Die 1. Mannschaft verliert gegen Küsnacht im Penaltyschiessen

Im Derby in der ersten Cuprunde waren die Gäste aus Küsnacht lange Zeit überlegen, kamen in den letzten Spielminuten aber doch noch arg in Bedrängnis. Im Elfmeterschiessen schliesslich setzte sich der Oberklassige durch. Die Zolliker dürfen dennoch stolz auf ihre Leistung sein.

Von Dennis Bühler

Auf dem Zolliker Fussballplatz Riet war die 90. Spielminute angebrochen, als Rainer Bieli, seit ein paar Wochen Trainer des FC Küsnachts, die Cleverness ausspielte, die er sich während seiner langen Profikarriere angeeignet hatte. Der einstige Super-League-Torschützenkönig rief Lubomir Baran zu sich und wies ihn an, sich möglichst weit weg von der Küsnachter Ersatzbank zu postieren. Dreissig Sekunden später wechselte Bieli seinen besten Spieler an diesem Abend aus. Baran spazierte aufreizend langsam vom Platz – nicht ohne sich noch per Handschlag vom Schiedsrichter und mehreren Spielern zu verabschieden. Um jeden Preis wollten die Gäste ihre knappe 1:0-Führung über die Zeit retten. In der Nachspielzeit spedierte der Zolliker Angreifer Fernando Hermida den Ball ein letztes Mal mit einem weiten Einwurf in den Küsnachter Strafraum. Dort schraubte sich Sebastian Beisel in die Luft und traf mit einem Kopfball unhaltbar ins Tor.

Als wenig später FCK-Captain Igor Hürlimann nach einem groben Foul an Andrea Schärer die zweite gelbe Karte erhielt, wutentbrannt gegen das Plexiglas der Ersatzbank schlug und eine Wasserflasche zu Boden warf, schien das im Sport viel zitierte Momentum auf einmal gekehrt zu haben. Die Küsnachter, die über weite Strecken dominiert hatten, nach dem Führungstreffer durch Baran nach einer knappen Stunde aber ihre offensiven Bemühungen eingestellt und den Gastgebern dadurch erst die Möglichkeit eingeräumt hatten, ihrerseits gefährliche Angriffe zu lancieren, waren nun in Unterzahl und standen mit dem Rücken zur Wand. Hätte die Partie noch länger als ein paar Sekunden gedauert oder würde im regionalen Cup auf die reguläre Spielzeit eine Verlängerung und nicht gleich das Elfmeterschiessen folgen, die Zolliker hätten den Coup möglicherweise geschafft und den Oberklassigen aus dem Wettbewerb geworfen.

Küsnachter mit den besseren Nerven

So aber pfiff der gute Schiedsrichter Milaim Lakna die Begegnung ab und die Torhüter stellten sich abwechslungsweise zwischen die Pfosten. Im Penaltyschiessen bewiesen die Küsnachter die besseren Nerven: Während vom FCK einzig Ardian Murtisi verschoss, scheiterten auf Zolliker Seite gleich drei von fünf Spielern. Hermida schlenzte den Ball an die Latte, Beisel scheiterte am gut reagierenden FCK-Goalie Dario Lombardi, und Schärer schoss den Ball über das Tor.

Das Küsnachter Weiterkommen war verdient, da sie vorab in der ersten Halbzeit überlegen gewesen waren. Der Auftritt seiner Mannschaft sei in Ordnung gewesen, sagte Trainer Bieli, vor dem gegnerischen Tor aber habe er die Entschlossenheit vermisst. Den Zollikern zollte der 34-Jährige Anerkennung. „Das ist eine kompakte, gute Mannschaft“, sagte er. „In der Schlussphase setzten sie uns gehörig unter Druck und drängten uns in die eigene Spielfeldhälfte.“

Überzeugende Zolliker Abwehrarbeit

Sehr zufrieden mit seinen Spielern war der Zolliker Trainer Alain Merkli. Das taktische Konzept sei voll aufgegangen, sagte er. Tatsächlich hatte sich die Entscheidung ausbezahlt, im zentralen Mittelfeld gleich drei Spieler aufzustellen. Die erfahrenen Küsnachter Hürlimann und Nelson Vaz da Costa konnten sich nie wie gewünscht entfalten, weshalb bei den Gästen Flügelspieler Fabio de Nunzio neben Baran die auffälligste Figur war. Bei den Zollikern gefiel vor allem die Verteidigerreihe, wobei besonders die Abgeklärtheit überraschte, mit der A-Junior Severin Oechslin im Abwehrzentrum agierte. Die offensiven Kräfte hingegen waren grösstenteils mit defensiven Aufgaben beschäftigt und kamen kaum zur Geltung.

Die Zolliker haben mit ihrer Leistung die Vorfreude auf die am Sonntag beginnende Meisterschaftssaison geweckt. Will der SCZ auch in dieser Spielzeit um den Aufstieg mitspielen, dürfte ein Heimsieg gegen Racing Club Pflicht sein. Der Stadtzürcher Mannschaft ist ihr Auftakt misslungen: Sie verlor letztes Wochenende beim FC Witikon 0:3.

 

Telegramm

SC Zollikon – FC Küsnacht 1:1 (0:0), 3:4 nach Elfmeterschiessen.

Fussballplatz Riet, 120 Zuschauer. SR: Lakna.

Tore: 57. Baran 0:1. 91. Beisel 1:1.

Penaltyschiessen: Y. Rämi 2:1. Carava 2:2. F. Hermida verschiesst (Latte). Bischofberger 2:3. M. Felder 3:3. Emini 3:4. Beisel verschiesst (Lombardi hält). Murtisi verschiesst (G. Rämi hält). A. Schärer verschiesst (übers Tor).

SCZ: G. Rämi; Martin, Girod, Oechslin, Stengele; M. Felder, Dugandzic (60. F. Hermida); Lionzo (71. Camichel), Beisel, A. Schärer; Gubler (67. Y. Rämi).

FCK: Lombardi; Belotti, Wittmer, Emini, Carava; Hürlimann, Vaz; De Nunzio (72. Sprecher), Murtisi, Bischofberger; Baran (90. Reiff).

Bemerkungen: Gelb-rote Karte: 92. Hürlimann (Foul). Gelbe Karten: 14. Beisel, 33. Hürlimann (beide Foul), 64. Baran (Reklamieren). SCZ ohne Azarnait, C. Bühlmann, A. Felder, T. Hermida, Hugentobler und Winkler (alle verletzt). FCK ohne Brotzer, Fotheringham, Wiki (alle verletzt) und Trazza (noch nicht spielberechtigt). Beim SCZ nicht eingesetzt: Eichin, F. Bühlmann, Oettli, M. Schärer. Beim FCK nicht eingesetzt: Lichtin, Maloku.

FC Küsnacht: Mit Ex-Profifussballer Rainer Bieli ist der Trainer der Star

Gegen wen spielt die 1. Mannschaft des Sportclubs Zollikon in der ersten Cuprunde heute Abend auf dem Riet (Spielbeginn 20 Uhr)? Eine Betrachtung der jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart des FC Küsnachts.

von Dennis Bühler

Als der FC Küsnacht pünktlich zum 100-Jahr-Jubiläum im Sommer 2007 in die 1. Liga aufstieg, fühlten sich die Vereinsverantwortlichen am Ende ihrer Ziele angekommen. Dumm nur, dass man verpasst hatte, rechtzeitig die Weichen zu stellen, um auch in der dritthöchsten Liga des Landes zu bestehen, in der man dem professionellen Fussball schon sehr, sehr nahe ist. Der langjährige Erfolgstrainer Manuel Loureiro verliess den Verein nicht ohne Misstöne und wechselte zum FC Red Star, Giovanni Gargiulo übernahm.

Den sofortigen Wiederabstieg konnte Gargiulo nicht verhindern. Die Leistungen waren für den Klassenerhalt grösstenteils nicht gut genug, auch wenn der FCK letztlich auch fehlendes Glück geltend machen konnte, da er über eine Forfait-Niederlage gestürzt war (die Beschwerde dazu hatte ausgerechnet der frühere Trainer Loureiro eingereicht).

Der Plan erlitt spektakulär Schiffbruch

Auf Gargiulo folgte bald Andreas Bockaj, unter dem sich das Team wiederholt im gesicherten Mittelfeld der 2. Liga interregional klassieren konnte. Als dem Vorstand der Unterhalt des Teams zu teuer wurde trennte er sich vor etwas mehr als einem Jahr von Bockaj und vielen verdienten Spielern. Unter dem Ur-Küsnachter Thomas Maag wollte der FCK auf junge, einheimische Spieler setzen, ohne sich endgültig von der Zielsetzung zu entfernen, dereinst wieder in der 1. Liga aufzulaufen. Der Plan erlitt spektakulär Schiffbruch.

Tiefpunkte einer katastrophalen letzten Saison in der 2. Liga interregional waren 1:7-Niederlagen bei der U-23-Auswahl des FC Wohlen und in Dietikon sowie jeweils 0:8-Debakel gegen Kosova und Red Star. Als man gegen Schöftland in der zweitletzten Runde 1:8 unterging – abgestiegen war man längst -, entschieden die Verantwortlichen, die Mannschaft gar nicht erst zum letzten Saisonspiel gegen Langenthal antreten zu lassen. Dass man damit das Aufstiegsrennen krass verfälschte, indem man dem Zweitplatzierten Langenthal die Chance auf einen ebenso hohen Sieg nahm, wie ihn Tabellenführer Red Star hatte feiern können, war offensichtlich egal.

Starkes Angriffstrio: Nelson Vaz, Lubomir Baran und Guido Bischofberger

Trifft der Sportclub Zollikon heute also auf ein verunsichertes, destabilisiertes Team, das eine Saison voller Niederlagen zu verdauen hat? Darauf sollte nicht gewettet werden. Denn erneut blieb beim Nachbarn kein Stein auf dem andern. Trainer Thomas Maag wurde weggeschickt und durch den ehemaligen Super-League-Torschützenkönig Rainer Bieli ersetzt. Beim FCK coacht der 34-Jährige, der selbst nur noch in Notfällen spielen will, nun nicht nur die 1. Mannschaft, sondern koordiniert als technischer Leiter auch die Ausbildung auf allen Stufen. Neben Bieli und Assistenztrainer Milco Nardo sind auch nicht weniger als sieben Spieler neu im Kader.

Während der Trainer der unangefochtene Star der Equipe ist, dürfte ein in Küsnacht Altbekannter der beste Spieler sein. Der portugiesische Stürmer Nelson Vaz da Costa, der für den FCK schon in der 1.-Liga-Saison 2007 am linken Flügel gewirbelt hatte, wechselte in der Sommerpause vom FC Seefeld zum FCK. Zu achten sein wird auf dem Riet aber auch auf zwei weitere Offensivkräfte: Zum einen auf den Slowaken Lubomir Baran, der seit Jahren seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellt; zum anderen auf das junge Talent Guido Bischofberger, der seine Karriere beim SCZ begonnen hatte und wenigstens während des alljährlichen Grümpelturniers weiterhin auf dem Riet aufläuft. Im Duell gegen seine ehemaligen Kollegen, von denen er viele aus dem Zolliker Nachwuchs kennt, wird er besonders motiviert sein.

Trainer Rainer Bieli: „Unbedingt eine Runde weiterkommen“

Die Defensive hingegen wird von einem Altmeister organisiert: Igor Hürlimann spielte einst bei den Grasshoppers, für die er in seinem ersten Super-League-Spiel am 1. Mai 2005 gleich spektakulär ins Tor traf. «GC-Traumtor: Igor der Glückliche traf ins Thuner Lattenkreuz», titelte der «Blick». Auch im Uefa-Cup kam Hürlimann in einer Partie zum Einsatz, bevor er sich in Richtung Neuenburg verabschiedete. Bei Xamax und kurz darauf beim FC Wil hoffte er auf mehr Spielpraxis, konnte sich jedoch nicht durchsetzen – auch, weil ihn immer wieder Verletzungen zurückwarfen.

Das Ziel für die Cuppartie sei einfach formuliert, sagte Trainer Bieli am Dienstag auf Anfrage. „Wir wollen unbedingt eine Runde weiterkommen.“ Verzichten muss er auf die langzeitverletzten Sean Fotheringham, Pascal Brotzer und Jan Wiki sowie den noch nicht für Küsnacht qualifizierten Luigi Trazza. Beim Sportclub Zollikon fehlen die Verletzten Asdin Azarnait, Carlo Bühlmann, Alessandro Felder, Michael Hugentobler und Sean Winkler. Ein besonderes Spiel gegen ehemalige Mitspieler wird es nicht nur für FCK-Stürmer Bischofberger, sondern auch für den Zolliker Marko Dugandzic, der bis vor zwei Jahren für Küsnacht spielte.

Heute: Cup, 1. Runde, SC Zollikon – FC Küsnacht. 20 Uhr, Fussballplatz Riet, Zollikon.

Das Ziel der 1. Mannschaft: Den positiven Trend fortsetzen

Das Zolliker Fanionteam möchte sich auch in seiner dritten 3.-Liga-Saison mindestens unter den ersten drei Mannschaften klassieren. Namhaftester Neuzugang ist Marko Dugandzic, der nach Engagements beim FC Seefeld und dem FC Küsnacht zu seinem Stammverein zurückkehrt. Am Donnerstag beginnt für die Mannschaft mit dem Cupduell gegen die Nachbarn aus Küsnacht die Saison.

Von Dennis Bühler 

Die 1. Mannschaft während der vergangenen Rückrunde 2012/13Seit dem Aufstieg in die 3. Liga vor zwei Jahren ist das Zolliker Team personell nahezu unverändert. Diese ausserordentliche Konstanz dürfte einiges zu den guten Resultaten beigetragen haben. Auch nach der vergangenen Saison, in der der Sportclub den Aufstieg in die regionale 2. Liga erst am letzten Spieltag verpasste, konnte das Gros der Mannschaft zusammengehalten werden. Verstärkt wird der SCZ mit Marko Dugandzic, der als 15-Jähriger im Fanionteam debütiert und bald zum höherklassigen FC Seefeld gewechselt hatte. Mit der Erfahrung, die er beim Stadtzürcher Quartierverein sowie dem FC Küsnacht in interregionaler und regionaler 2. Liga gewonnen hat, wird Dugandzic die defensive Stabilität des Zolliker Teams erhöhen und dessen offensive Aktionen unberechenbarer machen.

Komplettiert wird die nach wie vor junge Mannschaft durch drei bisherige A-Junioren, die neu ins Fanionteam aufsteigen und gewillt sind, die arrivierten Spieler unter Druck zu setzen: Allen drei – Torhüter Mauro Eichin, Abwehrspieler Sebastian Oettli und Mittelfeldspieler Federico Bühlmann – darf man zutrauen, schon bald zu einiger Einsatzzeit zu kommen.

Der erste Höhepunkt am Donnerstag

Ziel des SCZ ist es, den positiven Trend der vergangenen Jahre fortzusetzen und die Leistungen der Vorsaison zu bestätigen – was beinhaltet, sich mindestens unter den ersten drei Vereinen der 3.-Liga-Gruppe 3 zu klassieren. „Es ist ganz einfach“, sagt Trainer Alain Merkli. „Wir müssen lernen, weniger Tore zu kassieren und aus den unzähligen, wunderbaren Angriffen mehr Tore zu erzielen.“ Der erste Höhepunkt steht für das Team noch vor Saisonbeginn an: Am kommenden Donnerstag empfängt es den in der regionalen 2. Liga engagierten FC Küsnacht zum Nachbarduell im Pokalwettbewerb.

 

Kader SC Zollikon, Saison 2013/14

Torhüter: Benjamin Niederhauser (1987), Mauro Eichin (1993), Guy Rämi (1990).

Verteidiger: Asdin Azarnait (1989), Carlo Bühlmann (1989), Nicolas Girod (1989), Tomas Hermida (1987), Sascha Martin (1988), Sebastian Oettli (1993), Christian Stengele (1986).

Mittelfeld: Sebastian Beisel (1988), Federico Bühlmann (1993), Kaspar Burger (1990), Marko Dugandzic (1991), Alessandro Felder (1988), Matteo Felder (1991), Yves Rämi (1988).

Angriff: Sandro Camichel (1990), Albert Gubler (1989), Fernando Hermida (1978), Michael Hugentobler (1989), Renato Lionzo (1992), Marco Schärer (1988), Andrea Schärer (1990), Sean Winkler (1989).

Zugänge: M. Dugandzic (FC Seefeld II), F. Bühlmann, Eichin, Oettli (alle eigene A-Junioren).

Abgänge: Aeschimann, I. Dugandzic, Einstein, Leumann, Saliji (alle eigene 2. Mannschaft).

Trainer: Alain Merkli. Assistenztrainer: Werner Kienle und Fernando Hermida.

SCZ-Präsident: „Hey Schiri“ – zweiter und hoffentlich letzter Teil

Tresi Roca, SCZ-Präsident

Aufgeschnappt:

Der Schiedsrichter verlässt das Spielfeld – mit einem Kollegen, der zugeschaut hat – Richtung Garderobe und sagt: „Ja, das Pfeifen hier in Zollikon ist halt immer etwas mühsam.“

Die Situation heute weltweit:

Es wird nicht nur in Zollikon mühsam sein. Beim Fussballspiel – und nur beim Fussballspiel – hat weltweit eine blöde, um nicht zu sagen primitive Entwicklung stattgefunden. Den Schiedsrichter „in die Pfanne zu hauen“ ist ein Teil des Fussballspiels geworden.

So etwas gibt es sonst in keiner anderen Sportart, weder im Boxen, noch beim Tennis, und auch nicht im Handball und schon gar nicht im American Football. Schuld daran sind eindeutig auch die Fussballverbände, die heute einfach feststellen, dass es so ist…vund anscheinend zum Fussball gehört. Wie wenn man daran nichts ändern könnte. Es sind nicht primär die Spieler, die den Schiris das Leben schwer machen, denn bei ihnen hat er ja die Chance strafend einzugreifen. Trotzdem ist es ein Muss, dass mindestens ein Spieler jede Entscheidung des Schiris kommentiert, analysiert und hinterfragt. In allen andern Sportarten sind Kommentare in Richtung Schiri äusserst selten. Der Spieler wird dort vom Trainer zurückgepfiffen, und vom Publikum werden Schimpftiraden auch nicht goutiert.

Und was geschieht beim Fussball? Eigentlich nichts – ausser, dass die Stimmung angeheizt wird und sich auf die Trainerbank und das Publikum überträgt. Das ganze Geschehen bekommt jetzt eine Eigendynamik. Sowohl einzelne Trainer und Ersatzspieler als auch einige Zuschauer verunglimpfen den Schiri, sodass es für diesen kaum eine Freude sein kann, ein Spiel zu leiten. Dass hier das Doping einzelner Zuschauer – sprich Alkohol – nicht entschärfend auf die Situation einwirkt,  ist mir auch klar. Was diese Hetzjagd auf den Schiri den einzelnen Personen bringt, ist mir ein Rätsel. Oder ist dies genau das, was man am Wochenende sucht, weil man es nicht unter der Woche hat?

Gedanken betreffend Sportclub Zollikon:

Das Leben wird ihnen oft schwer gemacht: Schiedsrichter auf Amateur-Fussballplätzen (Quelle: flickr)Nur weil sich der Verband hier so passiv verhält, heisst es für mich noch lange nicht, dass auch wir im SCZ passiv bleiben müssen. Auch bei uns gibt es Leute mit ähnlichen Verhaltensmustern. Und falls es für diese Leute am Wochenende wirklich einen Mehrwert bringt, sich so aufzuführen, dann möchte ich den Angesprochenen folgenden Rat geben: Schafft doch diesen Mehrwert auch unter der Woche, entgegnet doch jeder euch etwas fremden Entscheidung oder Bemerkung von Verwandten und Mitarbeitern, von Kunden und Freunden mit „spinnsch eigentlich“ oder anderen nicht druckfähigen Kommentaren, welche ihr auch gegenüber dem Schiri sagt. Spätestens dann kommt der Gedanke: Aber das kann man ja nicht, das hätte ja sogar Konsequenzen.

Weiteres Vorgehen:

Ihr kennt mich alle viel zu gut – ich bin ja viel zu lieb und würde Euch nicht mit Konsequenzen drohen (die ich dann eh nicht einhalten könnte). Aber die Frage ist trotzdem  erlaubt: Muss/darf man eine Person plagen, nur weil es keine Konsequenzen hat?

Nein, das ist für mich ein No-Go! Das muss der SCZ bekämpfen, egal ob es sich um eine Person im Klub handelt oder um die Person, welche uns ein Spiel erst möglich macht, den Schiri. Ich bitte Euch alle – Spieler, Trainer und Zuschauer – sich nicht gegenseitig in der Fluchtirade zu überbieten, sondern die Galle speienden Personen darauf aufmerksam zu machen, dass sie dem SCZ und der Mannschaft mit ihrem Verhalten schaden und – sehr wichtig – einem Schiedsrichter sein Hobby zum Ärgernis machen. Ich habe das Ziel hier etwas zu ändern – und wenn der Sepp ganz oben passiv bleibt und wir darüber fluchen, dann möchte ich Depp es mal von ganz unten herauf versuchen!

Freuen wir uns auf die neue Saison und konzentrieren wir uns auf die wichtigste Nebensache der Welt, das Fussball – S P I E L E N!

Euer Präsi

Andreas „Tresi“ Roca

1. Mannschaft: „Uns verbindet die Lust, Erlebnisse zu schaffen“

Die Spiele der Rückrunde der Saison 2012/13 haben Spuren hinterlassen. Ein grosser Teil der Mannschaft leckt sich die Wunden, therapiert sich nach harten Verletzungen und  Operationen. Mehr als ein Drittel des Kaders ist unter die Räder gekommen, einige darunter sogar unters Messer. Der Rest der Mannschaft hatte wahrscheinlich nur Glück – warum bloss tun wir uns dies also alles an?

Wir haben erneut eine bleibende, eindrückliche Saison als Team gespielt, haben uns fussballerisch verbessert und unser Kader ausbalanciert. Der 2. Platz nach der zweiten Saison in der dritten Liga zeugt von unseren Fähigkeiten auf dem Fussballplatz. Mit geschlossenem Kampfwillen, Teamgeist und Geniestreichen konnten wir Spiele wie etwa gegen Egg oder Küsnacht zu unseren Gunsten entscheiden und im Anschluss gemeinsam feiern! Aber auch mit bitteren Enttäuschungen wie gegen Witikon konnten wir als Mannschaft umgehen, auch diese haben uns näher zueinander geführt und uns genauso verbunden und gelehrt wie die Erfolge.

Eine Pyramide mit einem zierlichen Vöglein

Die wenigen aber treffenden Teamevents hatten Charakter. Da war zum Beispiel das Trainingslager im Allgäu. Die Hotel-Lobby wurde nach Ankunft des SCZ sofort zum Hexenkessel deklariert, die gute und sportliche Stimmung schlug sogar auf die Allgäuerinnen der Enzianhütte und der Wellnesswelt über.

Auch das Spiel gegen die neuseeländische U-20 auf dem Riet bot Attraktivität und hatte Klasse, die sich nicht nur durch den Haka der jungen Wilden sondern auch durch die sportlich gesunde und fröhliche Art der Spieler des SCZ manifestierte.

Und zuletzt waren da auch die Plaudereien und Gemütlichkeiten neben dem Spielrand, welche sich beim Abschlussevent am Zürifäscht zu einer Pyramide kumulierten, auf deren Spitze ein zierliches Vöglein thronte (von der tollkühnen Pyramide am Grümpi wird an dieser Stelle nicht berichtet).

Unser Team verbindet die Lust, Erlebnisse zu schaffen, Geschichten zu schreiben und Herausforderungen anzunehmen. Wir alle gehen diese Lust intuitiv und konsequent an, darum ist sie so kräftig und erfolgreich. Wunden heilen und gehen vergessen – eine Saison wie diese hingegen nicht –  darum tun wir uns dies an.

Wir danken dem Vorstand des SCZ, Wendy, Denise, Christoph, den Trainern der 2., 3. und der A-Junioren-Mannschaft und unserer Physiotherapeutin Melanie Achermann für den grossen Einsatz, den ihr alle für unsere Leidenschaft  aufbringt.

Werner Kienle und Alain Merkli

2. Mannschaft: Eine schwierige Vergangenheit, eine gute Zukunft

Wir haben in der 2. Mannschaft schwierige Zeiten durchgemacht: Zum Auftakt in die Rückrunde gab es zwar einen Sieg gegen Italia Zurigo, aber bereits damals spielten wir sehr unbefriedigend. Darauf folgte eine 0:5-Klatsche gegen den späteren Aufsteiger FC Pfäffikon. Es war der Anfang einer sportlichen Durststrecke mit nicht weniger als fünf Niederlagen in Folge. Natürlich stellte dies auch den Charakter der Mannschaft auf eine harte Probe.

Der Befreiungsschlag gelang uns gegen den FC Weisslingen. Ein unbequemer Gegner, der physisch sehr stark war und die Spielzeit auf dem tollen 2. Rang beendete, musste die Aufstiegsträume nach dem Unentschieden auf dem Riet begraben. Dieser sportliche Erfolg gab uns neuen Mut, so dass wir die Saison anständig zu Ende spielen konnten.

Gründe für die sportlichen Probleme

Die sportlichen Probleme in der Rückrunde sind relativ einfach zu erklären: Das Kader hatte nicht die nötige Breite. Nachdem wir in Zollikon eine 3. Mannschaft gegründet haben, die uns allen Spass macht, wurden einige Spieler abgegeben. Dazu kamen Verletzungen sowie diverse längere Absenzen. Die Trainingsgruppen waren zu klein und für die Spiele mussten wir das Kader immer wieder durch Nachwuchsspieler ergänzen. Auch wenn diese einen tollen Job gemacht haben, war es natürlich nicht einfach, diese von Beginn weg in das Spielsystem zu integrieren. Dazu fehlte uns ein fester und gelernter Torwart.

Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass das Team von nur einem Trainer geführt wurde. Die Spieler in dieser Mannschaft brauchen teils mehr Zeit und Aufmerksamkeit als man es sich gewohnt ist. Speziell, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt.

Wie Phönix aus der Asche

Ich bin davon überzeugt, dass uns die erste Saison in der 4. Liga stärker gemacht hat. Die Mannschaft kann vieles aus diesem Jahr mitnehmen. Dazu haben wir ordentlich aufgerüstet: Neu wird die Mannschaft von Fabian von Rechenberg und mir gemeinsam geführt. Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend und trägt bereits erste Früchte. Des Weiteren haben wir nun einen fixen Torwart in den Trainings und bei den Spielen. Und das Kader hat durch neue, junge, dynamische Spieler die Blutauffrischung bekommen, welche sie so dringend gebraucht hat. Dementsprechend freuen wir uns auf eine verheissungsvolle Spielzeit 2013/14 und wünschen allen Mannschaften im Sportclub Zollikon nur das Beste, damit wir viele Erfolge mit la Familia feiern können.

Aaaannneee Mannneee!!!

Ben Crawshaw

3. Mannschaft: Viele Niederlagen – aber trotzdem beste Stimmung

Was war…

Fabian von Rechenberg als Trainer mit einem aus Spielern der 2. und 3. Mannschaft gemischten Team am Hallenturnier in Maur im Januar 2013.

Fakt ist: Nach dem überragenden Startsieg gegen das zweitplatzierte Wallisellen hat die 3. Mannschaft die letzten neun Spiele verloren und landete zum Saisonende auf dem 10. Rang in seiner Elfer-Gruppe. Es gibt dabei auch nichts zu beschönigen, da man in allen neun Spielen unterlegen war. Die wichtigsten Gründe dafür sind für mich folgende:

Die 3. Mannschaft war von sehr grossem Verletzungspech geplagt. Drei Kreuzbandrisse, diverse gezerrte Bänder und eine gerissene Sacknaht sind nur ein Teil des Übels. Dazu kamen Ferien, WKs, Schule, unübliche Arbeitszeiten sowie Freundinnen, so dass Sonntag für Sonntag gut und gerne die Hälfte der Startaufstellung neu zusammengestellt werden musste. Und last but not least ist das Gefälle des fussballerischen Könnens bzw. Nichtkönnens einiges grösser als bei den anderen beiden Aktivmannschaften des SCZ. Letzteres ist allerdings auch schön und soll unbedingt so bleiben, da es die Mannschaft einzigartig macht.

Was ist…

Man könnte die Saison so abschliessend zusammenfassen und davon ausgehen, dass alle unglücklich sind. Dies ist aber überhaupt nicht der Fall:

Gut gelaunte Zolliker Spieler: Peter Schawalder, Dario Giampa, Johann Weiss und Maik Panter.

Das Team ist absolut in Takt. Jeden Mittwoch fanden sich 14 bis 18 Spieler auf dem Riet ein, um gemeinsam zu trainieren. Dies taten sie pflichtbewusst, mit viel Einsatz und Spass am Spiel. Überstrahlt wird das ganze zusätzlich von der Freude am Miteinander. Nicht selten trifft man sich auch ausserhalb der Trainings und Spielzeiten zu einem Bier oder einer spontanen Grillparty.

Ich bin glücklich, als Trainer Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein. Ich habe sehr viel Einsatz und grosse Dankbarkeit zurückbekommen. Etwas Schöneres kann sich ein Trainer nicht wünschen. Trotzdem möchte ich den Schritt wagen und in der neuen Saison die 2. Mannschaft übernehmen. Dies, weil mich sowohl die sportliche als auch die zwischenmenschliche Herausforderung reizt.

Was kommt…

Das Zepter übergebe ich nun an den Teammanager Tarik Azarnait und an den Captain Cedric Hofstetter. Die beiden sind das Herzstück dieser Mannschaft und freuen sich auf diese verantwortungsvolle Aufgabe. Ich denke deshalb, dass sie der Herausforderung gewachsen sein und der Mannschaft sowie dem Verein viel Freude bereiten werden. Natürlich wünsche ich ihnen nur das Beste und stehe ihnen als Spieler bzw. Skischuh jederzeit gerne zur Verfügung.

Denn Fakt ist auch: Es isch huere geil im Drü zkicke!

Fabian von Rechenberg

SCZ-Juniorenobmann: Die Zukunft gehört unseren Junioren

Tomas Hermida, Juniorenobmann

Wenn man sich den Kader der 1. Mannschaft anschaut, bemerkt man sofort die Philosophie des Vereins. Dass man beim SCZ bewusst auf Eigengewächse setzt, freut mich als Juniorenobmann natürlich sehr. Dieses  Jahr kommen alle vier  Neuzugänge aus der eigenen Jugend: Mauro Eichin, Rico Bühlmann und Sebastian Oettli stossen direkt von den A-Junioren zum Team und Marko Dugandzic kehrt nach einigen Jahren beim FC Seefeld und beim FC Küsnacht zu seinem Stammverein zurück. Ebenfalls zurück sind Sandro Camichel und Matteo Felder nach ihren Auslandaufenthalten.  Ich denke, dass viele ehemalige SCZler und allgemein Zolliker gerne dem „Eis“ zuschauen. Nicht nur wegen des guten Fussballs, sondern vor allem weil so viele ehemalige SCZ-Junioren spielen.

Gleiches Bild übrigens bei der 2. Mannschaft, die mittlerweile auch fast nur aus Eigengewächsen besteht. Ich hoffe, dass der SCZ auch in Zukunft auf dieser Schiene fährt. Bei einem allfälligen Aufstieg in die 2. Liga bin ich überzeugt, dass wir mit den eigenen Junioren „überleben“ könnten. Und wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm; dann bleiben wir eben in der 3. Liga und spielen dort guten Fussball. Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächsten Jahre: Denn auch in (naher) Zukunft werden einige Junioren zu den Aktivmannschaften stossen, die uns noch viel Freude bereiten werden.

Albert Gubler und Severin Oechslin: zwei neue Juko-Mitglieder

Neu an Bord der Juniorenkommission möchte ich ganz herzlich Albert Gubler und Severin Oechslin begrüssen. Beide spielen aktiv beim SCZ und sind auch als Trainer von Juniorenmannschaften bekannt. Sie arbeiten gerne mit Kindern, sind oft und gerne auf dem Riet und haben eine Fussballphilosophie die perfekt zum SC Zollikon passt. Ich freue mich mit ihnen in den nächsten Monaten und Jahren zusammenzuarbeiten. An dieser Stelle möchte ich mich gleich bei allen Kollegen aus dem Vorstand bedanken und bei allen Trainern des SCZ für den unermüdlichen Einsatz. Ebenfalls ein grosses Dankeschön an Nicky und sein Grümpi-Team; ihr habt ein sensationelles Turnier für Zollikons Kinder organisiert.

Katarina Hirs, Giulia Mazzola, Salome Good und Vera Meier: endlich wieder Trainerinnen

Wie jedes Jahr gibt es wieder einige Ab- und Zugänge beim Trainerstaff. Den Abtretenden, die eine Pause einlegen, möchte ich herzlich danken – und natürlich hoffe ich, dass ihr bald wieder zur Verfügung steht.

Diese Saison haben wir erstmals seit langem wieder einmal Trainerinnen an Bord: Katarina Hirs trainiert neu die kleinsten im Verein, und bei den Ec-Junioren haben wir gleich ein Trainerinnen-Trio mit Giulia Mazzola, Salome Good und Vera Meier. Ihnen und selbstverständlich allen anderen neuen Trainern wünsche ich einen guten Start und viel Spass mit den SCZ-Kids.

Bald geht’s wieder los! Die Saison steht vor der Tür und ich wünsche allen Teams einen guten Saisonstart und viel Spass in der neuen Saison. Vor allem bei den Juniorenmannschaften sollte der Spass im Vordergrund stehen und nicht die Resultate. Geniesst die Saison, spielt guten offensiven Fussball und verbessert euch stetig. Bis bald auf dem Riet!

Tomas Hermida, SCZ-Juniorenobmann

U-23-Frauen: „Spass und Sport“ und eine Rudelbildung

Nach der hervorragenden ersten Saisonhälfte konnten die U-23-Fussballerinnen leider nicht mehr ganz an die vergangenen Leistungen  anknüpfen. War das Motto in der Vorrunde noch „Sport und Spass“,  so wurde in der zweiten Spielzeit mehr „Spass und Sport“ zelebriert.

6:2 bodigte das Team im Eröffnungsspiel die Gegnerinnen aus Ellikon/Marthalen, die Euphorie aus der Vorrunde war wieder geweckt. In den folgenden Spielen konnten unsere Girls aber leider keine Punkte mehr holen. Verletzungen, aber auch viele, viele Schulanlässe bewirkten, dass die U-23-Juniorinnen immer wieder in neuen Formationen auflaufen mussten. Erst nach drei Niederlagen in Folge konnte wieder ein Spiel gewonnen werden.

Wie bereits erwähnt wurde in dieser Rückrunde mehr „Spass und Sport“ zelebriert. Das Team hat einen sehr guten Zusammenhalt – man könnte sogar von Rudelbildung sprechen. Der gute Trainingsbesuch (trotz des verregneten Frühlings) ist auch ein Hinweis dafür, dass die Spielerinnen mit Begeisterung bei der Sache sind. Trotzdem: Die Positionierung im Mittelfeld mit zwölf Punkten aus neun Spielen war nicht gerade eine Glanzleistung!

Das U-23 Team ist Geschichte

Infolge einiger Rücktritte aus dem 3.-Liga-Frauenteam werden die U-23-Spielerinnen in der kommenden Saison in die 3. Liga integriert. Oder vielmehr umgekehrt: Das 3.Liga-Team wird die U-23 ergänzen. Etwa so war die Idee der Verantwortlichen zu verstehen. Es ist zu hoffen, dass das (ehemalige) U-23 Team schnell den Sprung in die höhere Liga schafft und die (sehr jungen) Spielerinnen trotz der etwas ruppigeren Gangart den Mumm nicht verlieren, Fussball zu spielen. Ihr wart ein grossartiges Team!

Q-di Müntener, Stephan Lang und Peter Christen

A-Junioren: Eine turbulente Saison – immerhin mit dem Klassenerhalt

In der Herbstrunde hatten die Zolliker A-Junioren nach missglücktem Saisonstart den soliden 5. Rang erreicht. Weil die Trainer und das Team mehr Potential in der Mannschaft sahen, wurde gemeinsam das Ziel, den 1. bis 3. Rang anzuvisieren, ausgerufen. Ausserdem waren die SCZ-ler noch im Cup-Wettbewerb im Sechzehntel-Final vertreten. Dementsprechend wählten die Coaches die Testspielgegner in der Saisonvorbereitung: Mit Red Star, Dübendorf und Phönix Seen spielten die Zolliker in drei von vier Vorbereitungsspielen gegen oberklassige Coca-Cola-League-Mannschaften. Dass man zwei dieser Testmatches gewinnen konnte, unterstrich die hohen Ambitionen der Zolliker A-Junioren.

Die Trainingspräsenz und der Einsatz litten

Die Hoffnungen, sich an der Tabellenspitze etablieren zu können, schwanden aber bereits nach den ersten drei Meisterschaftsspielen. Obwohl die SCZ-ler in jedem dieser Spiele besser waren und zwei Mal 2:1 respektive einmal sogar 2:0 in Führung lagen, mussten sie sich jedes Mal durch Gegentore in den Schlussminuten 2:3 geschlagen geben. Danach fiel es vielen Spielern, zum Teil selbst den Trainern, schwer ihre Motivation aufrecht zu erhalten. Vereinzelte besuchten nur noch wenige bis gar keine Trainings mehr und kehrten dem Fussball den Rücken. Die Trainingspräsenz und der Einsatz litten stark darunter. Es war Giorgio, Jose, Jorge und einigen B-Junioren zu verdanken, dass keine Trainings ausgefallen sind.

Trotz den mannschaftsinternen Missständen schaffte man eine kurze Wende im Meisterschaftsbetrieb. Durch ein Remis in Oerlikon und einen Sieg gegen Pfäffikon konnte man die ersten Punkte verbuchen. Der leicht gestärkte Wille wurde danach in einem unglücklichen Spiel in Stäfa (späterer Aufsteiger) aber prompt gedämpft. Wieder führte der SCZ mit 2:1, verpasste es aber die Führung durch einen Penalty auszubauen und verlor schlussendlich durch einen kuriosen Fehler in der Defensive wieder mit 2:3.

Sieben Tore trotz nur drei besuchten Trainings

Die zweite Hälfte der Frühjahressaison galt dem neuen Ziel: Klassenerhalt. Die Spieler glaubten weiterhin an ihre Qualitäten und daran, endlich zum Siegen zu finden. Das Team liess keinen Druck zu und konnte sogleich vier Spiele in Serie gewinnen, wobei teilweise fast die ganze Teamoffensive aus B-Junioren bestand. Somit war der Klassenerhalt geschafft, zum Saisonende erreichte man wenigstens den 6. Platz. Trotzdem kann man sich kaum darüber freuen, wenn man bedenkt was mit dieser talentierten Mannschaft möglich gewesen wäre.

Obwohl die Saison sehr schwierig und turbulent war, können wir alle an viele schöne Momente zurückdenken. Für die Zukunft wünsche ich den Jahrgängen 1994, 95 und 96 viel Erfolg und den 93ern einen Stammplatz in den Aktivteams.

Besonderen Dank möchte ich den Folgenden aussprechen:

–          Unseren Coaches, die es mit unserem Team ausgehalten haben.

–          Den B-Junioren, die uns mit ihrem Einsatz die Saison retteten.

–          Kevin Rocha für seine sieben Tore in  acht Spielen bei geschätzten drei besuchten Trainings.

 Sebastian Oettli (abtretender Captain der A-Junioren)