nicht hochklassigen 3.-Liga-Spiel zwischen Meilen und Zollikon gelingt einzig SCZ-Mittelfeldspieler Yves Rämi ein Treffer. Mit einem Sieg am kommenden Sonntag gegen Tabellenführer Witikon könnte sich das Team von Trainer Christian Stengele im Aufstiegsrennen zurückmelden.

Von Dennis Bühler

Im Tor könnte Murat Saliji spielen. Die Abwehr könnten Severin Oechslin, Conan O’Brien, Tomas Hermida und Sascha Martin bilden, im Mittelfeld Calvin Glarner, Jesper Montezin, Kaspar Burger und Sandro Camichel auflaufen und im Sturm Marco Schärer und Joel Fuchs. Es wäre kein schlechtes Team, sondern eines, das in der 3. Liga mit grösster Wahrscheinlichkeit oben mitspielen würde. Bloss: Alle erwähnten Spieler stehen dem Zolliker Trainer Christian Stengele gegenwärtig nicht zur Verfügung. Hermida hat im Sommer als Spielertrainer die zweite SCZ-Mannschaft in der 4. Liga übernommen, Burger ist seit Jahren verletzt. Und die übrigen neun Spieler fehlen momentan ferien- oder berufshalber oder sind ebenfalls verletzt.

Arg ersatzgeschwächt also, aber doch mit weit mehr als einem blossen B-Team reiste die Zolliker Equipe gestern Sonntag nach Meilen zum Tabellendritten, gegen den sie einige Wochen zuvor im Pokalwettbewerb ausgeschieden war. Von ängstlicher Zurückhaltung dennoch keine Spur: Von Beginn an nahmen die Zolliker das Heft in die Hand. In den ersten zwanzig Spielminuten waren sie deutlich überlegen, ohne allerdings klare Torchancen verzeichnen zu können. Danach kam Gastgeber Meilen stärker auf: Der Zolliker Goalie Daniel Landolt, der für diese Saison eigentlich «bloss» als Assistenztrainer vorgesehen war, hielt mehrere Male stark. Und als er bei Freistössen zwei Mal geschlagen war, rettete der Pfosten – wobei er den Ball bei einer dieser Aktionen mirakulös an eben jenen Pfosten gelenkt hatte.

Mit schönstem Angriff des Spiels zum 1:0

Mit einem leistungsgerechten Unentschieden – das allerdings statt 0:0 auch 1:1 oder 2:2 hätte lauten können – ging es in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ein munteres Hin und Her, das freilich auch von vielen Fehlern auf beiden Seiten lebte. Mit dem schönsten Angriff des gesamten Spiels erzielte Zollikon den einzigen Treffer: Marko Dugandzic schlug einen Freistoss von der Mittellinie an den Meilemer Strafraum, wo Kevin Spalinger ein Kopfballduell für sich entschied und so für Yves Rämi auflegte. Dieser passte seitwärts zu Albert Gubler, der sofort wieder zum zentralen Mittelfeldspieler zurückgab – Rämi traf per Direktabnahme unhaltbar ins untere rechte Toreck.

Um den Sieg zittern musste der SCZ in der Schlussviertelstunde und in der Nachspielzeit, als selbst der Meilemer Goalie mitstürmte. Die brisantesten Situationen hatte Landolt in der 86. und 87. Minute zu entschärfen: Erst faustete er eine Flanke zwar gekonnt aus dem Strafraum, doch direkt vor die Füsse eines gegnerischen Spielers – ein Zolliker Verteidiger konnte sich im letzten Moment in den Schuss werfen und den Ball über das Gehäuse lenken. Dann konnte ein Meilemer den Ball nach dem anschliessenden Corner aufs Tor köpfen, wo ihn Landolt in extremis auf der Torlinie behändigen konnte.

Aufstiegsrennen oder Abstiegskampf?

Der SCZ überzeugte gegen Meilen als solidarisches Kollektiv und hatte in Mittelfeldspieler Sebastian Oettli und Abwehrchef Jure Mioc seine besten Spieler. Am kommenden Sonntag empfängt die 1. Mannschaft um 13:30 Uhr auf dem Fussballplatz Riet den Tabellenführer FC Witikon, der vorgestern Samstag gegen den FC Rot Weiss Winikon gleich mit 8:2 gewann. Bleiben die drei Punkte in Zollikon, rückt das Team bis auf einen Punkt an Witikon heran und wäre plötzlich zurück im Aufstiegsrennen.

SCZ-Captain Matteo Felder wollte gestern allerdings noch nichts davon wissen: «Jeder Punkt, den wir sammeln, hilft uns im Abstiegskampf», sagte er. Eine demütige Haltung, die die Mannschaft noch weit bringen kann.

Telegramm

FC Meilen – SC Zollikon 0:1 (0:0).

Allmend, 80 Zuschauer.

Tor: 66. Rämi 0:1.

SCZ: Landolt; De Nard, Mioc, Dugandzic, Bühlmann; Oettli, Felder; Lionzo (58. Spalinger), Rämi (84. Mermer), Schmid (39. Gubler, 88. Lionzo); A. Schärer.

Bemerkungen: Beim SCZ nicht eingesetzt: Trainer Stengele. SCZ ohne Glarner, O’Brien und M. Schärer (alle abwesend) sowie Camichel, Fuchs, Martin, Montezin, Oechslin und Saliji (alle verletzt). Gelbe Karten gegen Mioc und Spalinger (beide Foul).