Was für ein Grümpi: Gutes Wetter, 114 Teams und ein strahlendes Team Karlovacko

Bildschirmfoto 2017-06-27 um 23.54.33Einmal mehr war das Zolliker Schüeli & Grümpi ein voller Erfolg: Bei abgesehen vom frühen Sonntagmorgen bestem Sommerwetter jagten vom Freitagabend um 18 Uhr bis am Sonntagabend um 19 Uhr 114 Teams den Fussbällen nach. Die Stimmung war stets fair, das Turnier verlief ohne negative Zwischenfälle. In der Königsklasse – der Kategorie A der Fussballer – konnte sich zum insgesamt vierten Mal das grösstenteils aus in Zollikon wohnhaften kroatischstämmigen Schweizern bestehende Team Karlovacko United ZH den Pokal sichern. Im Final besiegte es die aus B-Junioren des Sportclubs Zollikon zusammengesetzte Mannschaft Elasau deutlich.

Der SCZ dankt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, ohne die ein solch kräftezehrendes, 49 Stunden andauerndes Turnier nicht möglich wäre. Ihr seid Goldschätze! <3 #lafamilia  (scz)

Karma Karmeleon 2017Kategorie A

  1. Karlovacko United ZH
  2. Elasau
  3. ZB
  4. Nottingham Forest

Kategorie B

  1. Schnudergoofe
  2. Die wilden Shitzer
  3. Ohnur
  4. Löleks und Böleks

Kategorie C

  1. Nussgipfel
  2. Wanzäbissä
  3. Freibier am Schiriwage
  4. Huere schlim wäg eimal

Kategorie M

  1. XoXo
  2. Game-Over
  3. FC Minnie Mouse
  4. Crazy Graffiti Girls
  5. Crazy Mitschings
  6. Banana Smile
  7. FC Power Girls
  8. #KL
  9. Crazy Dreamteam
  10. Emojis
  11. Die wilden Popkörner
  12. Blackout
  13. White
  14. #twins
  15. Football Emojis
  16. Emoji Freaks
  17. FC Tornado Girls

Kategorie N

  1. Die wilden 10
  2. FC Chicken Wings
  3. Die blauen Blitze
  4. Die coolen Marshmallows
  5. Die Bulldogger
  6. Black fire
  7. Die wilden Kerle
  8. Die Blitz Kids
  9. Raketenbälle
  10. FC Fussballhelden
  11. Baschnagel Kicker
  12. Vogtballer
  13. FC Superstar
  14. die coolen Kids
  15. FC Smiley
  16. Fireball
  17. Football Fire
  18. FC Lolipop

Kategorie O

  1. Ultimat Team
  2. Heroes
  3. Mini Machos
  4. No Name
  5. Mikrowellen Burritos
  6. FC Pizza Kings
  7. Ninja Kickers
  8. Blue Fire
  9. Galaxy Kickers
  10. Coca Cola Freaks
  11. Platz-Banditen
  12. Fresh Smile
  13. Football Candys

Kategorie P

  1. Füüür
  2. A 123
  3. Burning Potatoes
  4. Power Rangers
  5. Hot Shot
  6. Niemert
  7. black bulls
  8. Ghostriders
  9. FC Monster-Kicker
  10. American Team
  11. Energy Kicks

Kategorie Q

  1. Sipsip
  2. Fratagricotalissdozl
  3. Gauner in Lacoste
  4. Recent
  5. Savages

Ehemaliger Fifa-Präsident Blatter vergleicht SCZ mit Real Madrid und dem FC Liverpool

randspalte-1990-sepp-blatter-495x400Vor mehr als 18 Jahren trat er letztmals in Zollikon auf: Am 1. März 1999 erstattete der damalige Fifa-Präsident Joseph „Sepp“ Blatter dem SCZ Besuch und sprach im Gemeindesaal zu den zahlreich versammelten Vereinsjunioren. Diese waren vor allem von der grössengetreuen Kopie des WM-Pokals beeindruckt, die im Saal herumgereicht wurde. Im „Zolliker Bote“ stand damals:

«Es war ein ganz besonderer Abend – nicht nur für die Jungen. Sepp Blatter, den höchsten Mann im Fussball, nicht nur auf dem Fernsehbildschirm sondern einmal hautnah zu erleben. Und dabei wurde eines sofort klar: Obwohl er eben der höchste Mann im Fussball-Zirkus ist, ist er ganz natürlich und spontan geblieben. So meinte er denn auch auf die Frage, wie man ihn denn ansprechen soll, ob mit Herr Präsident oder Herr Blatter: «Ganz einfach mit Sepp. Ich bin kein Staatsmann, ich bin ein Fussballer, und auf dem Fussballplatz sagt man sich du, das ist das Leben.»
Beim FC Visp begann Sepp Blatters Liebe zum Fussball. Doch wie kommt man vom FC Visp zum SC Zollikon? «Ich bin eigentlich Mitglied von jedem Fussballclub. Überall wo Fussball ist, bin ich dabei – doch ganz speziell in Zollikon», versuchte er seine Zolliker Gefühle zu erklären. Am Sonntagmorgen sei es für ihn jeweils ein Muss gewesen, auf den Sportplatz Riet zu gehen, um «seine» Zolliker anzufeuern. Und wie empfindet er heute einen Match des SCZ? «Mit dem SCZ kann es nur aufwärts gehen, weil es keine 6. Liga gibt. Das ist sehr positiv», meinte er schmunzelnd. Und er versprach: «Wenn ihr das Aufstiegsspiel in die 4. Liga habt, werde ich dabei sein.»

Im Herbst 2010 steuerte Blatter aus Verbundenheit zum Verein zur grossen SCZ-Chronik das Grusswort bei. Und nun kommt er – mittlerweile von der Spitze des Weltfussballverbandes abgetreten und durch Gianni Infantino abgelöst – erneut in unser Dorf: Am kommenden Samstag, 1. Juli, stellt der so umtriebige wie umstrittene Fussballfunktionär im Blumenladen Verdissimo an der Binz-Strasse 15 im Zollikerberg sein neues Buch „Mission & Passion Fussball“ vor, das er gemeinsam mit Autor Thomas Renggli verfasst hat.

Im Vorschaubericht, der diese Woche im „Zolliker Boten“ erscheint, erzählt Blatter von seiner engen Beziehung zu Zollikon: „Hier lebte ich Jahrzehnte und fühlte mich ausgesprochen gut aufgehoben – hätte die Fifa dem Präsidenten 2005 nicht ein Haus in Zürich zur Verfügung gestellt, wäre ich nie weggezogen.“ Vor allem in seiner Zeit als Fifa-Generalsekretär in den Achtziger- und Neunzigerjahre hatte Blatter ab und zu Spiele des SCZ auf dem Riet besucht. Er sagt: „Egal ob Madrid, Liverpool oder Zollikon – die Faszination des Fussballs ist überall gleich.“

Samstag, 1. Juli. 14.00 Uhr. Talk im Blumenladen mit Sepp Blatter. Verdissimo. Binz-Strasse 15. 8125 Zollikerberg.

1. Mannschaft: 2:2-Unentschieden im letzten Saisonspiel gegen den FC Seefeld

In einer hart umkämpften Partie trennt sich die 1. Mannschaft des Sportclubs Zollikon zum Abschluss der Saison 2:2 vom FC Seefeld. Damit beendet das Team von Trainer Christian Stengele die Saison auf dem 3. Tabellenrang.

Von Albert Gubler

Auf der Lengg entwickelte sich gestern Sonntag von Beginn weg eine spannende und hart umkämpfte Partie, bei der beide Mannschaften zuerst wenige Torchancen zuliessen. Mit einer der ersten wirklich gefährlichen Aktionen ging der FC Seefeld in Führung: In der 21. Minute vollendete ihr Stürmer eine Flanke mit der Brust zum 1:0. Zehn Minuten später reagierte der SCZ: Jure Mioc legte den Ball mustergültig in den Lauf von Kevin Spalinger, der sich zuerst gegen einen Verteidiger behauptete und danach den Seefelder Torwart umkurvte und zum Ausgleich einschob. Mit dem Pausenpfiff bejubelte der Heimklub dann die erneute Führung – per Freistoss traf der FC Seefeld zum 2:1.

Oechslin gleicht in der Schlussphase aus

Auch in der zweiten Halbzeit fand das Spiel zu Beginn meist im Mittelfeld statt, bevor der SCZ in der Schlussphase mit aller Vehemenz den Ausgleich suchte und weitere offensive Akteure auf den Platz brachte. So kam der FC Seefeld in der 75. und 80. Minute zweimal alleine vor Guy Rämi zum Abschluss, beide Male aber hielt der Zolliker Torwart sein Team im Spiel. Kurz danach glich der SCZ aus: Sascha Martin flankte einen Freistoss in die Mitte, Tomas Hermida zog mehrere Gegenspieler auf sich und Severin Oechslin reüssierte im Stile eines Torjägers. Damit ging das Spiel mit 2:2 zu Ende.

In der Schlusstabelle findet sich der SCZ somit mit drei Punkten Rückstand auf Aufsteiger Männedorf auf dem dritten Rang wieder – und hat nun eine Serie von 20 Spielen ohne Niederlage angereiht. Mit dem Saisonende folgt nun auch ein gewisser Umbruch im Team: So spielte Klublegende Tomas Hermida – seit 25 Jahren im Verein und seit 14 Jahren in der ersten Mannschaft – seine (wahrscheinlich) letzte Partie in der ersten Mannschaft. Der 30-Jährige wird im Sommer als Trainer die in der 4. Liga engagierte zweite Mannschaft übernehmen. Wir möchten uns ganz herzlich für seinen jahrelangen Einsatz bedanken!

Auch möchten wir uns bei den zahlreichen Zuschauern bedanken, die uns auch in dieser Saison immer wieder lautstark unterstützt haben. Wir freuen uns, euch alle am Grümpi noch einmal zu sehen und nach der Chilbi dann wieder in den Spielbetrieb einzugreifen!

Telegramm

FC Seefeld – SC Zollikon 2:2. (2:1).

Lengg, 80 Zuschauer

Tore: 21. 1:0. 31. Spalinger (Mioc) 1:1. 45. 2:1. 83. Oechslin (Martin) 2:2.

SCZ: G. Rämi; Oechslin, De Nard (58. Hermida), Mioc, Martin; Dugandzic (70. Lionzo); Fuchs, Oettli, Felder, Schärer; Spalinger (58. Camichel).

Bemerkungen: SCZ ohne Glarner (verletzt), Niederhauser und Beck (Beruf), Schmid (Ausland) sowie Y. Rämi (gesperrt). Gelbe Karten gegen Oechslin und Lionzo. Beim SCZ nicht eingesetzt: Bühlmann, Montézin und Gubler.

Jetzt online: Der Spielplan des Grümpi / Schüeli vom 23. bis 25. Juni 2017

Das diesjährige Schüeli / Grümpi beginnt am Freitag, 23. Juni um 18 Uhr. Während genau 49 Stunden wird König Fussball auf dem Riet regieren. Gespielt wird traditionell in vier Grümpi-Kategorien: Fussballer (A), Nichtfussballer (B), Mixed (C), Dorf (D); sowie in fünf Schüeli-Kategorien: Mädchen (M), 1./2. Primar (N), 3./4. Primar (O), 5./6. Primar (P), Oberstufe (Q).

Der Spielplan kann hier abgerufen werden: Turnierprogramm 2017.

Die ganze SCZ-Familie freut sich auf das schönste Wochenende des Jahres!

1. Mannschaft: Knapper 2:1-Sieg gegen den Tabellenletzten FC Wetzikon

Nach dem enttäuschenden 1:1-Unentschieden gegen den FC Männedorf gewinnt die erste Mannschaft 2:1 gegen den Tabellenletzten FC Wetzikon. Dabei macht sie das Spiel spannender als nötig.

Von Albert Gubler

Nach dem 1:1 im Spitzenkampf gegen Männedorf am vergangenen Dienstag war klar: Wollte der SC Zollikon die kleine Aufstiegschance aufrechterhalten, musste gestern Sonntag im Heimspiel gegen Schlusslicht Wetzikon unbedingt ein Sieg her. Doch auch die Gäste reisten voller Motivation aufs Riet: Weil die 2. Mannschaft des FC Seefeld unter der Woche ihren Rückzug angekündigt hatte, steigt diese Saison bloss der Tabellenletzte in die 4. Liga ab – der Ranglistenvorletzte wird eine wundersame Rettung feiern können. Mit einem Punkt Rückstand auf Racing lag Wetzikon vor der zweitletzten Runde auf dem letzten Platz.

Zu Beginn entwickelte sich eine unterhaltsame Partie: Erst düpierte Renato Lionzo beinahe den Wetziker Torwart, sein langgezogener Flankenball landete jedoch nur an der Latte. Dann hatte auf der Gegenseite der SCZ Glück, dass ein Konter der Gäste wegen Abseits unterbunden wurde. In der 16. Minute ging der Gastgeber dank eines Traumtores von Yves Rämi in Führung: Nach einem Abpraller hatte der Mittelfeldspieler den Ball elegant angenommen und gekonnt in den Winkel vollendet.

Danach hatte der SCZ das Spiel im Griff, verpasste es aber, mit einem zweiten Treffer die Partie für sich zu entscheiden. So liess man in der 35. Minute den Gegner wieder ins Spiel kommen, als er mit einem gut getretenen Elfmeter Guy Rämi im Tor keine Chance liess.

Dugandzic entscheidet Partie kurz vor dem Ende

In der zweiten Halbzeit bewies der SCZ wie schon oft in der laufenden Spielzeit viel Geduld und versuchte, den Ball in den einigen Reihen zu halten. Viel Tempo kam dabei aber nicht auf. Dennoch öffneten sich an diesem schönen Sommertag mit fortwährender Dauer immer wieder Lücken in der Wetziker Abwehr. Ein Ablenker mit der Fussspitze des starken Rämi prallte allerdings mit viel Pech vom Pfosten zurück.

In der 75. Minute folgte das erlösende Siegtor durch Marko Dugandzic, der nach einem Doppelpass mit Rämi souverän zum 2:1 einschoss. Damit erzielte der Mittelfeldspieler nicht zum ersten Mal in dieser Saison den entscheidenden Treffer. In der Schlussphase folgte noch einmal ein Schlagabtausch: Der SCZ verpasste es bei zahlreichen Kontern das Spiel zu entscheiden, während der FC Wetzikon mit einigen Standardsituationen gefährlich vor das Zolliker Tor kam, ohne reüssieren zu können. Zu vermerken ist zudem, dass SCZ-Stürmer Albert Gubler in den letzten fünf Minuten zu seinem Comeback nach einer viermonatigen Verletzungspause kam.

Mit dem 2:1-Sieg gegen Wetzikon verkürzte der SCZ den Rückstand auf Tabellenführer Männedorf auf 3 Punkte und hat somit noch die minime Chance, den Aufstiegkonkurrenten im Derby gegen den FC Seefeld noch abzufangen. Bedingung hierfür wäre allerdings, dass Männedorf am Sonntag ab 10.15 Uhr zeitgleich in Fällanden verliert. Unverändert präsentiert sich auch die Situation der gestriegen Gäste: In ihrem abschliessenden Saisonspiel gegen Pfäffikon brauchen auch die Wetziker zwingend einen Sieg.

Die Spieler der 1. Mannschaft des SCZ bedanken sich nach dem gestrigen letzten Heimspiel bei ihren treuen Zuschauern und freuen sich darauf, nächsten Sonntag auf der nahen Seefelder Sportanlage Lengg gemeinsam die Saison zu beenden!

SC Zollikon – FC Wetzikon 2:1 (1:1)

Riet, 80 Zuschauer.

Tore: 16. Y. Rämi (Lionzo) 1:0. 35. 1:1. 75. Dugandzic (Y. Rämi) 2:1.

SCZ: G. Rämi; Bühlmann (65. Oechslin), De Nard, Mioc, Martin; Dugandzic (82. Hermida); Lionzo (65. Camichel), Y. Rämi, Felder, Fuchs (54. A. Schärer); Spalinger (69. Fuchs, 88. Gubler).

Bemerkungen: SCZ ohne Glarner (verletzt), Niederhauser und Beck (Beruf), Schmid (Ausland) sowie Oettli und Montézin (Schule). Gelbe Karten gegen Y. Rämi und Oechslin.

1. Mannschaft: Gegentor in letzter Minute stösst Tür in die 2. Liga fast ganz zu

Der Verfolger SC Zollikon führt gegen Leader FC Männedorf lange 1:0, muss sich letztlich aber mit einem 1:1-Unentschieden begnügen – aller Voraussicht nach eine zu geringe Ausbeute im Aufstiegsrennen.

Von Dennis Bühler

IMG_5527Die Ausgangslage vor dem 3.-Liga-Spitzenkampf vom vergangenen Dienstagabend war delikat: Sollte der Sportclub Zollikon das Direktduell mit Tabellenführer Männedorf genauso gewinnen wie danach seine zwei verbleibenden Saisonspiele, würde er erstmals seit 26 Jahren wieder in die regionale 2. Liga aufsteigen; sollte hingegen der FC Männedorf die Partie für sich entscheiden, könnte er nach seinem letztjährigen Abstieg in die 3. Liga noch auf dem Zolliker Riet den direkten Wiederaufstieg feiern; bei einem Unentschieden müssten die favorisierten Männedörfler die grosse Party zwar noch vertagen, könnten aber zumindest schon mal den Champagner kalt stellen.

Wer die Gäste aus Männedorf aufgrund dieser Ausgangslage defensiv erwartet hatte, sah sich schnell eines Besseren belehrt: Das Team von Trainer Kurt Kobel hatte in der ersten halben Stunde deutlich mehr vom Spiel. Die Führung zu erzielen aber vermochte es nicht: Erst rutschten nach neun Minuten alle Stürmer der Gelben an einer scharfen Hereingabe von Bojan Jevtic vorbei, dann schoss Elias Roldan nach 25 Minuten aus zehn Metern freistehend knapp übers Zolliker Tor.

IMG_5535-11:0-Führung mit dem Pausenpfiff

Danach übernahmen die Hausherren das Spieldiktat. Ein Distanzschuss von Marko Dugandzic bereitete dem Männedörfler Goalie René Lobnik einige Schwierigkeiten; kurz darauf setzte sich SCZ-Captain Matteo Felder gegen mehrere Gegenspieler durch und passte auf Kevin Spalinger, dessen scharfen Querpass Sandro Camichel im Fallen nur haarscharf verpasste. Als die rund 280 Zuschauer und die 22 Spieler auf dem Platz bereits mit dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Samir Ismailji rechneten, fiel doch noch der überraschende, aber aufgrund des Spielverlaufs nicht unverdiente Führungstreffer für den SCZ: Abwehrchef Jure Mioc beförderte den Ball nach einer Freistossflanke Sascha Martins per Kopf ins lange Eck.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel beklagte der FC Männedorf Pech, als der Unparteiische ihm ein Tor wegen angeblichen Offides aberkannte. Danach aber hatte Gastgeber Zollikon die Partie gut im Griff – und war dem 2:0 wiederholt viel näher als die Gäste dem Ausgleich. In der 74. Minute machte Dugandzic einen Konter Männedorfs mit einer spektakulären Grätsche zunichte und leitete damit gleich den neuerlichen Gegenangriff ein: Die folgende scharfe Flanke Severin Oechslins vermochte Andrea Schärer aber nicht aufs Männedörfler Gehäuse zu bringen. Vier Minuten später schoss Felder aus 35 Metern aufs von Lobnik verlassene Tor, der Ball aber segelte ganz knapp drüber.

Zollikon hadert mit dem Schiedsrichter

IMG_StengeleGleich zweimal zog Schiedsrichter Ismailji in der Schlussphase den Unmut des Zolliker Trainers Christian Stengele auf sich. Und tatsächlich: In der 66. Minute war Camichel an der Strafraumgrenze zumindest penaltyverdächtig gefoult worden; und gar glasklar war die Sache, als Joel Fuchs in der 88. Minute von einem Verteidiger daran gehindert wurde, einen von Lobnik nach vorne abgewehrten Schuss zu verwerten.

Die Pfiffe aber blieben aus. Und so kam es wie so oft, wenn zweifelhafte Schiedsrichterentscheide und mangelnde Chancenverwertung zusammenfallen: Quasi im Gegenzug erzielte der FC Männedorf den 1:1-Ausgleich. Der von Trainer Kobel nur fünf Minuten zuvor aufs Feld beorderte offensive Mittelfeldspieler Patrick Nötzli schoss im Anschluss an einen Eckball aus kurzer Distanz aufs Zolliker Tor. Goalie Benjamin Niederhauser war mit den Fingerspitzen zwar noch am Ball, konnte diesen aber nicht mehr um den Pfosten lenken. „Dass so wenig fehlte, ist enorm bitter“, sagte Niederhauser nach Spielschluss geknickt.

Lobniks Glanzparade in letzter Minute

Die Spieler Männedorfs und ihre zahlreich nach Zollikon gereisten Fans hingegen feierten das Tor ausgelassen: Mit Platzstürmen unmittelbar nach dem 1:1-Ausgleich und ein paar Minuten später auch nach dem Abpfiff Ismailjis. Den ungezügelten Jubel definitiv ausgelöst hatte Sekunden zuvor einmal mehr der starke Goalie Lobnik, der einen Schuss von Sebastian Oettli von der Strafraumgrenze in der siebten Minute der Nachspielzeit mirakulös um den Pfosten lenkte.

Der SCZ verpasste somit den Sieg, den er für die Promotion in die 2. Liga aller Voraussicht nach benötigt hatte. Vorzuwerfen muss er sich – neben der erwähnten verbesserungswürdigen Chancenverwertung – vorab mangelnde Cleverness: Die Zolliker Spieler entschieden sich nicht immer für ein Foulspiel, wenn eines sinnvoll gewesen wäre, um vielversprechende gegnerische Angriffe frühzeitig zu unterbinden (die Ausnahme bildeten die Interventionen der Verteidiger Oechslin und Mioc, deren gelbe Karten so gerechtfertigt wie zielführend waren); sie standen nach Foulspielen wiederholt zu rasch auf, statt die Gelegenheit zu nutzen, um den Spielfluss des Gegners zu stören; und sie verpassten es in der Schlussviertelstunde, den Ball länger als ein paar wenige Sekunden in den eigenen Reihen zu halten, und liessen stattdessen Hektik aufkommen.

Einzelbewertung von Niederhauser bis Fuchs

IMG_Riet_PanoramaBesonders positiv hervorzuheben war die Geschlossenheit des Zolliker Fanionteams, das in der Meisterschaft seit der zweiten Spielrunde vom 3. September 2016 ungeschlagen ist: Goalie Niederhauser ersetzte die ferienhalber abwesende nominelle Nummer eins Guy Rämi wie schon im vorherigen Duell gegen Meilen einwandfrei; Oechslin überzeugte defensiv und kämpferisch, konnte offensiv aber wenig Akzente setzen (so verpasste er nach einer knappen Viertelstunde das 1:0, als er von der Strafraumgrenze überhastet und mit Rücklage schoss); Mioc war der unangefochtene Abwehrpatron, der dank seiner Erfahrung und mit seinen lautstarken Anweisungen derzeit unverzichtbar – und offensiv erst noch torgefährlich – ist; Mioc’ Nebenmann De Nard agierte fehlerfrei und gewohnt unauffällig, was für einen zentralen Abwehrspieler wohl dem grössten Lob gleich kommt; Martin wurde in der ersten halben Stunde von seinem schnellen Gegenspieler Roldan zwar das eine oder andere Mal übersprintet, fing sich danach aber gut auf und war insbesondere mit seinen hervorragend getretenen Standardsituationen ein absoluter Gewinn.

Mit Dugandzic agierte der beste Zolliker dieses Dienstagabends vor der Abwehr: Wie der „Staubsauger“ einerseits Angriff um Angriff Männedorfs zunichte machte und gleichzeitig mit feiner Klinge Gegenangriffe einleitete, hatte mindestens 2.-Liga-Format; ähnliches gilt für die beiden grossgewachsenen zentralen Mittelfeldspieler Felder und Oettli, die im Zentrum meist die Oberhand behielten, sowie die Flügelspieler Camichel und Schärer, die mit schnell vorgetragenen Vorstössen immer wieder für Gefahr vor FCM-Goalie Lobnik sorgten. Und auch die beiden eingesetzten Stürmer Spalinger und Fuchs wussten zu überzeugen: Unermüdlich arbeitend verstanden sie sich als vorderste Verteidiger – und hatten doch genügend Kraft, um auch offensiv Ausrufezeichen zu setzen.

„Aufstieg in unseren Füssen“

SCZ-Trainer Stengele war mit der Leistung seiner Spieler folgerichtig trotz des späten Gegentreffers zufrieden. „Wir hätten den Sieg verdient gehabt“, sagte er. „Leider aber trugen wir die Konter in der zweiten Halbzeit zu wenig konsequent und zu ungenau vor.“ Glücklicher war sein Gegenüber: „Die beiden Mannschaften agierten wie schon in früheren Duellen auf Augenhöhe“, analysierte Männedorfs Coach Kobel, der auf die kommende Spielzeit hin zum FC Herrliberg wechselt (und somit so oder so in der 3. Liga verbleibt). „Sie sind taktisch stark und verstanden es, einander gegenseitig den Spielfluss zu zerstören.“ Es verwundere daher nicht, dass die beiden Tore aus Standardsituationen entstanden seien.

Die Tabellensituation präsentiert sich für den FC Männedorf zehn Tage vor der letzten Runde komfortabel: Selbst wenn Zollikon seine letzten zwei Partien gewinnen sollte – am kommenden Sonntag empfängt es um 13.30 Uhr den FC Wetzikon auf dem Riet, am 18. Juni spielt es auswärts auf dem Fussballplatz Lengg um 10.15 Uhr gegen den FC Seefeld –, genügt Männedorf in seiner einzigen noch zu spielenden Partie ein Punkt beim FC Fällanden. Dieses war mit grossen Ambitionen in die Saison gestartet, avancierte aber zur grossen Enttäuschung der Liga: vorgestern Dienstag unterlag es zuhause gar dem Tabellenletzten Racing Zürich 1:3. Ist Männedorf nun also bereits mit neun von zehn Zehen aufgestiegen, Kurt Kobel? „Zumindest liegt der Aufstieg in unseren Füssen.“

Telegramm

SC Zollikon – FC Männedorf 1:1 (1:0).

Riet. 280 Zuschauer. SR: Samir Ismailji.

Tore: 45. Mioc 1:0. 90. Nötzli 1:1.

SCZ: Niederhauser; Oechslin, Mioc, de Nard, Martin; Dugandzic; Camichel (83. Lionzo), Oettli, Felder, Schärer; Spalinger (60. Fuchs).

FCM: Lobnik; Schmid, Meier (75. Tschirky), Böhler, Strebel; Roldan (61. Carbonaro, 85. Nötzli), Hämmig, Signer (71. Schneeberger), Jevtic (71. Schneider); Bajrami (52. Pause), N. Bochicchio.

Bemerkungen: SCZ ohne Y. Rämi (gesperrt), Glarner (verletzt), Gubler (Aufbautraining) sowie Montezin und G. Rämi (beide abwesend). Beim SCZ nicht eingesetzt: Bühlmann, Hermida, Schmid. FCM ohne M. Bochicchio, L. Billeter, Ehrenberg, Gasser und Weber (alle verletzt) sowie M. Billeter und Rodrigues (beide abwesend). Gelbe Karten gegen Spalinger (26., Foul), Signer (42., Foul), Schmid (44., Foul), Oechslin (52., Foul), Mioc (77., Foul), Dugandzic (93., Reklamieren).

Anmeldeschluss für Grümpi/Schüeli Zollikon heute Dienstagabend!

Noch bis heute Dienstagabend, 23. Mai um 23:59 Uhr, können sich Mannschaften fürs diesjährige Grümpi vom 23. bis 25. Juni anmelden. Alle Infos findest du, wenn du hier klickst: unter diesem Link.

1. Mannschaft: Diskussionsloser 4:1-Sieg gegen Schlusslicht Racing Club Zürich

Nach einem enttäuschenden Unentschieden gegen Pfäffikon und einem überzeugenden Auswärtssieg in Oetwil am See setzte sich die 1. Mannschaft des Sportclubs Zollikon gestern 4:1 gegen den Tabellenletzten Racing Club Zürich durch. Nun kann sie gar wieder leise Hoffnungen auf den Aufstieg in die 2. Liga hegen.

Von Albert Gubler

Rasch stellte Gastgeber Zollikon auf dem Riet die Weichen auf Sieg: Schon nach einer Viertelstunde war die Partie gegen den Tabellenletzten Racing Club Zürich vorentschieden. Zuerst verwertete in der 11. Minute Marko Dugandzic einen Pass von Kevin Spalinger gekonnt ins hohe Eck, dann verwandelte Spalinger zwei Minuten später einen Abpraller nach einem Schuss Andrea Schärers ohne Mühe zum 2:0.

Die zahlreichen Zuschauer auf dem Riet sahen danach bis zur Halbzeit eine Partie ohne grosse Höhepunkte – der SCZ hatte die Partie stets im Griff. Einzig Sandro Camichel mit einem Kopfball an den Aussenpfosten sowie Sebastian Oettli mit einem Schuss von der Strafraumgrenze sorgten für etwas Aufregung.

Starker Rückhalt in der Defensive

Zu Beginn der zweiten Halbzeit glänzte SCZ-Torhüter Guy Rämi bei einer Eins-gegen-eins-Situation mit einer starken Parade – Racing hatte da seine beste Phase. Einmal war der SCZ auch auf Glück angewiesen: Nach einer Eckballvariante landete ein langgezogener Flankenball Racings auf der Querlatte. In der 65. Minute zappelte der Ball jedoch auf der anderen Seite im Netz: Andrea Schärer erzielte per Kopf das 3:0. Die Flanke war wiederum von Spalinger gekommen, der seine starke Leistung mit drei Skorerpunkten krönte.

In der 84. Minute kam Racing Club per fragwürdigem Elfmeter zum Anschlusstreffer. Spannung aber kam nicht mehr auf, schnürte doch Schärer nach einem herrlichen Steilpass von Yves Rämi in der Nachspielzeit seinen Doppelpack.

Zurück im Aufstiegsrennen

Dank des Pflichtsieges gegen Racing bleibt die 1. Mannschaft des SCZ in der Rückrunde weiterhin ungeschlagen. Die schwierigsten Aufgaben der zweiten Saisonhälfte aber stehen erst bevor: Am Auffahrtssonntag reist der SCZ zum FC Meilen, der gestern den Tabellenführer FC Männedorf 3:2 bezwingen konnte.

Dank dieses Resultats hat der SCZ den Aufstieg im Übrigen nun erstmals seit langem wieder in den eigenen Beinen: Gewinnt er die restlichen vier Spiele – erst in Meilen, dann zuhause gegen Männedorf, dann zuhause gegen Wetzikon, dann beim FC Seefeld –, kommt ohne Platzverweise aus und holt nicht zu viele gelbe Karten, kann er 26 Jahren nach dem Abstieg aus der 2. Liga den Wiederaufstieg schaffen. Allerdings: Ausrutscher sind keine mehr erlaubt.

Telegramm

SC Zollikon – Racing Club Zürich 4:1 (2:0).

Riet, 120 Zuschauer.

Tore: 11. Dugandzic (Spalinger) 1:0. 13. Spalinger (Schärer) 2:0. 65. Schärer (Spalinger) 3:0. 84. 3:1. 91. Schärer (Y. Rämi) 4:1.

SCZ: G. Rämi; Oechslin (70. Bühlmann), De Nard, Hermida (75. Mioc), Martin; Dugandzic (75. Montézin); Camichel (63. Spalinger), Oettli (35. Y.Rämi), Felder, Schärer; Spalinger (57. Lionzo).

Bemerkungen: SCZ ohne Glarner und Fuchs (abwesend), Niederhauser und Beck (Beruf), Schmid (Aufgebot andere Mannschaft) sowie Gubler (verletzt).

1. Mannschaft: Überzeugender 4:0-Sieg im Derby gegen Küsnacht

Im Derby gegen den FC Küsnacht setzte sich der SC Zollikon verdient und ungefährdet mit 4:0 (3:0) durch.

Von Albert Gubler

Zu Beginn der Partie wurde der SC Zollikon vom Gastgeber unter Druck gesetzt und hatte Mühe, das Spieldiktat zu übernehmen. Das Resultat waren entsprechend nervöse erste zehn Minuten.

In der 11. Minute fiel das 1:0, das Ruhe gab: Severin Oechslin düpierte seinen Gegenspieler mit der Hacke, Andrea Schärer spielte klug in den Rückraum und Yves Rämi schob den Ball elegant in die rechte Torecke zur frühen Führung.

Hermida auch zwischen den Pfosten tadellos

Nach 15 Minuten folgte der Wermutstropfen, als Torwart Guy Rämi wegen Rückenproblemen ausgewechselt werden musste. Der polyvalente Routinier Tomas Hermida, normalerweise in der Innenverteidigung oder im Sturm zu finden, übernahm seinen Part aber tadellos und hielt bis zum Ende die 0 fest.

Nach 26 Minute war die Partie entschieden. In der 23. Minute legte Oechslin den Ball wieder mit der Hacke zu Schärer, der an der Eckfahne gleich zwei Gegenspieler austanzte und den Ball an den ersten Pfosten brachte, wo Kevin Spalinger den Ball akrobatisch mit dem Aussenrist über den Torwart lenkte. Drei Minuten später setzte Matteo Felder den gegnerischen Mittelfeldspieler nach einem Abstoss früh unter Druck und spitzelte den Ball zu Spalinger, der humorlos mit der Spitze zum 3:0 in den Winkel vollendete.

Herrlicher Angriff setzt den Schlusspunkt

In der zweiten Halbzeit verwaltete der SCZ das Ergebnis souverän. Mit Calvin Glarner und Dimitri Schmid fügten sich auch die zwei Jüngsten nahtlos ins Team ein und brachten in der Schlussphase neuen Schwung in die abgeflachte Partie. Chancen gab es nur wenige: Spalinger wurde an seinem Hattrick gehindert, als der FCK-Verteidiger einen Kopfball noch von der Linie schlug. Abgesehen von einigen verunglückten Standardsituationen hielten sich die gefährlichen Szenen aber auf beiden Seiten in Grenzen.

Kurz vor dem Ende sorgte ein Bilderbuchkonter für den 4:0-Kantersieg im Derby: Rämi legte per Kopf zu Schmid, der Schärer direkt steil lancierte. Dieser legte nach einem Kontakt zu Lionzo ab, der mit einem herrlich gelupften Pass den Ball gleich wieder zurückgab, so dass Schärer mit einem satten Schuss noch zu seinem Tor kam und die Führung in der internen Scorerliste weiter ausbaute. So konnte man nach zwei sieglosen Partien gegen den Rivalen aus dem Nachbardorf endlich wieder mal einen überzeugenden Derbysieg feiern.

Stabile Verteidigung, variabler Angriff

Insgesamt war es erneut eine Partie, in der man die beim SCZ erzielten Fortschritte beobachten konnte. Die Verteidigung um Jure Mioc und Gianni De Nard stand erneut sehr sicher und liess kaum Chancen zu, während die 1. Mannschaft im Spiel nach vorne variabler und schneller spielt. In der Rückrunde konnte sie schon mehrere sehr schön herausgespielte Tore erzielen.

In den nächsten Wochen kommen jedoch weitere schwere Partien auf den SCZ zu, angefangen nächsten Sonntag auf dem Riet gegen den FC Pfäffikon. Wir freuen uns auf eure Unterstützung!

FC Küsnacht – SC Zollikon 0:4 (0:3).
Fallacher, 80 Zuschauer
Tore: 11. Y. Rämi (Schärer) 0:1. 23. Spalinger (Schärer) 0:2. 26. Spalinger (Felder) 0:3. 89. Schärer (Lionzo) 0:4.
SCZ: G. Rämi (14. Hermida); Oechslin (77. Schmid), De Nard, Mioc, Bühlmann (84. Spalinger); Dugandzic; Lionzo, Y. Rämi (45. Oettli), Felder (84. Y. Rämi), Schärer; Spalinger (71. Glarner).
Bemerkungen: SCZ ohne Martin und Montezin (Ferien), Niederhauser und Beck (Beruf) sowie Fuchs, Camichel und Gubler (verletzt).

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