Der Spitzenkampf zwischen der 1. Mannschaft und Witikon endet 1:1

In einem spannenden und hart umkämpften Spiel trennen sich der Tabellenführer SC Zollikon und der FC Witikon 1:1 unentschieden.

Von Albert Gubler

Die grosszügig gezählten 120 Zuschauer auf der Sportanlage in Witikon bedeuteten Saisonrekord. In der ersten Halbzeit sahen sie ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen klaren Torchancen. Witikon ging in der 23. Minute durch Deléchat in Führung, der einen hohen Ball hinter die Zolliker Abwehr souverän verwertete. Nach dem Rückstand zogen sich die Stadtzürcher ein wenig mehr zurück und liessen den Gästen mehr Raum. Die Kombinationen des SCZ scheiterten jedoch mehrmals beim letzten Pass oder am schwachen Abschluss. In der Schlussminute vor der Pause jedoch gelang dem Tabellenführer der Ausgleich. Mittelstürmer Yves Rämi legte eine Flanke von Sandro Camichel auf Sebastian Beisel ab, der aus fünf Metern eiskalt vollstreckte.

Der FC Witikon kam deutlich stärker aus der Pause. Zuerst scheiterten die Stadtzürcher mit einem Schlenzer an der Latte, bevor Christian Stengele einen Kopfball aus kurzer Distanz mit einem Fallrückzieher von der Linie schlug. Torwart Guy Rämi rettete in einer 1-gegen-1-Situation stark gegen den Witiker Stürmer. Darauf folgte die beste Phase des SC Zollikon. Der stets gefährliche Andrea Schärer schob den Ball nach einem tollen Solo nur knapp am Tor vorbei. Ein Freistoss von Marko Dugandzic wurde im Regen gefährlich, als der Torhüter den Ball nicht festhalten konnte und er auf die Torlinie prallte. In den letzten zwanzig Minuten entwickelte sich ein erneuter Schlagabtausch. Witikon traf mit einem Distanzschuss aus 25 Metern die Lattenoberkante, während die Zolliker Angriffe immer beim letzten Pass verpufften. So endete der Spitzenkampf nach 90 Minuten mit einem 1:1 Unentschieden.

Im Gegensatz zum Spiel gegen Unterstrass, als man eher von zwei verlorenen Punkten sprach, gelang der 1. Mannschaft in Witikon ein wichtiger Punktgewinn. Gegen einen starken Gegner war man in der Vorwärtsbewegung immer wieder gefährlich, auch wenn beim letzten Pass und beim Abschluss die Überzeugung fehlte. In der Defensive zeigte man ungewohnte Abstimmungsprobleme, die vom Gegner beinahe ausgenutzt wurden. Mit der Tabellenführung im Rücken reist die 1. Mannschaft nächsten Sonntag zum FC Männedorf.

 

Telegramm:

Sportanlage Looren (Zürich Witikon), 120 Zuschauer.

Tore: 23. Deléchat 1:0. 45. Beisel 1:1

SCZ: G. Rämi; C. Bühlmann, T. Hermida (75. Oettli), Girod, Stengele; Beisel (83. F. Hermida), Dugandzic, M. Felder; Camichel, Y. Rämi (60. F. Bühlmann), A. Schärer

FCW: Pfenninger; Nutt, M. Capeder, Wieland, Oertle, Oberholzer, Baumann, Genoud, (88. Brägger), Luks, Aeschbacher, Deléchat, (79. Battistuzzi)

Bemerkungen: Gelbe Karten gegen T. Hermida (Ballwegschlagen) und Dugandzic (Foulspiel). SCZ ohne Azarnait, Winkler, Hugentobler, Gubler (alle verletzt), B. Niederhauser, Lionzo (2. Mannschaft) sowie  Burger, Martin und A. Felder (abwesend). Beim SCZ nicht eingesetzt: Ersatzgoalie Eichin, M. Schärer, Y. Müller.

 

Die erste Mannschaft gewinnt gegen den FC Wallisellen mit 6:0

Der SC Zollikon gewinnt gegen den FC Wallisellen ungefährdet mit 6:0 und übernimmt wieder die Tabellenspitze der Gruppe 3 in der 3. Liga.

Von Albert Gubler

Bereits nach neun Minuten erzielte Captain Matteo Felder mit einem Schlenzer das aus rund 18 Metern das 1:0. Im Gegenzug gelang dem FC Wallisellen beinahe der Ausgleich. Enis Murati traf mit einem Schuss aus zwölf Metern nur das Aussennetz. Danach bekam der SC Zollikon die Partie immer besser in Griff, ohne zu nennenswerten Chancen zu kommen. Dies änderte sich nach 24 Minuten, als der stets präsente Marco Schärer wunderbar freigespielt wurde. Sein Abschuss wurde vom Torhüter Müller abgewehrt, jedoch prallte der Ball an den mitgelaufenen Innenverteidiger und von dessen Beinen ins Tor. Zehn Minuten später reihte sich Marco Schärer selbst unter die Torschützen, als er eine sehenswerte Kombination über Matteo Felder, Marko Dugandzic und Andrea Schärer cool abschloss.

Mehr Torchancen in der zweiten Halbzeit

Nach der Pause kontrollierte der SC Zollikon das Spiel. Andrea Schärer traf zuerst mit einem Distanzschuss die Latte, bevor er nach einem tollen Steilpass des eingewechselten Fernando Hermida mit einem Chip das 4:0 erzielte. Hermida versuchte es Minuten später mit einem Lob aus 40 Metern und hatte viel Pech, als der Ball vom Boden an die Latte sprang. In der 83. Minute erhöhte Andrea Schärer auf 5:0. Nach einem Pass von Marko Dugandzic scheiterte er erst am Torwart, doch der Abpraller sprang wieder an das Bein eines Walliseller Verteidigers und von dort vor die Füsse des einschussbereiten Flügels.

Nur eine Minute später setzte sich Sandro Camichel am linken Flügel sehenswert gegen mehrere Gegenspieler durch. Sein Schlenzer strich jedoch Zentimeter am rechten Torwinkel vorbei. Den Schlusspunkt setzte in der 92. Minute Fernando Hermida, der eine genaue Flanke von Christian Stengele akrobatisch mit einer Direktabnahme verwertete.

Dem SC Zollikon gelang gegen den FC Wallisellen eine abgeklärte Leistung. Zu keinem Zeitpunkt war der Sieg in Gefahr und offensiv zeigte man sich im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert. Mit dem Sieg übernahm die 1. Mannschaft nun wieder die Tabellenführung. Nächsten Sonntag kommt es um 16 Uhr in Witikon zum Duell mit dem Tabellenzweiten.

Schlechte Nachrichten gab es jedoch vom Lazarett. Michael Hugentobler zog sich zum zweiten Mal innert eines Jahres einen Kreuzband- und Meniskusriss zu. Der  Flügelspieler, für seine Schnelligkeit und Chips bekannt, wird der ersten Mannschaft erneut lange fehlen. Die ganze SCZ-Familie wünscht ihm eine gute Besserung!

 

Telegramm

SC Zollikon 1 – FC Wallisellen 2   6:0 (3:0).

Sportplatz Riet, 40 Zuschauer.

Tore: 9. M. Felder 1:0. 24. Yalcinkaya (Eigentor) 2:0. 33. M. Schärer 3:0. 71. A. Schärer 4:0. 83. A. Schärer 5:0. 92. F. Hermida 6:0.

SCZ: Eichin; C. Bühlmann (44. Lionzo), T. Hermida, Girod, Stengele; Oettli (46. F. Bühlmann) M. Felder; Camichel, Dugandzic, A. Schärer; M. Schärer (63. F. Hermida)

FCW: M. Müller; Horisberger (79. Fiorito), Frauenknecht, Yalcinkaya (29. L. Murati), Glaser (21. Rindlisbacher); Jabbes, Celik, Weiss, T. Müller, Loppacher; E. Murati

Bemerkungen: SCZ ohne Azarnait, Winkler, Hugentobler, Gubler (alle verletzt), B. Niederhauser (2. Mannschaft), sowie  Beisel, Burger, Martin und A. Felder (abwesend). Beim SCZ nicht eingesetzt: Ersatzgoalie G.Rämi, Y.Rämi.

Die 1. Mannschaft lässt gegen Unterstrass unnötig Punkte liegen

Der FC Unterstrass und der SC Zollikon haben sich am Samstagabend 1:1-Unentschieden getrennt. Die Gäste hatten mehr vom Spiel, verpassten es aber den entscheidenden zweiten Treffer zu erzielen.

Von Albert Gubler

Die zahlreichen Zuschauer auf dem Stadtzürcher Fussballplatz Steinkluppe sahen eine ereignislose erste halbe Stunde, bis die Gäste aus Zollikon mit einem zügig vorgetragenen Angriff die Führung erzielten. Captain Matteo Felder trieb den Ball durchs Mittelfeld und spielte links nach aussen zu Sandro Camichel, der präzise in die Mitte flankte. Der erste Abschluss von Yves Rämi wurde vom Torhüter stark pariert, doch beim zweiten Versuch traf der Zolliker Mittelfeldspieler sicher per Kopfball.

Mit der Führung im Rücken kam Zollikon besser ins Spiel. Andrea Schärer schoss aus zehn Metern knapp daneben und Stürmer Marco Schärer traf mit einem Weitschuss nur den Pfosten.

Enttäuschung über zwei verlorene Punkte

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam der Heimklub zum Ausgleich. Die Zolliker wollten einen Konter ansetzen, als ihnen an der Mittellinie ein Fehlpass unterlief. Robert Hüsser nahm den Ball 25 Meter vor dem Tor an und erzielte mit einem herrlichen Schuss ins Lattenkreuz das 1:1. Der Gegentreffer so kurz vor dem Pausentee war ein herber Dämpfer für den SCZ.

In der zweiten Halbzeit zeigten sich die Zolliker sichtlich bemüht, wieder in Führung zu gehen. Doch trotz einem deutlichen Chancenplus wollte das zweite Tor nicht fallen. Andrea Schärer scheiterte mit einem Volley aus kurzer Distanz am gegnerischen Torwart, der eingewechselte Sebastian Beisel liess eine Kopfballchance aus. Mehrere Distanzschüsse flogen knapp über das gegnerische Gehäuse. Guy Rämi im Zolliker Tor musste nur einmal bei einem Konter eingreifen, als er in einer 1-gegen-1-Situation zur Ecke abwehren konnte. Nach dem Schlusspfiff war der 1. Mannschaft des SCZ die Enttäuschung über die zwei verlorenen Punkte anzusehen.

Nach einer eher schwächeren ersten Hälfte hatte sich der SCZ in der zweiten Halbzeit verbessert gezeigt, ohne jedoch vor dem Tor zu reüssieren. Somit blieb die Mannschaft auch im zweiten Spiel als Spitzenreiter sieglos und musste die Spitzenposition wieder abtreten. Nächste Woche gastiert der Tabellenletzte FC Wallisellen auf dem Riet, bevor der SCZ zum Spiel gegen den neuen Tabellenführer in die Stadt Zürich zum FC Witikon reist.

 

Telegramm

FC Unterstrass – SC Zollikon 1:1 (1:1).

Steinkluppe, 60 Zuschauer.

Tore: 31. Y. Rämi 0:1. 45(+2). Hüsser 1:1.

FCU: Walter; Dagli, M. Schacher, D. Schacher, Adler; Fusco, Mang, Fischer, Acar, Paramananthan; Hüsser (66. Hasan).

SCZ: G. Rämi; C. Bühlmann (84. F. Hermida), Stengele, Girod, Oettli; M. Felder, M. Dugandzic (62. Beisel); Camichel, Y. Rämi, A. Schärer; M. Schärer (55. F. Bühlmann).

Bemerkungen: SCZ ohne Martin (gesperrt), Azarnait, Gubler, Hugentobler, Winkler (alle verletzt) sowie Burger, Eichin und A. Felder (alle abwesend). Beim SCZ nicht eingesetzt: Ersatzgoalie B. Niederhauser, T. Hermida, Lionzo.

3:2 in Stäfa: Das „Drü“ holt den ersten Sieg seit Monaten

Die dritte Mannschaft des SCZ gewinnt gegen Stäfa mit 3:2. Zwei Tore in den letzten Minuten sind die Belohnung für einen aufopfernden Kampf.

Von Oliver Aeschimann

Hektisch waren Anreise und Anfangsphase im Zolliker Spiel gleichermassen gewesen. Einige spontane Absenzen, zu wenige Autos und ein kurzes Aufwärmen führten dazu, dass das erstmals praktizierte 4-1-2-3-System nicht sofort funktionierte und die Mannschaft schon nach neun Minuten in Rückstand lag. Doch auf dem kleinen Kunstrasen sollte die unorthodoxe Aufstellung bald Früchte tragen. Durch das immense Pressing gelang es den Zolliker Offensivspielern immer wieder die technisch überlegenen Gastgeber zu Fehlern zu zwingen. Als in der 41. Minute Mittelstürmer Marc Hofstetter den gegnerischen Innenverteidiger hartnäckig unter Druck setzte, führte dies zu einem Eigentor und der Sportclub wurde mit dem verdienten Ausgleich belohnt.

Doch postwendend und im dümmsten Augenblick kurz vor der Pause musste der SCZ einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Stäfa hatte einen Konterangriff souverän ausgespielt, Stellungsspiel und Zuordnung waren in der Defensive der Seebuben mangelhaft gewesen.

Wechsel und Glück

In der Pause übernahm Colin Wright den Platz von Peter Schawalder im Tor des Sportclubs. Beide Spieler zeigten sowohl als Keeper wie auch als Feldspieler eine tadellose Leistung. Doch die Seebuben benötigten kurz nach dem Seitenwechsel auch Glück um die einzige nennenswerte Offensivaktion der Stäfener im zweiten Durchgang unbeschadet zu überstehen.

Nach einem Flügellauf mit anschliessender Flanke hätte der Stürmer des Heimteams den Ball bloss noch mit dem Kopf ins leere Tor befördern müssen. Da er sich aber für einen Abschluss mit der Brust entschied, gelang es Captain Cedric Hofstetter das Leder in extremis weg zu schlagen.

Sieg erzwungen

Anschliessend setzte der Sportclub die Heimequipe konsequent unter Druck und hätte sich die nervenaufreibende Schlussphase ersparen können. Davide Giampa verzog alleine vor dem Tor nur knapp und Mittelfeldspieler Vincent O’Hora, welcher eine starke Partie ablieferte, setzte einen Freistoss ans Lattenkreuz. Als der Ball dann trotzdem im Netz vom FCS lag, wurde das Tor wegen eines angeblichen Offsides aberkannt.

Durch die Einwechslungen von Luka Demsar und Giorgio Taparelli bewies Spielertrainer Tarik Azarnait (er hatte sich selbstlos nicht aufgestellt um seinen Spielern mehr Einsatzzeit zu geben) ein goldenes Händchen: Taparelli brachte neuen Schwung auf der Aussenbahn und Luka Demsar erzielte in der 85. Minute sein erstes Tor für den Sportclub. Nach schöner Vorarbeit von Giampa, sah Andrin Eichin seinen Schuss noch auf der Torlinie abgewehrt, doch Demsar war zur Stelle und drosch das Leder humorlos in die Maschen. Beflügelt durch den Treffer drängte der SCZ auf den Sieg. Peter Schawalder fasste sich während eines schnell vorgetragenen Angriffs ans Herz und überlistete den gegnerischen Torwart mit einem herrlichen Heber aus vierzig Metern.

Rosige Aussichten

Nach der Führung verteidigten die Seebuben geschickt und liessen sich den ersten Saisonsieg nicht mehr nehmen. Die drei Punkte waren durchaus verdient, kämpferisch waren die Zolliker den Verena-Städtern zu krass überlegen gewesen. Eine solidarische Mannschaftsleistung hatte über technisch versiertere Einzelkönner triumphiert.

Die unglaublich gute Stimmung im Team, zwei Trainer die mit ganzem Herzblut dabei sind und lernwillige Spieler, welche in kurzer Zeit grosse Fortschritte erzielt haben, machen das „Drü“ zu etwas Besonderem und lassen auf eine erfolgreichere Saison als die zurückliegende hoffen.

 

Telegramm

FC Stäfa III – SC Zollikon III 2:3 (2:1).

Frohberg, 30 Zuschauer.

Tore: 9. 1:0. 41. Eigentor 1:1. 43. 2:1. 85. Demsar 2:2. 89. Schawalder 2:3.

SCZ: Schawalder; Witzig, Aeschimann, C. Hofstetter, Peralta; O’Hora; Eichin, Giampa; Hugentobler, M. Hofstetter, Wright .

Bemerkungen: 75. Lattenschuss O’Hora. 72. Tor vom SCZ wegen Offside nicht gegeben. 45. Wright ersetzt Schawalder im Tor. Keine Verwarnungen. Beim SCZ nicht eingesetzt: T. Azarnait. Beim SCZ eingewechselte Spieler: Demsar, Taparelli.

Die 1. Mannschaft besiegt Höngg trotz zwei verschossenen Penalties

Gegen den SV Höngg genügt dem Zolliker 3.-Liga-Team eine abgeklärte, aber wenig berauschende Leistung zum fünften Sieg im sechsten Meisterschaftsspiel. Tomas Hermida und Marko Dugandzic verschiessen jeweils einen Elfmeter, die Tore zum 2:0-Sieg erzielen Andrea Schärer und Fernando Hermida.

Von Dennis Bühler (Text und Bilder)

 

Verschoss einen Elfmeter, spielte ansonsten aber wie seine Mitspieler ordentlich: Der im Sommer vom FC Seefeld aufs Riet gewechselte Marko Dugandzic.

Nach etwas mehr als einem Viertel der Saison ist der Sportclub Zollikon auf Kurs: Dank des fünften Sieges im sechsten Meisterschaftsspiel hat er die Tabellenspitze der Gruppe 3 der 3. Liga wieder übernommen. Besonders positiv war, dass er zum vierten Mal kein Gegentor kassierte. Die Abwehr der Zolliker um Goalie Guy Rämi, der unter der Woche bei der 2:3-Niederlage in Kloten nicht zum Einsatz gekommen war, entwickelt sich immer mehr zum Prunkstück der Mannschaft. Gegen Höngg tat sich der Gastgeber auf dem Fussballplatz Riet anfänglich schwer, gewann letztlich aber souverän und verdient 2:0.

Einzig in der ersten halben Stunde konnten die Stadtzürcher Gäste der Zolliker Mannschaft Paroli bieten. Das Spiel war ausgeglichen und fand zumeist zwischen den Strafräumen statt, klare Torchancen konnten sich weder der Sportclub Zollikon noch der SV Höngg erspielen. Nur einmal musste SCZ-Goalie Guy Rämi eingreifen: In der 15. Minute wehrte er im Anschluss an einen Freistossheber in den Strafraum einen Kopfball aus kurzer Distanz mit gutem Reflex ab.

Organisierte die Zolliker Defensive einmal mehr tadellos: Innenverteidiger Nicolas Girod.Fünf Minuten vor der Halbzeitpause wurde SCZ-Stürmer Marco Schärer steil lanciert, verpasste jedoch den idealen Moment zur Schussabgabe. Der gute Höngger Goalie Novem Baumann wehrte den Ball nach vorne zu Sebastian Beisel ab, der sogleich schoss. Der Ball prallte an die Hand eines Stadtzürcher Verteidigers, und der gute Schiedsrichter entschied zu Recht auf Elfmeter. Baumann parierte den schlecht getretenen Penalty von Tomas Hermida allerdings, weshalb es mit einem 0:0-Unentschieden in die Pause ging.

Einwechselspieler sorgen für Entscheidung

Zeigte trotz enger Bewachung durch mehrere Gegenspieler eine sehr gute Partie: Der eingewechselte Federico Bühlmann, der bis vor wenigen Monaten noch bei den A-Junioren gespielt hatte.In der 50. Minute spielte Yves Rämi auf die Seite zu Marco Schärer, und der passte quer durch den Strafraum zu seinem jüngeren Bruder Andrea. Der Flügelspieler traf aus kurzer Distanz zum 1:0. Zwanzig Minuten später erhielt der Höngger Verteidiger Viktor Zehnder nach einem Notbremsefoul an Andrea Schärer die rote Karte. Der Platzverweis war folgerichtig, für die Gäste aber dennoch unglücklich, weil der Zolliker Flügelspieler aus einer Offsideposition gestartet war. Der SCZ nutzte indes auch seine zweite Penaltychance nicht: Marko Dugandzic, der sich den Ball selbstbewusst geschnappt hatte, drosch ihn weit am Höngger Tor vorbei.

Wenige Minuten vor Schluss sorgte Fernando Hermida nach der schönsten Kombination des Spiels, an der ausschliesslich eingewechselte Spieler beteiligt waren, für die Entscheidung: Der umtriebige Federico Bühlmann hatte sich am Flügel durchgesetzt und schön zurückgelegt auf Sandro Camichel, der einen Verteidiger aussteigen liess und quer passte zu Hermida. Der 34-jährige Spanier brauchte nur noch ins leere Tor einzuschieben.

Mit Unterstrass wartet ein harter Brocken

Lautstarke Unterstützung: Verletzte Spieler der 1. Mannschaft und Fans machten aus erhöhter Position Stimmung für den SCZ.Die nächste Partie trägt das Zolliker Fanionteam für einmal nicht am Sonntag, sondern bereits am Samstag aus. Um 17.15 Uhr trifft es auswärts auf den FC Unterstrass. Die Stadtzürcher Quartiermannschaft ist im Sommer nach vielen Jahren in der regionalen 2. Liga abgestiegen. Am vergangenen Wochenende verlor sie gegen den FC Witikon 0:1, weshalb sie in der Tabelle mit zehn Punkten aus sechs Spielen als fünftklassiertes Team nun etwas den Anschluss verloren hat. Diese Niederlage sollte aber keinesfalls über die fraglos vorhandene Qualität hinweg täuschen. Auch die Motivation der Untersträssler dürfte ungebrochen sein: Wollen sie im kommenden Juni den anvisierten sofortigen Wiederaufstieg feiern, können sie sich gegen den SC Zollikon keine weitere Niederlage leisten.

 

Telegramm

SC Zollikon – SV Höngg 2:0 (0:0).

Riet, 50 Zuschauer.

Tore: 50. A. Schärer 1:0. 82. F. Hermida 2:0.

SCZ: G. Rämi; Martin, T. Hermida, Girod, Stengele; Beisel, M. Felder; A. Schärer, Y. Rämi (79. F. Hermida), Dugandzic (75. Camichel); M. Schärer (59. F. Bühlmann).

Bemerkungen: 40. Höngg-Goalie pariert Elfmeter von T. Hermida. 69. Dugandzic schiesst Elfmeter neben das Tor. Gelbe Karten gegen Dugandzic und Martin (beide wegen Foulspiels). Beim SCZ nicht eingesetzt: C. Bühlmann, Lionzo, Oettli und Ersatzgoalie Eichin. SCZ ohne Azarnait, A. Felder, Gubler und Winkler (alle verletzt) sowie Burger und Niederhauser (beide abwesend).

2:3 in Kloten: Die 1. Mannschaft verliert erstmals in dieser Saison

Nach nur vier Tagen an der Tabellenspitze findet sich die 1.Mannschaft erneut in  der Rolle des Jägers wieder. Der SC Zollikon verliert den mit Spannung erwarteten Spitzenkampf gegen den FC Kloten nach einer 2:0-Führung mit 2:3.

Von Albert Gubler

Der FCK begann das Spiel deutlich aggressiver. In den ersten fünf Minuten tauchten Spieler des Gastgebers gleich mehrmals gefährlich vor dem Zolliker Strafraum auf. Die zwei gefährlichsten Abschlüsse flogen aber über das Gästetor.

Mit dem ersten Angriff für den SC Zollikon brachte Yves Rämi auf der rechten Seite Andrea Schärer ins Spiel, der nach einem temporeichen Dribbling mustergültig auf Marco Schärer flankte. Der ältere der beiden Brüder vollendete cool mit dem Kopf zum 1:0. Die Gäste kontrollierten nun das Spiel. Zehn Minuten später erzielte Marco Schärer sogar ein zweites Kopfballtor, welches wegen Abseits jedoch aberkannt wurde. In der 32. Minute erhöhte Captain Matteo Felder zum 2:0. Er hatte den Angriff selbst eingeleitet, erhielt dann den Ball von Andrea Schärer im Strafraum zurück und lupfte den Ball elegant über das Bein des Klotener Torhüters.

Entscheidung zwei Minuten vor Schluss

Nach dem Seitenwechsel sahen die zahlreichen Zuschauer das umgekehrte Bild. Zollikon kam zu einigen Abschlüssen, ohne jedoch das Klotener Tor zu gefährden. In der 58. Minute fiel dann der Anschlusstreffer: Nach einer gefährlichen Flanke zur Mitte verpasste Mauro Eichin den Ball und Innenverteidiger Nicolas Girod lenkte ihn unglücklich ins eigene Tor. Mit diesem Treffer kam Kloten immer besser ins Spiel.

Mauro Eichin klärte nach 70 Minuten einen weiten Ball akrobatisch mit dem Kopf. Doch in der 80. Minute erzielte Kloten nach einem Eckball mit einem präzisen Kopfball in die rechte Ecke das 2:2. Danach drängten beide Mannschaften auf den Sieg. Sascha Martin vereitelte die beste Chance der Klotener in extremis auf der Torlinie. Doch zwei Minuten vor Schluss konterte der FC Kloten nach einem Einwurf in der eigenen Hälfte die Zolliker Hintermannschaft aus. Meyke erzielte mit einem gezielten Schuss das vom Gastgeber umjubelte 3:2.

Grosse Fanunterstützung

Gegen Kloten zeigte der SC Zollikon in der ersten Halbzeit eine abgeklärte Leistung. Nach der Pause baute die Mannschaft jedoch stetig ab. In den letzten 20 Minuten wurden kaum mehr Angriffe konsequent zu Ende gespielt, während der Gegner nach dem Anschlusstreffer immer stärker wurde. Dass der SCZ letztendlich nicht an einem Punkt festhalten konnte, ist ärgerlich. Aber schon in übermorgen Sonntag bietet sich der 1. Mannschaft die Gelegenheit, den letzten etwas weniger guten Eindruck im Heimspiel gegen den SV Höngg zu korrigieren.

Ein besonderer Dank geht an die zahlreichen mitgereisten Anhängern, die die Mannschaft nach vorne trieben und bis weit nach Spielende unterstützten.

 

Telegramm

FC Kloten – SC Zollikon 3:2 (0:2).

Stighag, 60 Zuschauer.

Tore: 9. M. Schärer 0:1. 32. M. Felder 0:2. 58. Girod (E) 1:2. 79. Muff 2:2. 89. Meyke 3:2.

FCK: Baumgartner; Lapetina, El Nashar, Poulton, Markovic: Haljimi, Gerber, Mazzota (83. Meyke), Neziri; F. Di Canio (42. Karacaoglu), Muff (92. R. Di Canio).

SCZ: M. Eichin; Martin, Stengele, Girod, Azarnait (42. Oettli); M. Felder, Beisel; M. Dugandzic, Y. Rämi (74. Lionzo), A. Schärer; M. Schärer (60. F. Bühlmann).

Bemerkungen: Gelbe Karten gegen Y. Rämi, Martin und Oettli (alle Foulspiel). SCZ ohne A. Felder, Winkler, Gubler (alle verletzt), T. Hermida und C. Bühlmann (rekonvaleszent) sowie Burger und Niederhauser (abwesend). Beim SCZ nicht eingesetzt: Ersatzgoalie G. Rämi, F. Hermida, Camichel, Hugentobler.

Die 1. Mannschaft gewinnt ihr 4. Saisonspiel: 6:0 in Fällanden

Das 3.-Liga-Spiel zwischen dem FC Fällanden und dem SC Zollikon endet mit einem diskussionslosen 6:0-Sieg der Zolliker.  Schon zur Halbzeit war die einseitige Partie entschieden. Neu liegt der SCZ mit zwölf Punkten aus den ersten vier Spielen an der Tabellenspitze.

Von Albert Gubler

Schon nach 10 Minuten fiel das erste Tor für die Gäste. Albert Gubler nahm den Ball auf der rechten Seite mit und flankte scharf zur Mitte, wo Marko Dugandzic und Andrea Schärer einschussbereit in Position liefen. Schlussendlich war es jedoch ein Fällander Innenverteidiger, der den Ball unhaltbar zum 0:1 ins Tor ablenkte.

Nur zwei Minuten später erhöhten die Zolliker bei einem schnellen Gegenangriff auf 2:0. Marko Dugandzic verwertete einen sehenswerten Steilpass von Sebastian Beisel sicher. Beim 3:0 zugunsten der Zolliker in der 23. Minute war Dugandzic wieder beteiligt. Sein Freistoss wurde vom Fällander Torhüter genau vor die Füsse von Matteo Felder abgewehrt, der mit dem Nachschuss keine Mühe hatte.

Dugandzic überragend bis zu seiner Auswechslung

Mit der sicheren Führung im Rücken liess Zollikon Fällanden etwas ins Spiel kommen. Jedoch blieb die einzig nennenswerte Aktion der Gastgeber während ihrer kurzen Druckphase ein Weitschuss, den SCZ-Goalie Mauro Eichin sicher parierte. In der 32. Minute schalteten die Gäste nach einer Standardsituation für Fällanden erneut zügig um. Yves Rämi spielte nach aussen zu Andrea Schärer, der sich auf der rechten Seite durchsetzte. Seinen Pass in den Strafraum verwertete erneut Dugandzic mit einem Schlenzer in den Winkel.

Der überragende Neuzugang wurde aufgrund von Übelkeit in der Pause ausgewechselt. In der zweiten Halbzeit liess der SCZ keine Chancen des Gegners zu und kontrollierte das Spielgeschehen sicher. Matteo Felder und der eingewechselte Federico Bühlmann liessen sogar einige Chancen aus.

Zum dritten Mal in Folge zu null gespielt

Bei dieser Aufnahme waren sie noch A-Junioren, jetzt kamen in Fällanden gleich drei von ihnen in der 1. Mannschaft zum Einsatz: Goalie Mauro Eichin, der eingewechselte Torschütze Rico Bühlmann und Verteidiger Sebastian Oettli mit Joris Verweij (von links).In der 85. Minute drosch Sascha Martin einen Freistoss meterweit über das hinter dem Tor postierte Gitter. Jedoch hatte der Schiedsrichter das Spiel noch nicht freigegeben. Er erhielt für das zu frühe Ausführen die gelbe Karte und eine zweite Chance. Dieses Mal versuchte es der Aussenverteidiger mit einem Schlenzer, den er prompt über die Mauer und ins Eck hob. Für den Schlusspunkt sorgten die zwei jüngsten Feldspieler: Der starke Sebastian Oettli lupfte den Ball herrlich in den Lauf von Federico Bühlmann, der ihn überlegt zum 6:0-Endstand über den Torwart hob.

Insgesamt zeigte der SC Zollikon auch im vierten Saisonspiel eine sehr solide Leistung. Zum dritten Mal in Folge spielte man zu null und besonders bei der Chancenverwertung sowie bei Standardsituationen zeigte man sich stark verbessert. Einziger Wermutstropfen waren die unnötigen gelben Karten, die zu weiteren vier Strafpunkten führten. Nun hat die 1. Mannschaft zum ersten Mal in dieser Saison die Tabellenspitze übernommen. Als einzige Mannschaft hat sie alle ihre vier bisherigen Spiele für sich entscheiden können, und dies mit einem Torverhältnis von 16:1. Übermorgen Donnerstag und am kommenden Sonntag warten jedoch mit Kloten (auswärts) und Höngg (zuhause) zwei ebenfalls noch ungeschlagene Mannschaften auf den SCZ.

 

Telegramm

FC Fällanden – SC Zollikon 0:6 (0:4).

Neue Glattwis, 50 Zuschauer.

Tore: 10. Eigentor 0:1. 12. Dugandzic 0:2. 23. M. Felder 0:3. 32. Dugandzic 0:4. 85. Martin 0:5. 89. F. Bühlmann 0:6.

FCF: Zürcher; Shumoli, Herth, Lima, Grüter; Krasniqi, Golay, Häusler, Kunzelmann; Iski, Frangi.

SCZ: Eichin: Martin, Stengele, Girod, Oettli; M. Felder, Beisel (63. Azarnait); M. Dugandzic (45. Camichel), Y. Rämi, A. Schärer; Gubler (51. F. Bühlmann).

Bemerkungen: Gelbe Karten gegen Gubler und M. Felder (beide Foulspiel), Martin (Freistoss zu früh ausgeführt) und A. Schärer (Schwalbe). SCZ ohne C. Bühlmann, A. Felder, Winkler (alle verletzt), Lionzo (2. Mannschaft), Hugentobler (3. Mannschaft) sowie Burger und G.Rämi (abwesend). Beim SCZ nicht eingesetzt: Ersatzgoalie Niederhauser, T. Hermida, F. Hermida, M. Schärer.

Die 1. Mannschaft entscheidet das Duell mit Egg in der Schlussphase

Im Duell zwischen dem SC Zollikon und dem FC Egg gewinnt der Heimklub mit 2:0. Die Tore im stets knappen Duell fallen erst in den Schlussminuten. Der SC Zollikon wollte nach zwei Siegen in den ersten beiden Spielen der Saison seine positive Serie fortsetzen, während der FC Egg auf dem Riet den ersten Saisonsieg erzielen wollte.

Von Albert Gubler

In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer ereignislose erste zwanzig Minuten, bis die Heimmannschaft langsam das Zepter an sich riss. Nach einer sehenswerten Kombination von Sebastian Oettli über Matteo Felder, Yves Rämi und Andrea Schärer scheiterte Marco Schärer mit einem Flachschuss am Egger Torhüter Gantenbein.

Kurz danach schoss Mittelfeldspieler Yves Rämi eine sehenswerte Direktabnahme an den Pfosten, den zurückspringenden Nachschuss setzte er knapp daneben. Die letzte Chance vor dem Halbzeitpfiff hatte Nicolas Girod, dessen Lupfer vom Torwart an den Pfosten gelenkt wurde. Der Innenverteidiger, der eine starke Partie zeigte, tauchte in der ersten Halbzeit häufiger im gegnerischen Strafraum auf und legte einen seltenen Offensivdrang an den Tag.

Entscheidung in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel kam der FC Egg stärker in Spiel. Zweimal wurde es vor dem Heimtor gefährlich. Eine gefährliche Hereingabe fand im Zolliker Strafraum keinen Abnehmer. Der SCZ nahm nach diesem kurzen Dämpfer das Heft wieder in die Hand. Der Egger Torwart Christian Gantenbein hielt mehrere Distanzschüsse sicher fest und reagierte dann gegen Matteo Felder stark. Der Zolliker Captain hatte sich bei einem Eckball gleich zweimal gegen die gegnerische Abwehr durchgesetzt. Erst in der 80. Minute wurde der Bann gebrochen. Der eingewechselte Albert Gubler nahm dem gegnerischen Innenverteidiger in Strafraumnähe den Ball weg. Beim Schuss aus 20 Metern profitierte er von einem Ausrutscher des bisher fehlerlosen Goalies und traf in die linke untere Ecke.

In der Schlussphase erhöhte der FC Egg noch einmal den Druck, kam jedoch nicht mehr zu zwingenden Chancen. Die nächste Gelegenheit schoss erneut Gubler nach einer schönen Vorlage des ebenfalls eingewechselten Renato Lionzo aus elf Metern über das Tor. Ein letzter Eckball, bei dem die Egger alles nach vorne warfen, blieb folgenlos für den SCZ. In der Nachspielzeit entwischte Lionzo den gegnerischen Verteidigern noch einmal und verwertete eiskalt zum 2:0.

Mangelnde Chancenverwertung beim SCZ

Der SCZ haderte wie schon öfters in diesem Jahr mit einer mangelnden Chancenverwertung. Bei besserer Ausführung hätte das Spiel schon früher in gewünschte Bahnen gelenkt werden können. Jedoch liess die Abwehr mit Nicolas Girod, Tomas Hermida, Sascha Martin und Sebastian Oettli wenige Torchancen zu und spielte zum zweiten Mal in Folge zu null.

Positiv ist auch die Breite des Kaders einzuschätzen, wurden doch beide Tore von Einwechselspielern erzielt. Diese Qualität wird besonders in den nächsten Wochen wichtig sein. Nächstes Wochenende hat der SCZ spielfrei, bevor es zu einer schweren englischen Woche mit Spielen gegen Fällanden (auswärts), Kloten (auswärts) und Höngg (zuhause) kommt.

 

Telegramm

SC Zollikon – FC Egg 2:0 (0:0).

Fussballplatz Riet, 100 Zuschauer.

Tore: 80. Gubler 1:0. 93. Lionzo 2:0.

SCZ: G. Rämi: Martin, T. Hermida, Girod, Oettli; M. Felder, Beisel; F. Bühlmann (73. Lionzo), Y. Rämi (70. F. Hermida), A. Schärer; M. Schärer (58. Gubler).

FCE: Gantenbein; Pfister, De Nard, Robert, Bühler; Hauser, Ziltener, Lehner (57. De Nisi), Pinto (Kümin); Santoro (74. Santoro), Müller.

Bemerkungen: Gelbe Karten gegen Martin, F. Hermida und Girod (alle Foulspiel). SCZ ohne Azarnait, C. Bühlmann, A. Felder, Winkler (alle verletzt), sowie Burger, Dugandzic, Hugentobler und Stengele (alle abwesend). Beim SCZ nicht eingesetzt: Ersatzgoalie Eichin.

 

Die 1. Mannschaft holt den zweiten Sieg im zweiten Spiel

Nach einem trägen Start setzt sich der SC Zollikon ungefährdet gegen ein schwaches Regensdorf durch. Sebastian Beisel und Matteo Felder treffen beim 4:0-Auswärtssieg je zwei Mal.

Von Ferry Hermida

Traf doppelt: Mittelfeld-Tank Sebastian Beisel (hier auf einem Foto im Spiel gegen Racing Club Zürich)Ungewohnt fehlerhaft startete der SC Zollikon in die Partie gegen den FC Regensdorf. Fehlzuspiele und dumme Ballverluste waren vor allem in den ersten zehn Minuten an der Tagesordnung. Guy Rämi musste daher zweimal vehement eingreifen, um sein Team im Spiel zu halten. Unkonzentriertheiten in der Defensive hatten den eher harmlosen Gegner in aussichtsreiche Abschlussposition gebracht.

Auch im Spiel nach vorne tat der SCZ sich vorerst schwer. Bei den eigenen Angriffen fehlte es häufig an Präzision und Durchschlagskraft.  Zwar ermöglichte es die gegnerische Defensive den Zollikern durch schlechtes Stellungsspiel immer wieder, Flankenläufe zu machen und in den Strafraum einzudringen, doch die darauf folgenden Hereingaben fanden entweder keine Abnehmer oder diesen fehlte der notwendige Wille im Abschluss.

Zu wenig Wucht im gegnerischen Strafraum

Gleich mehrere Male kamen die Gäste aus nächster Nähe zum Abschluss, doch die Wucht hinter den Schüssen liess zu wünschen übrig. Albert Gubler hatte die erste Möglichkeit nach einer Drehung im Strafraum. Nach der Parade des Keepers konnte der frei liegende Ball nicht ins Tor gedrückt werden. Gubler hatte nach einem Eckball erneut die Chance zur Führung, doch der Stürmer war wohl zu überrascht, als er drei Meter vor dem Tor praktisch angeschossen wurde und nur noch abzulenken brauchte.

Schon in der Vorwoche gegen den Racing Club waren die Zolliker im Abschluss zu wenig effizient.

Eine halbe Stunde plätscherte die Partie träge vor sich hin. Regensdorf hatte keine wirklichen Mittel, um ein gepflegtes Aufbauspiel aufzuziehen. Ohne Fehler der Zolliker kamen die Gastgeber gerade mal mit langen, jedoch unpräzisen Bällen in den Zolliker Strafraum, wo Rämi allerdings praktisch mühelos die Aktionen entschärfte. Der SCZ hingegen wurde in der Viertelstunde vor der Pause langsam wach. Immer, wenn das Tempo ein bisschen erhöht wurde, kam es zu gefährlichen Aktionen vor dem gegnerischen Tor. Nachdem sich Verteidiger Sascha Martin über den Flügel bis an die gegnerische Grundlinie gewagt hatte, donnerte Sebastian Beisel dessen Flanke aus zehn Metern ins Netz. Nach einer ähnlichen Aktion erhöhte der Mittelfeld-Tank mit dem Pausenpfiff auf 2:0. Diesmal hatte Sandro Camichel aufgelegt.

Ungefährdete zweite Halbzeit

Die beiden Tore vor der Pause liessen die Trainer-Ansprache in der Kabine etwas weniger heftig als erwartet ausfallen. Bemängelt wurde in erster Linie die fehlende Bereitschaft, das Spiel schneller zu machen und von einer Seite auf die andere zu verlagern. Ebenso verlangte man von der Mannschaft insgesamt mehr Engagement in der zweiten Halbzeit.

Bisher stimmen die Ergebnisse: Nach zwei Spieltagen sind die Zolliker ungeschlagen.Die Gastgeber versuchten nach dem Wiederanpfiff ihrerseits, die Zolliker gleich in der eigenen Platzhälfte zu stören. Dieses Experiment schlug allerdings bald fehl. Rämi und die Zolliker Verteidiger überspielten das Pressing der Regensdorfer mit halblangen Bällen. Und kamen diese Bälle mal nicht bei den eigenen Mitspielern an, so ermöglichten die gegnerischen Verteidiger mit technischen Mängeln den Zollikern immer wieder hochkarätige Chancen. Camichel luchste seinem Gegenspieler an der Mittellinie den Ball ab und setzte sofort Albert Gubler ein. Dieser leitete wiederum auf Andrea Schärer weiter, der bei seinem Lauf aufs gegnerische Tor ziemlich tölpelhaft durch ein Foul an der Strafraumgrenze gestoppt wurde.

Schiedsrichter Hartmann entschied auf Elfmeter und Matteo Felder legte sich den Ball zurecht. Sein Schuss wurde allerdings vom Torwart pariert, doch glücklicherweise liess der Schiedsrichter den Mittelfeldspieler zu einem zweiten Versuch antreten. Spieler des Heimteams hatten den Strafraum zu früh betreten. Mit dem anschliessenden Treffer war die Partie definitiv gelaufen. Die Gastgeber resignierten und fielen fortan vor allem durch harte Aktionen auf. Schärer und Camichel wurden gleich mehrmals unsanft von den Beinen geholt.

„Heute waren wir ein bisschen faul“

Federico Bühlmann setzte einen Schuss an die Latte, und die beiden Zolliker Aussenverteidiger fanden immer wieder Zeit, sich in den Angriff mit einzuschalten. So verpasste Christian Stengele nach seinem Flügellauf das Tor nur knapp. Im Schongang verwalteten die Zolliker schliesslich den Ball und das Resultat. Mit sporadischem Pressing auf die ballführenden Verteidiger kam man zudem ohne grossen Aufwand noch zu weiteren Torchancen. Der eingewechselte Renato Lionzo schnappte sich zwei Minuten vor Schluss das Leder und marschierte in den gegnerischen Strafraum, umspielte mehrere Gegner und legte dann auf den nachgerückten Felder auf. Dieser liess den Torwart mit einer Körpertäuschung ins Leere hechten und führte den Ball zum Schlusspunkt ins Tor.

Der SCZ-Captain war nach dem Spiel kritisch mit der Leistung seines Teams: „Heute waren wir ein bisschen faul.“ Auch die restlichen Teammitglieder pflichteten bei, dass man nicht hundert Prozent abgerufen hatte. An diesem Tag reichte die Leistung gegen ein eher schwaches Regensdorf. Am kommenden Sonntag ist der SCZ aber angehalten, sich zu steigern. Mit dem FC Egg kommt nämlich ein Gegner aufs Riet, der es den Zollikern in den vergangenen Jahren nicht allzu einfach gemacht hat.

 

Telegramm

FC Regensdorf 2 – SC Zollikon 0:4 (0:2).

Sportanlage Wisacher, 50 Zuschauer. SR: Hartmann.

Tore: 38. Beisel 0:1. 45. Beisel 0:2. 52. M. Felder (Foulpenalty) 0:3. 88. M. Felder 0:4.

SCZ: G. Rämi; Martin, T. Hermida, Girod, Stengele; Beisel (66. Oechslin), F. Bühlmann, M. Felder; Camichel, Gubler (55. M. Schärer), A. Schärer (73. Lionzo).

Bemerkungen: 50. Lattenschuss F. Bühlmann. Gelbe Karten gegen F. Bühlmann (Foul) und Oechslin (Reklamieren). SCZ ohne Azarnait, C. Bühlmann, A. Felder, Hugentobler, Winkler (alle verletzt), F. Hermida (krank), Oettli (2. Mannschaft), sowie Burger, Dugandzic und Y. Rämi (alle abwesend). Beim SCZ nicht eingesetzt: Ersatzgoalie Eichin.

1. Mannschaft: Durchschnittliche Leistung genügt für Auftaktsieg

Das Fanionteam des SCZ ist gestern Sonntag erfolgreich in die Meisterschaft gestartet. Beim verdienten 4:1-Sieg gegen den Racing Club merkte man den Zollikern allerdings die Strapazen des Cup-Spiels vom vergangenen Donnerstag noch an. Andrea Schärer traf nach 0:1-Rückstand zwei Mal. Die 2. und die 3. Mannschaft spielten bei ihren ersten Saison-Einsätzen jeweils 1:1-Unentschieden.

Von Dennis Bühler (Text und Bilder)

SCZ-Captain Matteo Felder im Mittelfeld-Duell mit dem gegnerischen Regisseur.Von Spielbeginn an versuchte die 1. Mannschaft, die die Leistungen der beiden letzten Saisons mindestens bestätigen will, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Der Goalie des Racing Clubs musste nach sechs Minuten einen Schuss von Andrea Schärer mit dem Fuss entschärfen, fünf Minuten später klärte er gegen Renato Lionzo auf die gleiche Weise. Die Zolliker hatten ihre ersten zwei Chancen vergeben, und auch während des Rests der ersten Halbzeit blieb die Torausbeute ungenügend. Die Stadtzürcher Gäste hingegen nutzten ihre einzige Möglichkeit der ganzen Partie zum Führungstreffer, der die Kräfteverhältnisse so gar nicht widerspiegelte: Severin Oechslin beging an der Strafraumgrenze ein unnötiges Foulspiel, der Schütze trat den Freistoss scharf aufs Tor, ein Zolliker lenkte den Ball leicht ab und Goalie Guy Rämi griff ins Leere.

Sebastian Beisel gewinnt auch dieses Kopfballduell gegen seinen Gegenspieler von Racing Club Zürich.

Für die Reife der Zolliker Mannschaft sprach, dass sie sich ob dieses Missgeschicks zu keinem Moment aus dem Konzept bringen liess. So musste man auch nie Angst haben, dass die Zolliker die drei budgetierten Punkte nicht gewinnen könnten. Nur fünf Minuten nach dem 0:1 kam Yves Rämi nach einem Querpass in Abschlussposition. Der Mittelfeldspieler, der anstelle des abwesenden Marko Dugandzic von Beginn an auflief und eine gute Partie zeigte, überliess jedoch dem noch besser postierten Lionzo, der wuchtig zum Ausgleich traf. Das 1:1 hielt bis zur Halbzeitpause Bestand.

Zu berechenbar im Spielangriff

Nur selten kam der Racing Club Zürich so nahe an den Zolliker Strafraum heran - und wenn, waren Tomas Hermida, Guy Rämi und Matteo Felder (von links) wachsam.Die Zolliker hatten das Spielgeschehen dominiert, operierten in der ersten Halbzeit aber oft zu berechenbar: Immer wieder schlugen sie den Ball weit nach vorne und überbrückten so unnötigerweise das zentrale Mittelfeld. Immer, wenn Yves Rämi oder Matteo Felder den Ball in den Füssen hielten und die Flügelspieler mit gezielten Steilpässen lancierten, kam man gefährlicher vors gegnerische Tor. Das Angriffsspiel der Zolliker sollte variantenreicher werden, will man auch gegen stärkere Gegner als den Racing Club reüssieren. Dieser nämlich war noch kein echter Gradmesser und dürfte auch in der neuen Saison eher Abstiegs- denn Aufstiegskandidat sein.

Nach einer wenig ereignisreichen ersten Phase des zweiten Durchgangs gewann Sebastian Beisel in der 58. Minute ein Kopfballduell, mit dem er Albert Gubler lancierte. Der Stürmer verzog jedoch aus aussichtsreicher Position. Zwei Minuten später hielt der Torhüter Racings einen Kopfball Beisels, fünf weitere Zeigerumdrehungen darauf köpfelte Christian Stengele nach einem Eckball über das Gehäuse. In der 67. Minute schlug Sascha Martin eine Freistossflanke zur Mitte, Beisel legte den Ball mit dem Kopf zurück in die Mitte, und Andrea Schärer lenkte den Ball aus kurzer Distanz ebenfalls mit dem Kopf zum 2:1 ins Tor. Kopftore der Zolliker Nummer 10 haben Seltenheitswert, weshalb es nicht erstaunen sollte, dass der Torschütze nach der Partie euphorisch von einem der schönsten Treffer sprach, die je auf dem Fussballplatz Riet erzielt worden seien.

Einwechselspieler bringen neuen Schwung

Zufrieden nach dem ersten Saisonsieg - und müde nach zwei Spielen innert vier Tagen: Die Zolliker Marco Schärer, Christian Stengele und Renato Lionzo im Kreise ihrer Mannschaftskollegen

Nachdem Yves Rämi eine gute Torchance ausgelassen hatte, weil er den Ball alleine vor dem gegnerischen Torhüter nicht kontrollieren konnte, sorgte wiederum Andrea Schärer in der 78. Minute für die Vorentscheidung. Nach einem Doppelpass mit Sandro Camichel traf er ins rechte untere Eck. In der Nachspielzeit markierten die drei eingewechselten Spieler den 4:1-Endstand: Marco Schärer passte steil auf Camichel, der zur Mitte auf Federico Bühlmann flankte. Sehenswert nahm er den Ball aus der Luft an und schoss für den Goalie unhaltbar aus der Drehung ins untere linke Eck.

Keiner zu klein, SCZ-Fan zu sein.Überhaupt war es die positivste Erkenntnis dieses Nachmittages, dass die 1. Mannschaft eine beeindruckende Breite im Kader aufweist. Nicht nur fügten sich die drei eingewechselten Spieler nahtlos ins Team ein, sie sorgten gar für viel neuen Schwung. Sandro Camichel wirbelte am Flügel und drängte sich für einen baldigen Einsatz von Spielbeginn an auf, Marco Schärer war sehr bemüht und setzte seine Mitspieler im Angriff immer wieder vorbildlich ein, und der neu von den A-Junioren ins Fanionteam aufgestiegene Federico Bühlmann überzeugte mit seiner Ballfertigkeit und wurde dafür mit einem Tor belohnt.

Am kommenden Sonntag trifft die 1. Mannschaft auswärts auf den FC Regensdorf (11 Uhr). Gegen den Aufsteiger wird sie den guten Eindruck bestätigen müssen, den sie in den bisherigen zwei Ernstkämpfen in dieser Spielzeit hinterlassen hat. Zu erwarten ist, dass sie dabei mehr gefordert werden wird als gestern von Racing Club.

Niederhauser überzeugt mit Fahne

Das "Zwei" behauptet sich gegen den Neumünster: Der Zolliker Luca Mazzola bleibt am Ball, beobachtet von Oliver Aeschimann, René Kaiser und Jakub Vanek (von links).Während die 1. Mannschaft mit einem Sieg in die Meisterschaft startete, musste sich die 2. Mannschaft in der 4. Liga am Sonntagnachmittag zuhause gegen den FC Neumünster mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Lange Zeit war das Spielgeschehen ausgeglichen, in der Schlussphase aber waren die Stadtzürcher Gäste näher am Siegestreffer. Für den SCZ hatte Philip Lang mit dem Kopf den frühen Rückstand in der Mitte der ersten Halbzeit ausgeglichen.

Souveräne Leistung: Benjamin Niederhauser überzeugt als Goalie genauso wie als Linienrichter.Die 3. Mannschaft hatte am Sonntagvormittag gegen Schwerzenbach ebenfalls Remis gespielt. Der überraschend eingesetzte Richard Einstein erzielte noch überraschender das Tor, das zum Punktgewinn reichte. Beim „Drü“ gab Benjamin Niederhauser, der langjährige Stammgoalie der 1. Mannschaft, nach langer Verletzungspause ein geglücktes Comeback. Später am Tag bewährte sich Niederhauser während des Spiels des Fanionteams auch als wachsamer Linienrichter.

 

Telegramm

SC Zollikon – Racing Club ZH 4:1 (1:1).

Fussballplatz Riet, 70 Zuschauer.

Tore: 25. 0:1. 30. Lionzo 1:1. 67. A. Schärer 2:1. 78. A. Schärer 3:1. 91. F. Bühlmann 4:1.

SCZ: G. Rämi; Martin, T. Hermida, Oechslin, Stengele; Beisel, Y. Rämi (73. F. Bühlmann), M. Felder; Lionzo (56. Camichel), Gubler (63. M. Schärer), A. Schärer.

Bemerkungen: Gelbe Karten gegen T. Hermida (Ballwegschlagen, 39.), Camichel (Foul, 76.), M. Schärer (Ballwegschlagen, 89.). SCZ ohne Azarnait, C. Bühlmann, A. Felder, Girod, Hugentobler, Winkler (alle verletzt) sowie Burger, Dugandzic und F. Hermida (alle abwesend). Beim SCZ nicht eingesetzt: Ersatzgoalie Eichin.