2. Mannschaft: Zeugnisse für den Ball-Casanova und den Jungterrier

Zeit für Zwischenzeugnisse – „Zwei“-Trainer Fabian von Rechenberg zeigt seinen Spielern schonungslos auf, was ihm in der ersten Hälfte des Jahres gut und was weniger gefallen hat. Heute: Teil 1 (von A wie Aeschlimann bis M wie Muratovic). Morgen: Teil 2 (von R wie Rocha bis W wie Winkler).

von Fabian von Rechenberg

Das Fazit vorne weg: Der SC Zollikon 2 rangiert zur Saisonhälfte mit zwölf Punkten auf dem 8. Zwischenrang. Das Saisonziel Rang 3 wird man klar verfehlen. Nach einem ganz schlechten Start (vier Punkte aus fünf Spielen, Torverhältnis 9:16) konnte man sich deutlich steigern (acht Punkte aus fünf Spielen, Torverhältnis 13:9). Besonders schwach präsentierte man sich auf Naturrasen (ein Punkt aus vier Spielen, darunter Spiele beim 9. und 10. Platzierten). Das neu zusammengesetzte Team (zwölf neue Spieler und ein neuer Trainer) kam sehr schwerfällig in den Tritt. Dies führte leider zu drastischen Massnahmen, so dass der Kader zur Hälfte der Hinrunde verkleinert werden musste, was sehr schade ist.

Die letzten fünf Partien stimmen die junge Mannschaft (Durchschnittsalter der Startelf immer unter 23 Jahren) zuversichtlich. Das neue Ziel für die Ruckrunde lautet 17 Punkte zu gewinnen und Schlussrang 6 zu erreichen. Dafür müssen die Protagonisten folgendes beibehalten bzw. verbessern. Wir kommen zu den Zwischenzeugnissen:

 

Oliver Aeschlimann – der Organisator

Trainingspräsenz: Zu Beginn schwach, zum Schluss sehr gut.

Einsätze: 7

Tore: 0

Karten: 0

Der Vize-Captain ist unheimlich wichtig, wenn es um die Organisation auf dem Spielfeld geht. Leider fehlte er zu Beginn der Meisterschaft oft. Wie wichtig seine Präsenz auf dem Platz ist, sieht man an den besseren Leistungen der gesamten Mannschaft in der 2. Hinrundenhälfte. Da gibt es nichts zu bemängeln. Weiter so!

 

Lucio Bürgisser – der neun Zehen-Kicker

Trainingspräsenz: Vorbildlich

Einsätze: 7

Tore: 2

Karten: 0

„Wenns nöd blüetet, tuets nöd weh“ – diese uralte Zolliker-Floskel nimmt sich unser Lucio vorbildlich zu Herzen. Der Neo-Fussballspieler agiert nämlich seit Beginn der Saison mit einem gebrochenen Zehen, der sich inzwischen abgesplittert hat. Er kann noch nicht verbergen, dass er noch nie 11er-Fussball gespielt hat. Aber für seine erste Saison ist er eine grosse Überraschung, an deren Potential wir noch viel Freude haben werden.

PS: Schoss bei seinem ersten Einsatz gleich ein Tor.

 

Ivo Dugandzic – der Familienmensch

Trainingspräsenz: Durchschnittlich

Einsätze: 5

Tore: 0

Karten: 1 Gelbe

Ivo lebt „la familia“. Er stellt sich stets in ihren Dienst, selbst wenn er ins Tor muss (wo er fast einen Elfmeter gehalten hätte, aber leider kann er nur nach links und nicht nach rechts hechten). Dass er langsam ist, macht er mit guter Kommunikation wett. Er wäre ein ganz wichtiger Spieler, wenn er noch etwas mehr im Training wäre.

 

Ruben Eduardo Farinha – der Pechvogel

Trainingspräsenz: Keine Wertung wegen Verletzung.

Einsätze: 1

Tore: 0

Karten: 0

Er war einer der Leistungsträger der letzten Jahre. Nun hat er sich bereits im ersten Spiel das Knie verletzt und fällt bis zur Rückrunde aus. Wir hoffen, dass er bald zurück ist.

 

Elias Grisoni – der Ball-Casanova

Trainingspräsenz: Höchste Trainingspräsenz der 2. Mannschaft. Bravo!

Einsätze: 8

Tore: 3

Karten: Gelbe 4, Gelb/Rot 1

Wie Casanova einst die Frauen liebte, liebt Elias den Fussball. Damit ist nicht das Spiel, sondern das Sportgerät gemeint. Nun ist die Liebe schön und trügerisch zugleich: Zum einen hat er eine fantastische Technik, zum anderen kann er sie nicht loslassen. Dazu kommt sein wasserfallartiges Mundwerk, welches ihm schon viel zu viele Karten und Unmut bei der Mannschaft einbrachte. Aber Elias zeigt Wille und Leidenschaft. Er kämpft, läuft und ackert schon viel mehr als früher. Er sieht seine Fehler ein und bemüht sich diese zu verbessern. Kann er seine guten Vorsätze umsetzen, wird er unersetzbar in Zollikon.

 

Rene Kaiser – der Captain

Trainingspräsenz: Gut. Aber das reicht für einen Captain noch nicht.

Einsätze: 6

Tore: 0

Karten: 2 Gelbe

Er ist der Kopf dieser Mannschaft. So wie sich das für einen Captain gehört. Er ist diszipliniert, kämpferisch, spielstark und intelligent. Er muss nicht autoritär sein, er ist kompetent. Und jetzt genug der Komplimente: Die Trainingspräsenz muss besser werden, und vor allem ist die Präsenz an den Mannschaftsanlässen noch zu dürftig. Und komm mir nicht mit der Arbeit! Der Trainer hat den gleichen Job (in weniger Verantwortung) und fehlt nie (weil er sonst kein Leben hat)!

 

Valentin Kälin – der, als er endlich da war, auch schon wieder gehen musste

Trainingspräsenz: Keine Wertung, weil im Militär und verletzt.

Einsätze: 2

Tore: 0

Karten: 0

Valentin wäre ein ganz toller Spieler. Leider war er lange im Militär und nun ist er auch noch länger verletzt, sodass er sich noch nicht voll einbringen konnte. Hoffen wir, dass er in der Rückrunde voll dabei sein kann.

 

Dominic Karpf – der Jungterrier

Trainingspräsenz: Durchschnittlich

Einsätze: 7

Tore: 0 (auch nicht das, welches aus sieben Metern leer stand)

Karten: 1 Gelbe

Dominic hat sich in die Startelf reingekämpft. Zu Beginn hat er zu oft die Hände verworfen und das Laufen war auch nicht gerade seine Stärke. Inzwischen kämpft er aber schon recht ordentlich. Ein junger Terrier, der in der Rückrunde noch bissiger werden kann, ja werden muss. Die Trainingspräsenz ist noch nicht gut.

 

Michael Kuhn – der Überflieger

Trainingspräsenz: Sehr gut.

Einsätze: 7

Tore: 0

Karten: 0

Der einstige Stürmer ist auf der Aussenverteidigerposition nicht mehr wegzudenken. Stark im Zweikampf, gutes Stellungspiel, omnipräsent, ein toller Teamplayer. Die grösste Überraschung der bisherigen Saison. Aber: Die Einwürfe sind teilweise so grottenschlecht, dass ich am liebsten den ganzen Winter Einwürfe mit ihm üben würde!

 

Dario Leumann – wer ist das?

Trainingspräsenz: unter jeder Sau!

Einsätze: 0

Tore: 0

Karten: 0

So schade Dario! Du wärst ein toller Spieler… „nimm mau dä Finger usä!“ (um es in Deiner Sprache zu sagen).

 

Luca Mazzola – der Lieblingsjunior

Trainingspräsenz: Sehr gut.

Einsätze: 8

Tore: 0

Karten 1 Gelbe

Den Titel hat er sich verdient. Man sieht Luca nie ohne Material in der Hand rumlaufen. Da können sich alle (vor allem Rocha, Murat, Ralph, Ismail, Zülfü, Jakub und Dominic) eine gehörige Portion abschneiden. Sportlich steht er inzwischen verdientermassen wieder in der Stammformation. Rauscht aber immer noch gerne mal mit 180 Sachen unter dem Ball durch. Das Stellungspiel muss besser werden und die Einwürfe sind auf dem nicht vorhandenen Niveau seines Freundes Michi Kuhn!

 

Ralph Mercado – der Stumme

Trainingspräsenz: Durchschnittlich bis gut

Einsätze: 6

Tore: 0

Karten: 1 Gelbe

Erinnert mich an meine Fische im Aquarium… die beklagen sich auch nie! Kam durch Abwesenheit seiner „Aslags“ in ein kurzes Zwischentief. Sollte beim Material mehr mit anpacken. Ansonsten ein feiner Techniker, der läuft und kämpft und ackert. Alles in allem ein guter Fussballer. Aber, Ralph: Bitte sprich mit uns!

 

Flavio Moccetti – der „Drü“-Spieler

Trainingspräsenz: Im „Zwei“ miserabel, im „Drü“ hervorragend

Einsätze: 5

Tore: 0

Karten: 0

Spielt Mocci jetzt im „Zwei“ oder im „Drü“? Würde er in der 2. Mannschaft trainieren, wäre er ein ernstzunehmender Konkurrent für seine Mitspieler! Er bringt klassische Zolliker-Stärken mit sich: Läuft, kämpft, beschwert sich nicht gross und hat ein solides fussballerisches Grundrepertoire. Hoffen wir, dass er den sportlichen Ehrgeiz hat, sich in der Rückrunde in die Mannschaft zurück zu kämpfen.

 

Mersad Muratovic – der frische Wind

Trainingspräsenz: Durchschnittlich

Einsätze: 3

Tore: 0

Karten: 0

Es gab schon lange keinen Spieler mehr in Zollikon, der neu kam und so viel frischen Wind mitbrachte. Er motiviert seine Mitspieler, gibt gute Anweisungen und hängt sich für die Mannschaft rein (auch neben dem Platz, siehe Mannschaftsfoto). Wir versprechen uns fussballerisch viel von ihm. Es fehlt ihm allerdings noch an Spielpraxis. Die braucht er, um sich im stark besetzten Zentrum durchsetzen zu können.

3. Mannschaft: Fussballerisch oft gut, kämpferisch gar sensationell

Für die dritte Mannschaft des SCZ war es erst die zweite Saison, wobei Ziel war sich resultatmässig und vor allem auch spielerisch zu verbessern. Allerdings verlief der Start in die neue Saison alles andere als ideal. Die Trainingspräsenz war zwar in Ordnung, doch die Spielerknappheit, bedingt durch Militär- und Ferienabsenzen, machte sich in den ersten Spielen bemerkbar. Ein Punkt aus vier Spielen war das Ergebnis. Der Tiefpunkt war dabei wohl der Match gegen Neumünster, als man zuhause eine 2:12-Pleite kassierte.

Doch das Team fing sich wieder und man konnte nach der Ferienzeit wieder auf ein breiteres Kader zählen, dies auch dank ein paar Neuzugängen. Es folgten ein paar grandiose Momente. Man zeigte fussballerisch, aber insbesondere kämpferisch starke Leistungen. Aus den letzten vier Partien konnten wir ganze neun Zähler einfahren, womit wir am Ende der Vorrunde auf dem sechsten Platz stehen. Der Höhepunkt stellt dabei die Schlussphase gegen den FC Stäfa dar, als man durch eine grossartige Mannschaftsleistung das Spiel in den letzten fünf Minuten kehrte und den ersten Saisonsieg einfuhr.

Überragender Teamzusammenhalt

Das Fazit nach der Vorrunde ist schnell gesagt: Der überragende Teamzusammenhalt und die Fähigkeit einen technisch versierten Gegner durch reinen Kampfgeist zu besiegen machen das „Drü“ zu etwas ganz besonderem. Auch in Zukunft wird dieses Team weitere Erfolge haben, auch dank der Unterstützung des ganzen SCZ (was durch regelmässige Trainingsteilnahmen von Spielern der ersten und zweiten Mannschaft unterstrichen wird).

Des Weiteren kann wohl bald mit dem Oliver Twist ein neuer Sponsor für das „Drü“ gewonnen werden. Dank guten Connections und zwei Barkeepern, die in unserer Mannschaft mitwirken, wird die dritte Mannschaft eventuell schon bald mit neuen Trikots ausgestattet sein. Ziel des „Drü“ ist es, mit strikter Fortführung des Trainings während des Winters weitere Verbesserungen im spielerischen Bereich zu erzielen und natürlich den fantastischen Teamgeist aufrecht zu erhalten.

Cédric Hofstetter

Frauen 3. Liga: Der Sprung ins kalte Wasser hat sich gelohnt

Den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und dann noch darin zu schwimmen ist eine echte Herausforderung: Das gesamte U-23-Team wechselte auf diese Saison hin zu den Erwachsenen in die 3. Liga. Wie sich die Mädels mit der etwas härteren und vor allem schnelleren Gangart in dieser Liga zurechtfinden würden war die grosse Unbekannte.

Das erste Meisterschaftsspiel in Einsiedeln endete dann auch mit einer 1:7-Niederlage. Dieses brutale Resultat war aber auch gleichzeitig die Erkenntnis für unser technisch gutes Team, dass in der 3. Liga ohne Kampf und Schweiss kein Blumentopf zu gewinnen sein würde. Bereits die folgenden Spiele gegen Wädenswil und Thalwil konnte das (kämpferische) Fanionteam für sich entscheiden. Es wäre vermessen, für diese Spielzeit bereits einen Spitzenplatz zu fordern, mit dem 5. Rang zur Winterpause haben die Frauen  den Wechsel in die höhere Liga jedoch gut gemeistert. Die Hoffnung, noch den einen oder anderen Rang gut zu machen, nehmen wir gerne mit in die Rückrunde…

Der hervorragende Trainingsbesuch und die Events neben dem Platz zeugen von  der guten Stimmung im Team. Danke auch allen Spielerinnen, die sich am Samstag als Schiedsrichterinnen bei den D- und B-Juniorinnen zur Verfügung stellten, und herzlichen Dank den Spielerinnen, die als Trainerinnen nebenbei noch Juniorenteams (Buebe und Maitli) betreuen.

P.S. Mir trainiered dure im Winter (Montag 20:00h Riet  / Donnerstag 19:30 ICS-Halle)!

Q-di Müntener

A-Junioren: Viel Talent und Potential nicht ausgeschöpft

Die A-Junioren strebten den Klassenerhalt in der Promotionsklasse an, stiegen letztlich aber knapp ab. Trainer Yves Rämi nennt im Interview mit Spieler Severin Oechslin den Hauptgrund für den Misserfolg: „Schwache Trainingspräsenz.“

Mit Yves Rämi sprach Severin Oechslin

S: Was hast du vor dieser Saison erwartet?

Y: Den Klassenerhalt. Ich wollte mit Spass und Teambuilding den Klassenerhalt erreichen. Dazu wären einerseits eine hohe Trainingspräsenz sowie andererseits hohe Qualität nötig gewesen. An der Qualität mangelte es nicht, doch leider hatten wir wie so oft in den letzten Jahren bei den A-Junioren eine schwache Trainingspräsenz. Daraus resultierte in diesem Herbst der Abstieg aus der Promotionsklasse.

S: Gibt es weitere Gründe, die du als Grund für den Abstieg siehst?

Y: Uns fehlte ein Stammtorwart. Dies führte zu Unsicherheit im ganzen Team. Desweiteren war die Matchvorbereitung des ganzen Teams nicht optimal. Auf gut Deutsch: Sie war scheisse! Zudem müssen auch wir Trainer etwas ändern. Ich musste oftmals passen, da ich meine Ausbildung vorantreiben wollte und selbst noch aktiv in der 1. Mannschaft spiele, weshalb ich einige Trainings und Spiele verpasste.

S: Die Ausbildung hast du nun ja abgeschlossen – ich gratuliere dir herzlich zu deiner Promotion.  Die A-Junioren hingegen sind, wir haben es bereits angesprochen, jetzt aus eben dieser Promotion abgestiegen. Welche Schlüsse ziehst du für die Rückrunde?

Y: Wir müssen das Positive mitnehmen! Wir verloren oft, und doch ist der Teamspirit geil gewachsen. Bei einer Krisensitzung haben wir intern bereits neue Ziele formuliert, wir wissen wie wir voranschreiten wollen. Dabei ist es wichtig, dass die Spieler und die Trainer bei sich selbst die Fehler suchen. Grundlegend ist aber vor allem auch, dass die Trainingspräsenz gesteigert wird. Es ist mir wichtig, dass die Spieler weiterhin Spass am Fussball und dem Zusammenleben im Sportclub haben. Wobei natürlich Erfolg ebenfalls ein Faktor ist, der hilft, die Freude und die Motivation beizubehalten. Ein weiteres Ziel muss es sein die Spieler an den Aktivfussball heran zu führen. Die Spieler werden teilweise schon nächstes Jahr in der 3. Liga oder 4. Liga spielen!

S: Wie lautet euer Ziel für die Rückrunde?

Y: Wir streben den sofortigen Wiederaufstieg an. Zudem möchte ich im Cupwettbewerb, in welchem wir uns über die Winterpause halten konnten, solange gewinnen, bis wir auf ein Team der höherklassigen Coca-Cola-League treffen.

S: Ein letzter Satz zur vergangenen Saison?

Y: Nichtsdestotrotz sind die A-Junioren alles „saugeili Sieche!“ Und ganz zum Schluss möchte ich ein herzliches Dankeschön all jenen aussprechen, die uns mit Fahren, Trikotwaschen und „Fäne“ unterstütz haben.

B-Junioren: Viel Einsatz, gute Disziplin und Durchhaltewillen

„Rückblickend können wir mit der Leistung, aber vor allem mit den erzielten Fortschritten der Jungs zufrieden sein“, schreibt B-Juniorentrainer Werner Kienle.

Die Vorgaben und die Erwartungshaltung für die Herbstrunde waren klar. Das B-Juniorenteam wurde mit den Jungs des Jahrgangs 99 aufgestockt und sah sich der grossen Herausforderung gegenüber, die bevorstehenden Spiele mit den gegebenen Möglichkeiten so gut es ging zu meistern. Wir spielten zwar in der zweiten Stärkeklasse, doch durch die zwei Jahre Altersunterschied war trotzdem mit grossen körperlichen Defiziten zu rechnen. Trotzdem versuchten wir Trainer die Jungs bestmöglich zu motivieren und sie sowohl mental als auch technisch-taktisch mittels fokussierten Trainings auf diese schwierige Aufgabe vorzubereiten.

Es war uns allen bewusst, dass uns eine weitere, schwierige Saison bevorstand, weshalb wir auch nicht den Anspruch erhoben, Spiele gewinnen zu müssen oder gar einen definierten Tabellenplatz anstreben zu wollen. Unser Ziel war vielmehr, dass die Jungs lernen, mit der Situation umgehen zu können und bei jedem Spiel die richtige Einstellung zu haben. Unseren Fokus setzten wir deshalb nicht als erstes auf die erzielten Resultate sondern vielmehr auf die Fortschritte, die sie von Spiel zu Spiel und Training zu Training machten.

Nicht während 90 Minuten konstant

Die Meisterschaft starteten wir vielversprechend mit einem 2:2-Unentschieden gegen den FC Bassersdorf. Dimitri Schmid, unser Neuzugang vom FC Seuzach, gab Einstand nach Mass mit zwei erzielten Toren. Verstärkt mit den beiden im A spielenden B-Junioren Joel Fuchs und Edon Imeri gelang uns im Cup-Spiel gegen den FC Rüti dann sogar ein toller 7:1-Sieg.

Danach folgten weitere Spiele, die leider nicht von Erfolg gekrönt waren. Bei vielen Begegnungen fielen die Resultate jedoch viel negativer aus, als es sich die Jungs mit ihrer Leistung auf dem Rasen verdient gehabt hätten. Oft spielte das Team gut bis sehr gut. Die Spieler setzten die vorgegebene Taktik um, hatten schön herausgespielte Chancen und erzielten wunderschöne Tore, welche die Trainer und Zuschauer jeweils begeisterten.

Dennoch gelang es dem Team nicht immer, die guten Leistungen während 90 Minuten abzurufen. Nachlassende Kräfte, unterlassene Kommunikation und Konzentrationsmängel liessen zu, dass das Spiel – sehr zum Ärger des Teams – meist in der Schlussphase nicht aus Unvermögen sondern durch vermeidbare Fehler gegen uns entschieden wurde. Bezeichnend hierfür war unser Spiel gegen den FC Wetzikon, das nach einer 4:2-Führung schliesslich mit einem 5:5-Unentschieden endete. Die sicher geglaubten drei Punkte hatten wir auch hier erst in der Endphase des Spiels vergeben. Im weiteren Verlauf der Meisterschaft gelang uns ein weiterer, schöner 4:1-Sieg gegen den FC Gossau.

Horrorszenarien stellten sich nicht ein

Rückblickend können wir – nun mal abgesehen von den Resultaten – mit der Leistung, aber vor allem mit den erzielten Fortschritten der Jungs zufrieden sein. Horrorszenarien wie zweistellige Niederlagen blieben aus. Das Team liess trotz der Niederlagen und der verständlichen Enttäuschung nie den Kopf hängen und schaute immer wieder nach vorne. Man versuchte jeweils das Beste aus der Situation herauszuholen. Dies stimmt uns Trainer sehr zuversichtlich, dass die Mannschaft in seiner Entwicklung auf gutem Wege ist. Deshalb freuen wir uns und sind top motiviert, im Januar die Vorbereitungen für die Frühlingsrunde mit spannenden und intensiven Trainings zu starten. Die Planung läuft bereits auf Hochtouren.

Dem Team danke ich für den tollen Einsatz, die sehr gute Disziplin und den grossen Durchhaltewillen. Ein grosses Dankeschön gilt auch den Eltern für ihre Unterstützung, sei es als Zuschauer vom Spielfeldrand aus, für den Personentransport oder für die Tenuewäsche. Ebenso bedanken möchte ich mich bei meinen Co-Trainern Albi Gubler und Carlo Bühlmann für die tolle Zusammenarbeit.

Werner Kienle  

C-Junioren: Körperlich unterlegen, spielerisch aber vielversprechend

Eine motivierte und lernwillige Truppe durften wir im vergangenen August übernehmen. Einige dieser C-Junioren könnten durchaus einmal ein Thema für die 1. Mannschaft werden. Wir stellen euch sechs Herren vor:

Amal:

Hat sich zu einem starken Goalie entwickelt, der in den letzten Monaten unglaublich viel von unseren Torwarttrainern Beni und Swen gelernt hat. Wenn Amal weiterhin so hart arbeitet, kann er ein sensationeller Torwart werden; Potential ist auf jeden Fall vorhanden.

Mauricio:

Unser Captain und aktuell wohl der beste C-Junior des SCZ. Unglaubliches Laufpensum, viel Drang zum Tor, Kreativität und gutes Zweikampfverhalten. Mauricio wird dem SCZ hoffentlich lange erhalten bleiben und in zehn Jahren in der 1. Mannschaft kicken.

Baran:

Was für ein Techniker! Unglaublich, wie sich der kleine Baran gegen die grossen Gegner mit seinen Dribblings durchsetzt. Er hat bei uns Trainern wohl die für die meisten „Ohhhhhh“ gesorgt. Zudem sehr ballsicher und mit einem tollen Auge gesegnet.

Manabu:

Absolviert erst seine zweite Saison beim SCZ, ist aber bereits unglaublich wichtig für unsere Defensive. Der grosse und starke Manabu versucht hinten so viel wie möglich aufzuräumen und hat auch gelernt, die Bälle anzunehmen und das Spiel gepflegt aufzubauen, statt sie nach vorne zu dreschen. Zudem menschlich/charakterlich einfach top!

Kai:

Der arme Kai. Wären seine Gegner doch nicht so gross und stark! Aber Kai wird wachsen und dann das Mittelfeld dominieren. Kai rennt, kämpft, erobert, verteilt, baut auf, passt, schiesst. Kai macht einfach alles. Er wird dem SCZ noch viel Freude bereiten!

Mathias:

Er hat eine beeindruckende Power. Wenn er noch ein wenig an seiner Technik feilt, wird er ein ganz guter Fussballer. Er ist schnell, zweikampfstark und ist vor allem ein Winner und Leader.

Sportlich gesehen war die Herbstrunde natürlich gar nicht gut. Lediglich drei Punkte schauten schlussendlich heraus. Dass wir keine Spieler vom älteren Jahrgang im Kader haben (die aktuelle C-Junioren-Mannschaft besteht ausschliesslich aus Spielern mit dem jüngeren Jahrgang 2000), ist schon bitter. Fussballerisch könnten wir mit den anderen Teams schon mithalten, aber die Gegner waren immer grösser, stärker und vor allem schneller.
Trotzdem war die Stimmung im Team immer hervorragend. Die Jungs verstehen sich gut und Teamspirit ist auf jeden Fall vorhanden. Die Trainingspräsenz ist vorbildlich und die Fortschritte sind wöchentlich zu sehen.

An dieser Stelle wünschen wir allen SCZlern ein frohes neues Jahr und bedanken uns herzlich bei allen (Junioren, Eltern, Vorstand, etc.), die uns in der Herbstrunde unterstützt haben!

Beni Niederhauser, Matteo Felder, Tomas Hermida

Da-Junioren: Jeder rannte und kämpfte für seine Mitspieler

Die Saison begann leider mit ein paar Niederlagen. Aber nachdem wir alle Spieler mal hatten ausprobieren können bekamen wir je länger je mehr Klarheit über die Aufstellung der Mannschaft. Und so bildete sich ein gewisser Kern aus den Jungen und den uns altbekannten Junioren. So entstand ein super Team, und so kamen auch die Resultate. Eine gewisse Spielweise war an den Spielen ersichtlich. Jeder rannte und kämpfte für den Mitspieler.

Immer häufiger konnten wir drei Punkte erzielen. Durch Einsatz und Vertrauen konnten auch Spiele, bei denen wir in Rückstand geraten waren, öfters noch zu unseren Gunsten gedreht werden. Während der ganzen Saison lernten wir immer mehr dazu. Es zeigte sich, wie wichtig es ist, nicht nur eine gute Technik und eine gute Taktik zu haben. Wir konnten uns auch in den Zweikämpfen verbessern.

Fausto, Markus, ich und sicher auch unsere Fans freuen sich zu sehen wie dieses Team sich in der nächsten Saison weiterentwickelt. Ich bin mir sicher, dass auch nächste Saison spannende Spiele auf dem Riet bestritten werden.

Ein grosses Dankeschön an alle die sich als Schiri zur Verfügung stellten, an Wendy, an euch Eltern, an unsere treuen Fans und den ganzen Vorstand des SCZ.

MIR SIND ZOLLIKON SC ZOLLIKON!

Fausto Montanaro, Markus Vogelsanger und Davide Guido

Db-Junioren: Wenigstens ist der Wille zum Erfolg vorhanden

Die Vorrunde der Saison 2013/14 schlossen wir in der ersten Stärkeklasse mit 23 Spielern auf dem letzten Platz unserer Gruppe ab. Das war eine sehr enttäuschende Phase für alle. Die qualitativen Unterschiede zwischen den Spielern sind so gross, dass in verschiedenartiger Mannschaftszusammensetzung keine konstante Leistung erreicht wird. Hinzu kommt, dass wir die Saison ohne einen Torhüter begannen. Wir haben die Massnahmen für die Rückrunde allen Familien kommuniziert und werden aus den 23 Spielern die geeigneten 13 bis 14 Spieler zu einem Stammteam formen, die restlichen Kinder werden jeweils an den Trainingseinheiten teilnehmen. Die offizielle Stammmannschaft wird eine Woche vor Beginn der Rückrunde bekanntgegeben. Bis dahin haben alle Beteiligten die gleichen Chancen, sich für die erste Stärkeklasse zu qualifizieren.

Die Kinder erhalten seit Ende der Vorrunde stets Feedbacks zu ihren Leistungen, indem sie vor jedem Training grüne oder orange Leibchen erhalten. Grün heisst: aufgrund deiner Leistungen aus dem letzten Training sehe ich dich in der Stammmannschaft. Orange bedeutet: du bist vielleicht dabei. Und wer kein Leibchen erhält, hat keinen Platz in der Mannschaft…

Meine Erkenntnis aus dem ersten Jahr: Eine Mannschaft ist dann eine Einheit, wenn sich alle über einen Sieg gemeinsam freuen und über eine Niederlage gleichermassen betroffen zeigen. Von diesem Ziel sind wir leider noch entfernt, aber wir werden es auch mit diesen Kindern schaffen, denn der Wille zum Erfolg ist sichtbar vorhanden.

Baris Bozcicek

Ansprache des Präsidenten – Nüchtern ins neue Jahr 2014!

Liebe SCZ-Familie,

was gibt es Nüchterneres als Ziffern & Zahlen? Solange diese aber nicht ernüchternd sind, darf man auf diese auch ruhig mal mit einem Gläschen Wein anstossen. Wenn wir die Finanzen im SCZ anschauen, dürfen wir dies auch tun. Doch bleiben wir vorerst bei den nüchternen Fakten: Der SCZ hat pro Spieler etwa CHF 150 Vermögen auf der Seite. Dieser Notgroschen macht Sinn und gibt dem SCZ eine gewisse Sicherheit.

Im Gegensatz zu gewissen anderen Klubs bestehen unsere Einnahmen hauptsächlich aus den Mitgliederbeiträgen. Vorteil: Die Einnahmen sind relativ sicher und gut zu budgetieren. Der Klub bleibt unabhängig und der Gemeinde verbunden, da kein Geld für die Verpflichtung von teuren Trainern und Spielern vorhanden ist. Nachteil: Man hat finanziell weniger Möglichkeiten.

Wie immer im Leben möchte man die Nachteile eliminieren, ohne dass die Vorteile darunter leiden.

Stand heute: Für mich sind die Vorteile so wichtig, dass ich diese unter keinen Umständen aufgeben möchte. Trotzdem wäre es schön, wenn wir bei den Aktiven und Junioren auch einmal ein Zückerchen offerieren könnten – gerade wenn sie eine tolle Saison hingelegt haben („toll“ bedeutet nicht nur sportlich erfolgreich). Und es gibt vielleicht auch Eltern oder sonst Freunde des SCZ, die gerne bereit sind, einen Batzen für die Jugend springen zu lassen. Aus diesem Grunde möchte ich hier unsere neuen Möglichkeiten des Sponsorings aufzählen.

Spende Juniorenfonds:

Der SCZ hat einen Juniorenfonds. Die Gelder dieses Fonds werden ausschliesslich für unsere Junioren verwendet. Jede Spende mit dem Vermerk „Juniorenfonds“ ist herzlich willkommen. Der Spender geht keine Verpflichtung gegenüber dem SCZ ein. Das Geld wird u.a. für Trainingslager, Fussballturniere, Mannschaftsessen, Fussballmaterial verwendet.

Sponsorenvereinigung Aktivmannschaften:

Der SCZ hat eine Gönnervereinigung. Jede Person ist herzlich willkommen. Der Sponsorenbeitrag beträgt jährlich mindestens CHF 500.–. Es besteht auch hier keine Verpflichtung gegenüber dem SCZ. Der Spender kann selber bestimmen, welcher Mannschaft er den Betrag zugute kommen lassen will  (bitte beim Vermerk hinschreiben).  Beträge ohne Bestimmung werden wie folgt den Mannschaften verteilt: 1. Mannschaft 70%, 2. Mannschaft 20%, 3. Mannschaft 10%. Es findet ein jährliches, freiwilliges Essen für alle Gönner statt. Der Vorstand entscheidet über die Vergabe der Gelder und die Sponsorenvereinigung wird jährlich darüber informiert.

So – jetzt wird’s wieder ganz nüchtern und wir kommen zu den Zahlungsformalitäten:

A)    Spende Juniorenfonds: Vermerk „JUNIORENFONDS“

B)    Beitritt Sponsorenvereinigung: Vermerk „SPONSORENVEREINIGUNG“.

Zahlungsinstruktionen:

Sportclub Zollikon, 8702 Zollikon PC-80-56770-4

oder

Sportclub Zollikon, 8702 Zollikon, IBAN CH55 0900 0000 8005 6770 4

Falls der Leser dieser Zeilen selber an einer finanziellen Unterstützung interessiert ist oder jemanden kennt, den man kontaktieren darf – bitte informiert mich doch per E-Mail (andreas.roca@creavest.ch). Selbstverständlich kann man auch direkt – ohne E-Mail an mich – eine Einzahlung an den SCZ mit dem entsprechenden Vermerk machen. Herzlich willkommen an Bord!

Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Zeit, die Sie in das Lesen dieses trockenen Artikels investiert haben und wünsche Ihnen viel Spass und Freude im 2014!

Euer Präsi,

Tresi

Der SCZ wünscht guten Rutsch – wie auch Urgestein Röbi Willimann

Der Sportclub Zollikon wünscht all seinen Mitgliedern und Fans guten Rutsch ins neue Jahr und ein erfreutes, gesundes 2014!

Präsident Tresi Roca hat in den vergangenen Tagen ein Schreiben eines ehemaligen verdienten Mitglieds erreicht, der den Kontakt zum SCZ nie hat abreissen lassen, auch wenn er seit Jahrzehnten „ennet des Teichs“ wohnt.

holiday greetings„Tief aus den Florida Everglades, wo in diesen magischen Nächten allerlei Komisches vor sich geht (zum Beispiel wird der Samichlaus in einem Kanu herumgefahren, gesteuert von einem Alligator!), wünschen wir Dir und Deinen Lieben und dem Sportclub Zollike EIN FROHES, FRIEDVOLLES UND GESEGNETES WEIHNACHTSFEST, ALLES GUTE IM NEUEN JAHR, GESUNDHEIT, GLÜCK, ERFOLG UND ZUFRIEDENHEIT … UND VOR ALLEM AUCH VIELE TORE UND ERFOLG IM TSCHUTTEN!“

schrieb Robert Willimann, die gute Seele des SCZ in den 1970er-Jahren.

In der Vereinschronik zum 50-Jahr-Jubiläum im Herbst 2010 hatte sich Röbi Willimann, den der spätere SCZ-Präsident Hans Wagner als sein grosses Vorbild bezeichnet, in einem Interview an seine Zeit beim SCZ erinnert. „Für mich war eigentlich meine ganze Zeit beim SCZ ein einziger Höhepunkt“, sagte er. Der 1947 in Genf geborene Willimann trat 1970 während seines Studiums an der ETH in den SCZ ein. Sieben Jahre lang war er im Fanionteam in der 3. Liga aktiv, meist als Libero oder Mittelfeldspieler. Bald erklärte er sich auch bereit, Spiko, Juniorenobmann und Vizepräsident zu werden. Gleichzeitig war er Trainer diverser Juniorenteams.

Im Sommer 1979 wurde Willimann zum SCZ-Ehrenmitglied gewählt – und kehrte der Schweiz den Rücken. Eigentlich wollte er bloss ein Jahr per Autostopp durch die USA, Kanada und Mittelamerika reisen und dann zurückkehren. Doch in Mexiko verliebte er sich – und blieb in Übersee, wo er jahrzehntelang als Tour-Operator Ausflüge für Kreuzfahrttouristen organisierte. Trotz der grossen Distanz blieb für ihn immer klar: „Der Sportclub war meine Familie – das vergisst man nie!“ (dbü)