Die Gegner der 1. Mannschaft: Sieben Altbekannte, vier Neue

Das Fanionteam des SC Zollikon spielt in der kommenden Saison gegen einen Absteiger aus der 2. Liga und zwei Aufsteiger aus der 4. Liga. Zu einem Höhepunkt kommt es im Cupwettbewerb: Der SCZ empfängt am Donnerstag 22. August den FC Küsnacht zum Nachbarduell.

Die 1. Mannschaft trifft in der kommenden Saison in der Gruppe 3 der 3. Liga auf sieben Teams, mit denen sie sich schon in der vergangenen Spielzeit duellierte: den FC Egg I, den FC Fällanden I, den FC Männedorf I, den FC Meilen I, den FC Witikon I, Racing Club Zürich I und SV Höngg II.

Neu in die Gruppe 3 eingeteilt wurden der FC Kloten I, der FC Regensdorf II, der FC Unterstrass I und der FC Wallisellen II. Etwas überraschend nicht in der Zolliker Gruppe vertreten ist der FC Herrliberg, der in seiner ersten 2.-Liga-Saison nach dem Aufstieg vor einem Jahr gleich wieder abstieg. Der Seeklub tritt in der kommenden Saison in der Gruppe 4 an.

Wie stark sind die neuen Zolliker Gegner?

Der FC Unterstrass ist vor ein paar Wochen nach vielen Jahren aus der 2. Liga abgestiegen. Schon früh in der abgelaufenen Spielzeit waren die Aussichten auf den Klassenerhalt gering. Getrennt hat sich der Zürcher Quartierverein nun vom langjährigen Trainer Gabriele Giandomenico und ihn mit David Mang ersetzt, der bisher Assistenztrainer bei Dübendorf war. Mit dem FC Unterstrass wird in der kommenden Saison sicherlich zu rechnen sein.

Der FC Kloten hat in der abgelaufenen Saison in der Gruppe 5 der 3. Liga oben mitgespielt und den Aufstieg in die 2. Liga als Drittplatzierter nur knapp verpasst. Im Kampf um den Aufstieg dürften die Klotener sicherlich ein Wörtchen mitreden wollen.

Aus der 4. Liga aufgestiegen ist die zweite Mannschaft des FC Regensdorf. Die Promotion in die höhere Spielklasse stand dabei erst nach einem knappen 2:1-Sieg gegen den FC Oerlikon/Polizei in der letzten Spielrunde fest. Um einen Punkt konnte Regensdorf den FC Brüttisellen-Dietlikon hinter sich lassen.

Ebenfalls um einen Aufsteiger aus der 4. Liga handelt es sich bei der zweiten Mannschaft des FC Wallisellen. Der Aufstieg der Glatttaler stand schon länger fest und war mit letztlich fünf Punkten Vorsprung souverän zustande gekommen.

Reizvolles Cupduell mit dem FC Küsnacht

Noch vor Meisterschaftsbeginn kommt es am Donnerstagabend 22. August auf dem Fussballplatz Riet zu einem besonderen Leckerbissen. Erstmals seit Jahrzehnten messen sich wieder die beiden Fanionteams von Zollikon und Küsnacht. Unser Nachbar, dessen Ziel es eigentlich ist, in der 1. Liga mitzumischen, hat eine Talfahrt hinter sich: Pünktlich zum 100-Jahr-Jubiläum im Sommer 2007 war er tatsächlich in die 1. Liga aufgestiegen. Dort konnte er sich aber nicht halten und stieg unter Trainer Giovanni Gargiulo in die 2. Liga interregional ab. Unter dessen Nachfolger Andreas Bockaj spielte der FCK – mit den heutigen Zollikern Andrea Schärer und Christian Stengele – in der 2. Liga interregional zumeist im Mittelfeld mit.

Schiffbruch erlitt der Verein in der vergangenen Saison mit dem erst vor einem Jahr verpflichteten Ur-Küsnachter Thomas Maag als Trainer und mit der Idee, nach Jahren voller Aktionismus auf dem regionalen Transfermarkt wieder verstärkt auf Einheimische zu setzen.

Als neuen Trainer hat der FC Küsnacht vor ein paar Wochen Rainer Bieli vorgestellt. Der 34-jährige ehemalige Torschützenkönig der höchsten Schweizer Liga, der unter anderem bei Xamax, den Grasshoppers, dem FC St. Gallen und dem FC Aarau spielte, soll den FCK wieder zurück in höhere Ligen führen. Als Spieler ist Bieli, der in der vergangenen Saison noch beim FC Baden spielte und in 20 Spielen zehn Tore schoss, auf dem Fussballplatz Heslibach nicht mehr vorgesehen. (dbü)

Die Gruppeneinteilungen aller Zolliker Mannschaften – von der 1. Mannschaft bis zu den E-Junioren: hier abrufen.

Klarstellung betreffend Aussagen des FVRZ in Medienberichten

Klarstellung betreffend Aussagen des Fussballverbandes in Medienberichten

Der verfälschte Aufstiegskampf ist jetzt auch in den Medien ein Thema. In seiner gestrigen Ausgabe berichtete zuerst der „Zürcher Oberländer“, am  Abend hat auch  „20 Minuten“ einen Artikel aufgeschaltet, der wie folgt übertitelt ist: „Geschenkter Aufstieg sorgt für Knatsch“. Ebenfalls berichtet „20 Minuten“ in seiner heutigen Printausgabe sowie auch der „Tages-Anzeiger“ über die Schlussphase des Aufstiegsrennens in der Gruppe 3 der 3. Liga.

Im Artikel von „20 Minuten“ wird ein Vertreter des Verbandes FVRZ mit den Worten zitiert, der SCZ sei „selber schuld“, dass YF drei Punkte im Aufstiegskampf geschenkt bekommen habe. Er habe nämlich Protest gegen die Vorverschiebung der Partie zwischen Fällanden und YF Juventus eingelegt. Diese Aussage ist allerdings falsch.

Der SCZ möchte festhalten: Wir haben in dieser Angelegenheit KEINEN Protest eingelegt und drängten immer zu auf eine sportlich faire Lösung für alle beteiligten Vereine unserer Gruppe. Wir hätten es begrüsst, wenn das Spiel zwischen Fällanden und YF Juventus hätte ausgetragen werden können.  Primär am für den letzten Spieltag festgelegten Datum (Sonntag) – notfalls allerdings auch am Samstagnachmittag. Dem SC YF Juventus gratulieren wir zum Aufstieg in die 2. Liga regional. (scz)

Versöhnlicher Saisonabschluss für das Fanionteam: 1:0 gegen Höngg

Das Zolliker 3.-Liga-Team gewinnt im letzten Saisonspiel trotz schlechter Vorzeichen 1:0 gegen den SV Höngg. Den Aufstieg in die regionale 2. Liga verpasst es nur hauchdünn.

Von Dennis Bühler

 

Die Ausgangslage vor dem letzten Spiel der Saison war für den Sportclub Zollikon nicht gerade einfach: Zum einen musste die Partie auf Geheiss des Fussballverbandes am Sonntagmorgen ausgetragen werden, an dem auf dem Sportplatz Riet eigentlich das Grümpel- und Schülerturnier hätte stattfinden sollen. Das von Freitag bis Sonntag dauernde Plauschturnier musste rund um das Meisterschaftsspiel des Fanionteams herum geplant werden – ein Mehraufwand für alle Beteiligten, den es in der 3. Liga und am Wochenende der Meisterschaftsentscheidung aber zweifellos zu akzeptieren gilt.

Zum anderen fühlten sich die Zolliker schon vor dem Anpfiff all ihrer Aufstiegschancen beraubt: Eigentlich sollte ein Heimsieg gegen Höngg genügen, um erstmals seit 22 Jahren wieder in der regionalen 2. Liga anzutreten, wenn sowohl Männedorf wie auch YF Juventus in der letzten Runde Punkte liegen lassen würden. Doch war das Spiel zwischen dem FC Fällanden und YF Juventus vom Fussballverband nach einem seltsam anmutenden Hin und Her zuerst auf den Samstag vorverschoben und dann wieder auf den Sonntag gelegt worden. Gastgeber Fällanden sah sich nicht in der Lage, während des eigenen Grümpelturniers ein Meisterschaftsspiel zu veranstalten, und erklärte, nicht zum letzten Saisonspiel anzutreten. YF Juventus gewann ohne zu spielen 3:0 forfait – und damit just jene drei Punkte, die letztlich zum Aufstieg in die 2. Liga reichten. Männedorf nämlich verlor gegen den FC Meilen überraschend 2:3 – ein Ergebnis, das für den SCZ nicht mehr von Belang war.

Marco Schärer trifft zur frühen Führung

Trotz schwer zu akzeptierender Umstände traten die Zolliker motiviert auf und setzten den SV Höngg von Beginn an unter Druck. Wie verwandelt schien das Heimteam im Vergleich zur Auswärtspartie beim FC Witikon, wo es zehn Tage zuvor chancenlos gewesen und 3:6 besiegt worden war. In der 13. Minute schaltete der SCZ nach einem Angriff der Stadtzürcher schnell um: Nicolas Girod passte an die Seitenlinie zu Andrea Schärer, der beschleunigte und zu seinem älteren Bruder Marco querlegte. Dieser passte direkt zu Fernando Hermida, der wiederum Andrea Schärer mit einem Steilpass lancierte. Dessen Pass in den Strafraum verwertete Marco Schärer unhaltbar ins untere rechte Eck.

Der SCZ konnte in der Folge mehrere gute Gelegenheiten verzeichnen, scheiterte aber jeweils knapp. Die grösste Chance vergab Andrea Schärer, als er zehn Minuten nach dem Führungstreffer einen zu kurz geratenen Rückpass eines Hönggers erlief und vor dem Goalie an den Ball gelangte. Der wirblige Flügelspieler im Zolliker Dress legte sich den Ball jedoch etwas zu weit vor, weshalb er ins Toraus kullerte.

In der 35. Minute unterlief der Zolliker Innenverteidiger Oliver Aeschimann, ansonsten ein sicherer Wert und einer der besten Spieler überhaupt, einen Ball, doch SCZ-Goalie Mauro Eichin konnte spektakulär mit dem Kopf abwehren. Auch in der zweiten Halbzeit war der SCZ das bessere Team, blieb aber ohne Torerfolg. Und wenn es hinten einmal brenzlig wurde, konnte es sich auf den wachsamen Eichin verlassen. In der 72. Minute wehrte der junge Goalie mit einer starken Parade einen Schuss aus etwa zehn Metern über das Tor.

Von Eichin bis Hermida: eine überzeugende Leistung

Nach enttäuschenden Leistungen in den Partien gegen YF Juventus (1:4) und Witikon gelang dem SCZ gegen Höngg eine gute und abgeklärte Leistung. Kein Spieler zog einen schlechten Tag ein, die Mannschaft kämpfte solidarisch und wusste auch spielerisch zu überzeugen. Goalie Eichin war ein sicherer Rückhalt, auf den in allen Situationen Verlass war. Nicolas Girod, der zuletzt überraschend auf der Ersatzbank hatte Platz nehmen müssen, stabilisierte die Abwehr und fand in Aeschimann einen ausgezeichneten Partner in der Innenverteidigung. Die Aussenverteidiger Asdin Azarnait und Christian Stengele schalteten sich immer wieder in die Angriffe ein und sorgten auf der Aussenbahn so für wichtige Überzahlsituationen. Azarnait sorgte überdies mit gut getretenen Eckbällen wiederholt für Gefahr.

Im Zentrum gewannen Sebastian Beisel und Yves Rämi fast alle Zweikämpfe, sodass sich der gegnerische Spielgestalter nie wie gewünscht entfalten konnte. Rämi liess sich dabei nicht einmal von einem Veilchen unter dem Auge beirren, das ihm ein Gegenspieler mit dem Ellbogen in einem überhart geführten Kopfballduell zugefügt hatte. Andrea Schärer war auf dem Flügel gewohnt dribbelstark und konnte oft nur mit einem Foulspiel gestoppt werden. Sascha Martin, der erst seit kurzem so offensiv eingesetzt wird, zeigte erneut, dass mit ihm auch auf dieser Position zu rechnen sein wird. Zwei Mal verpasste er das 2:0 nur knapp. Im Sturmzentrum gelang Marco Schärer eine der besten Saisonleistungen. Der frühe Torerfolg tat ihm sichtlich gut, mit dem nötigen Selbstvertrauen gewann er danach viele Zweikämpfe und setzte seine Mitspieler immer wieder gut in Szene.

Gleich hinter Schärer zog Fernando Hermida in seinem möglicherweise letzten Spiel für das Fanionteam die Fäden. Der 34-Jährige, der das Derby gegen den FC Küsnacht Mitte Mai mit drei Toren fast im Alleingang entschieden hatte, bewies auch gegen Höngg, dass die Zeit zum Rücktritt noch nicht gekommen sein muss. Für die junge Zolliker Mannschaft kann Hermida auch in der kommenden Spielzeit wertvoll sein. Entscheidend wird sein, ob sein geschundener Körper auch in der Saison 2013/14 wenigstens Teileinsätze zulassen wird.

Der SCZ darf mit dieser Saison mehr als zufrieden sein

Der Sportclub Zollikon schliesst seine zweite 3.-Liga-Saison nach fast zwanzigjähriger Pause auf dem ausgezeichneten 2. Tabellenrang ab. Auch wenn die Tatsache, dass der SC YF Juventus sich den Aufstieg im letzten Saisonspiel nicht mehr erspielen musste, einen schalen Beigeschmack hinterlässt, bleibt festzuhalten: YF Juventus hat sich die Promotion nicht zuletzt mit dem überzeugenden Gastspiel auf dem Riet vor gut zwei Wochen verdient. Und der SCZ darf trotz knapp verpasstem Aufstieg mehr als zufrieden sein mit den Leistungen, die in den vergangenen elf Monaten gezeigt worden sind. Besonders erfreulich ist, dass das Kader breiter geworden ist: Auch lange Verletzungspausen von Leistungsträgern wie Goalie Benjamin Niederhauser (der in dieser Saison kein einziges Spiel bestritt), Tomás Hermida, Alessandro Felder oder Michael Hugentobler sowie lange Absenzen aus beruflichen Gründen wie bei Matteo Felder, Sandro Camichel oder Richard Einstein führten nicht zu einem Leistungseinbruch.

Der SCZ hat den Aufstieg knapp verpasst, doch ist er ihm eindeutig näher gekommen: Im Vorjahr war der FC Herrliberg an der Tabellenspitze noch enteilt und mit grossem Vorsprung aufgestiegen, in der nun abgelaufenen Saison hat der SCZ nur einen einzigen Punkt zu wenig gewonnen. Das Trainerduo Alain Merkli und Werner Kienle darf der kommenden Spielzeit optimistisch entgegenblicken. Zumal auch einige talentierte A-Junioren zur 1. Mannschaft stossen werden.

Telegramm

SC Zollikon – SV Höngg 1:0 (1:0).

Fussballplatz Riet, 100 Zuschauer.

Tor: 13. M. Schärer 1:0.

SCZ: Eichin; Azarnait, Aeschimann, Girod, Stengele; Beisel, Y. Rämi; Martin (91. Oechslin), F. Hermida (76. Camichel), A. Schärer; M. Schärer (67. Lionzo).

Bemerkungen: Gelbe Karten gegen Azarnait (61., Handspiel), Lionzo (79.) und Girod (88., beide Foulspiel). Beim SCZ nicht eingesetzt: Gubler und T. Hermida, die sich beide beim Aufwärmen verletzten. SCZ ohne Bühlmann, Burger, A. Felder, Hugentobler, Niederhauser, G. Rämi, Winkler (alle verletzt), Einstein, M. Felder, Kälin (alle abwesend).

Grümpi/Schüeli: Das schönste Wochenende des Jahres steht an

Bereits ist das Festzelt aufgebaut – und schon sehr bald geht´s los: Morgen Freitag um 18 Uhr beginnt das traditionelle Grümpel- und Schülerturner auf dem Fussballplatz Riet.

Von Dennis Bühler (Text und Fotos)

Festzelt Grümpi

110 Mannschaften messen sich an diesem Wochenende in drei Erwachsenen- und fünf Schülerkategorien. Bereits zum dritten Mal findet das Turnier auf den im Oktober 2010 eingeweihten Kunstrasenspielfeldern statt. Wie stets in der jüngeren Vergangenheit werden die meisten Spiele auch in diesem Jahr von offiziellen Schiedsrichtern des Fussballverbandes geleitet. Als Chef des Organisationskomitees amtiert zum zweiten Mal der Zollikerbergler Nicholas Crawshaw, der auf die letztjährige Austragung hin Toni Incagliato abgelöst hat.

Der Spielplan ist hier abrufbar. Die Finalspiele des Grümpi-Turniers finden morgen Samstag ab 18:45 Uhr statt. Übermorgen Sonntag ab 16 Uhr stehen die Finalspiele des Schüeli-Turniers auf dem Programm. Das ganze Wochenende wird im grossen Festwirtschaftszelt für Speis und Trank gesorgt. Am Samstagabend lockt zudem die Cüpli-Ecke.

Am Sonntagmorgen um 10.15 Uhr trägt die 1. Mannschaft des Sportclubs Zollikon, die sich noch immer leise Hoffnungen auf den Aufstieg in die 2. Liga machen darf, ihr letztes Heimspiel dieser Saison aus. Eine gute Gelegenheit für viele Zolliker, denen die guten Leistungen bisher verborgen blieben, um endlich wieder einmal einen Augenschein auf dem Riet zu nehmen.

Hier einige Impressionen des Grümpi/Schüeli 2012, um die Vorfreude auf die diesjährige Ausgabe zu wecken:

Am Wochenende ist Grümpi und Schüeli: Der Spielplan ist online

Am kommenden Wochenende, 21. bis 23. Juni, findet auf dem Fussballplatz das traditionelle alljährliche Grümpel- und Schülerturnier teil. Der Spielplan ist erstellt und publiziert.

Der Spielplan kann hier abgerufen werden.

In diesem Jahr haben wir eine spezielle Situation: Am Sonntagmorgen wird nicht gespielt, da die 3.-Liga-Mannschaft des SC Zollikon ein wichtiges Meisterschaftsspiel zu bestreiten hat.

Deshalb:

  • Grümpi-Spiele finden statt am Freitagabend und Samstagnachmittag. Am Samstagabend werden die Finalspiele ausgetragen, gefolgt von der Rangverkündigung.
  • Schüeli-Spiele finden statt am Samstag (Vor- und Nachmittag) und am Sonntagnachmittag. Die Finalspiele werden am Sonntagnachmittag /-abend ausgetragen, gefolgt von der Rangverkündigung.

Das Organisationskomitee bittet alle Teilnehmer, im Voraus einen Blick auf die Regeln zu werfen, damit keine unnötigen Fragen entstehen.

OK Grümpi/Schüeli
Sportclub Zollikon

Die Zolliker D-Junioren bieten der U-12 der AS Monaco Paroli

Gestern Samstag empfingen die Zolliker Da-Junioren die U-12-Auswahl der AS Monaco zum internationalen Freundschaftsspiel auf dem Riet. Die Hintergründe dieses besonderen Spiels sind hier nachzulesen.

Die Zolliker konnten mit ihren Gegnern gut mithalten und gingen sogar 1:0 in Führung. Im Verlauf der ersten Halbzeit vergab der SCZ auch einen von Schiedsrichter Ben Crawshaw gepfiffenen Penalty. Letztlich blieb es beim Pausenstand von 3:1 für die AS Monaco. „Für alle war es ein einmaliges, unvergessliches Erlebnis“, waren sich nach dem Spiel Zolliker Spieler, Trainer und Fans einig. Und eine Mutter sagte: „Das war eine wichtige und schöne Erfahrung im sportlichen Leben unserer Junioren.“

Fotos: Toni Incagliato, Antonella Montanaro, Dennis Bühler

Ausgeträumt: Die 1. Mannschaft geht in Witikon 3:6 unter

Dem Zolliker Fanionteam geht im Aufstiegskampf die Luft aus: Nach dem 1:1 in Männedorf und dem 1:3 gegen YF Juventus kann es auch im dritten Spiel in Folge nicht gewinnen. Schlimmer noch: Beim FC Witikon werden die Zolliker phasenweise vorgeführt. Die Aufstiegschancen sind damit auf ein absolutes Minimum gesunken.

Von Dennis Bühler (Text) und Wendy Winkler (Fotos)

 

Hochmotiviert: Die roten Witiker und die blauen Zolliker betreten das SpielfeldSchon die erste Angriffsszene der Gastgeber lässt erahnen, in welche Richtung sich diese Partie entwickeln könnte: SCZ-Verteidiger Christian Stengele grätscht ins Leere, Witikon-Stürmer Serafin Oberholzer wird in der Spitze angespielt. Dem Topskorer der Stadtzürcher wird Zeit und Platz gelassen, um sich zum Tor zu drehen, zwei Zolliker Abwehrspieler schauen nur zu, und auch Goalie Mauro Eichin zeigt gegen den zwar platzierten, aber in seiner Art absehbaren Abschluss keinerlei Reaktion. Schon nach drei Minuten müssen die Zolliker, die sich für diese Partie so viel vorgenommen haben, eine Reaktion auf den missglückten Auftritt am Sonntag zuvor gegen YF Juventus etwa, einem Rückstand hinterher rennen. Im Wissen, sich im Fernduell um den Aufstieg keinesfalls einen weiteren Punktverlust leisten zu können, wird der Druck noch grösser. Für die Zolliker wird er zu gross – das Team zerbricht daran.

Christian Stengele kann seinen Gegenspieler nicht am Flanken hindernWie gelähmt spielt der Grossteil des Teams nun, Zweikämpfe werden verloren, einfachste Pässe im Spielaufbau misslingen. Auf der anderen Seite stellt Oberholzer seine Torgefährlichkeit unter Beweis, trifft nach einer Viertelstunde nach einem Pass des ehemaligen Zollikers Patrick Aeschbacher mit seiner zweiten Chance zum zweiten Mal. Die Zolliker sind zwar bemüht, aber unfähig, den entfesselten Stadtzürcher mehr entgegen zu setzen als das Anschlusstor nach zwanzig Minuten. Einen weiten Pass von Tomás Hermida passt Flügelspieler Sascha Martin scharf zur Mitte, Andrea Schärer legt überlegt quer zu Yves Rämi, dieser behält die Übersicht, lässt einen Gegenspieler aussteigen und trifft aus kurzer Distanz am chancenlosen Witiker Torhüter Damian Unger vorbei zum 1:2. Das Aufbäumen ist von kurzer Dauer, weil Albert Miller, der Stürmer aus Frankreich mit Vergangenheit beim HSC Montpellier, fortan gross aufspielt. Sechs Minuten nach dem Zolliker Anschlusstor setzt der Witiker zum Alleingang an, Alessandro Felder kann ihn auch mit einem Tackling nicht stoppen, mit einem Querpass zur Mitte bedient Miller Lukas auf der Maur, der nur noch einzuschieben braucht. Auch in der zweiten Halbzeit wird Miller die Zolliker Abwehr mehrmals schwindlig dribbeln.

Korrekturen an der Aufstellung

Oliver Aeschimann klärt vor dem Witiker Stürmer

In der Pause korrigieren die Zolliker Trainer Alain Merkli und Werner Kienle ihre Aufstellung, wechseln mit Nicolas Girod einen erfahrenen Verteidiger und mit Albert Gubler einen schnellen Stürmer ein. Beide hatten überraschend auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen. Am Zolliker Spiel ändern indes beide Massnahmen wenig. In der Defensive steht man zu weit vom Gegner weg und gibt viel zu viel Raum, im Angriff fehlt die Durchschlagskraft. In der 57. Minute vergibt Gubler die Chance zum 2:3 und damit einem Tor, das vielleicht nochmals Kräfte mobilisiert hätte: Viel zu wenig Wucht bringt er hinter seinen Kopfball nach einer Freistossflanke von Tomás Hermida. Unger wehrt den Ball aus einer Distanz von gerade mal fünf Metern ohne Probleme ab. Drei Minuten später hat Miller seinen nächsten Auftritt, erneut legt er auf für einen Mitspieler, der nicht mehr viel falsch machen kann. Der soeben für den verletzt ausgeschiedenen Oberholzer eingewechselte Marc Koch erzielt mit seiner ersten Ballberührung den vierten Witiker Treffer.

Ins Stolpern geraten: Der SCZ mit Andrea Schärer erleidet in Witikon SchiffbruchIn der 66. Minute setzt sich Andrea Schärer mit zwei schönen Dribblings in Szene und wird im Strafraum von den Beinen geholt. Tomás Hermida lässt Goalie Unger mit seinem platzierten Penalty keine Abwehrchance. Der jüngere der beiden Schärer-Brüder kommt eine Minute später freistehend zum Kopfball, der allerdings genauso harmlos gerät wie jener von Gubler zehn Minuten zuvor. In der 71. Minute erzielt Miller das 5:2, das Spiel ist nun endgültig entschieden. Nach dem zweiten Treffer von Koch in der 77. Minute muss man Angst haben, dass die Zolliker Mannschaft endgültig auseinanderbricht. Das letzte – unbedeutende – Tor fällt jedoch auf der gegenüber liegenden Spielfeldseite: Andrea Schärer trifft zwischen den Beinen von Unger hindurch zum 3:6-Endstand.

Ursachenforschung

Freistehend köpfelt Albert Gubler genau in die Arme von Witikon-Hüter Damian Unger und verpasst das 2:3Woran liegt es, dass Witikon dem SCZ in allen Belangen überlegen war? Zum einen stellte der Gastgeber mit dem Sturmduo Oberholzer/Miller die beiden besten Spieler auf dem Platz. Ersterer brauchte zwei Chancen, um das Spiel in die gewünschten Bahnen zu lenken. Letzterer brillierte mit einem Treffer und vier Torvorlagen. Zum anderen machten es die Zolliker dem FC Witikon aber auch erstaunlich einfach, genauso wie schon dem SC YF Juventus vier Tage zuvor: Die Körperspannung stimmte bei vielen nicht, die breite Brust und der unbedingte Siegeswille, die den SCZ in den ersten drei Vierteln der Saison noch ausgezeichnet und zu vielen – auch knappen – Siegen geführt hatten, fehlten. Offensichtlich lasteten Druck und Erwartungshaltung schwer auf den Spielern.

Fehlte an allen Ecken und Enden: der verletzte Stürmer Sean WinklerZu viele Spieler waren in den letzten Wochen zu weit von ihrer Normalform entfernt. Auch deshalb liess die Variation im Zolliker Spiel zu wünschen übrig. Viel zu oft wurde der lange Ball auf die Flügel gespielt, womit das zentrale Mittelfeld, das im Grunde ideal positioniert für die Ballverteilung wäre, überbrückt wurde. Erschwerend kam hinzu, dass mit Sean Winkler der treffsicherste Zolliker seit dem Auswärtsspiel in Männedorf verletzt fehlt, und gegen Witikon nun auch noch die beiden Stammkräfte auf der Position des Aussenverteidigers ausfielen (Carlo Bühlmann verletzt, Asdin Azarnait gesperrt). Der einzige verbleibende gelernte Aussenverteidiger im Team, Sascha Martin, wurde auf dem Flügel eingesetzt.

Wenigstens eine Einheit

Eine Einheit auch im Moment der Niederlage: das Zolliker Fanionteam nach dem Spiel auf der Suche nach den Ursachen für die herbe 3:6-NiederlageIn neun Tagen empfängt der SCZ zum Saisonabschluss den SV Höngg auf dem Riet. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird dieses Spiel bedeutungslos sein. Es ist nicht anzunehmen, dass sowohl Männedorf wie auch YF Juventus auf der Zielgerade stolpern. Es steht so gut wie fest: Der SCZ wird auch in der nächsten Saison in der 3. Liga spielen. Auch wenn die letzten drei Spiele betrüblich waren, darf das Fanionteam insgesamt auf eine gelungene Saison zurückblicken. Wie in der Vorsaison, als man erstmals seit Jahren wieder in der 3. Liga antrat, wird es diese Spielzeit (mindestens) auf dem dritten Tabellenrang abschliessen.

Die erfreulichste Szene am gestrigen Abend in Witikon war übrigens eine nach Spielende: Gleich zwei Mal bildeten Spieler und Betreuer auf dem Spielfeld einen Kreis. Die Zolliker wurden schwer geschlagen, ein Ziel wurde verfehlt. Und doch, scheint es, gibt es keine Auflösungstendenzen zu verzeichnen. Die Mannschaft und der SCZ als Verein sind eine Einheit – auch in einem Moment der grossen Enttäuschung.

 

Telegramm

FC Witikon – SC Zollikon 6:3 (3:1). Sportplatz Looren, 100 Zuschauer.

Tore: 3. Oberholzer 1:0. 15. Oberholzer 2:0. 20. Y. Rämi 2:1. 26. Auf der Maur 3:1. 60. Koch 4:1. 66. T. Hermida 4:2. 71. Miller 5:2. 77. Koch 6:2. 87. A. Schärer 6:3.

SCZ: Eichin; Aeschimann (46. Girod), T. Hermida, Stengele, Oettli; Beisel, A. Felder (55. F. Hermida); A. Schärer, Y. Rämi, Martin; M. Schärer (46. Gubler).

Bemerkungen: Gelbe Karten gegen Oettli (52., Foul) und Eichin (77., Reklamieren). SCZ ohne Azarnait (gesperrt), Bühlmann, Burger, Hugentobler, Niederhauser, G. Rämi, Winkler (alle verletzt), Camichel, Einstein, M. Felder, Kälin, Saliji (alle abwesend). 55. A. Felder verletzt ausgeschieden. Beim SCZ nicht eingesetzt: F. Bühlmann, Vasilj.

Die Zolliker D-Junioren spielen am Samstag gegen die AS Monaco

Am Samstag um 17 Uhr empfangen die Da-Junioren des Sportclubs Zollikon eine Juniorenauswahl der AS Monaco zum Freundschaftsspiel auf dem Fussballplatz Riet.

Die Zolliker Da-Junioren mit ihren TrainernEingefädelt hat das besondere Duell der Elf- und Zwölfjährigen der Zolliker Trainer Markus Vogelsanger. Ein Freund von ihm, der in Monaco wohnt, hat einen Sohn, der bei der U-12 der Monegassen spielt. Für die Saisonabschlussreise suchte das Team Gegner in der Schweiz. Die jungen Monegassen dürfen vor dem Gastspiel in Zollikon als klarer Favorit gelten. „Diese Mannschaft hat in etwa die Stärke der U-12-Teams der Schweizer Grossklubs“, sagt Vogelsanger. „Natürlich glauben wir trotzdem an unsere Siegeschance. In einem Spiel ist immer alles möglich.“ Die Partie werde ihm und den übrigen Zolliker Trainern sicherlich Aufschluss darüber geben, wie weit in der bald beendeten Saison Fortschritte erzielt werden konnten, hofft Vogelsanger.

Im Herbst hatten die jungen Zolliker den Aufstieg in die Elitekategorie geschafft. Auch auf höherem Niveau schlug sich das Team beachtlich. Als einziges Team der Meisterschaftsgruppe vermochte es etwa gegen den klaren Tabellenführer Uster zu gewinnen.  Zuversicht schöpft Vogelsanger auch aus der Tatsache, dass rund die Hälfte der Spieler seiner Mannschaft im jüngeren Jahrgang 2001 geboren sind und also auch in der kommenden Saison bei den D-Junioren auflaufen kann. „Unser Team ist sehr talentiert“, sagt er.

Gegen den neuen Klub von Weltstar Falcao

Die monegassische U-12Die AS Monaco hatte in den vergangenen Wochen für internationale Schlagzeilen gesorgt: Nach dem Aufstieg in die höchste französische Liga tätigte der Verein, der seit anderthalb Jahren vom russischen Milliardär Dmitri Rybolowlew präsidiert wird, Transfers im Gesamtwert von ungefähr 160 Millionen Franken: So wechselt zur neuen Saison etwa Radamel Falcao, für viele der momentan beste Stürmer der Welt, für 75 Millionen Franken von Atlético Madrid ins Fürstentum.  Ob die jungen Monegassen, die am Samstag auf dem Riet ihre Aufwartung machen, bei einem derart ambitionierten und finanzstarken Verein Karriere machen können, wird sich weisen müssen. Vermutlich aber hat Rybolowlew ohnehin die Freude an seinem Spielzeug verloren, bis die heute Elfjährigen für den Profibereich in Frage kommen. Es hat zweifellos Vorteile, erst ins Teenageralter zu kommen. (dbü)

Termin: Am Samstag, 17 Uhr, Fussballplatz Riet: SC Zollikon Da-Junioren – AS Monaco U-12.

Rückschlag im Aufstiegskampf: Die 1. Mannschaft verliert gegen YF

An der Tabellenspitze der 3. Liga ist es zum Zusammenschluss gekommen: Die 1. Mannschaft des Sportclubs Zollikon unterlag gestern Sonntag dem SC YF Juventus 1:3, gleichentags gewann Männedorf gegen Höngg 1:0. Trotzdem haben die Zolliker den Erfolg in den eigenen Füssen: Gewinnen sie am Donnerstag in Witikon und in 13 Tagen gegen Höngg und vermeiden gelbe und rote Karten, steigen sie in die regionale 2. Liga auf.

Von Dennis Bühler

 

"Wir können besser spielen, als wir es heute gezeigt haben": Trainer Alain Merkli (links) war nicht zufrieden mit der Leistung seiner Spieler im Spitzenkampf gegen YF JuventusVerzweifelt versuchten die Zolliker, doch noch wenigstens den Anschlusstreffer zu erzielen, der für die letzten Spielsekunden die Hoffnung zurückgebracht hätte. Die Hoffnung auf ein Unentschieden, das ihnen weiterhin die unangefochtene Tabellenführung eingebracht hätte; ein Unentschieden aber auch, dass aufgrund der Spielanteile während der zurückliegenden 90 Minuten keinesfalls verdient gewesen wäre. Während der letzten Angriffe warf der Sportclub Zollikon alles nach vorne, Abwehrchef Tomás Hermida agierte als Mittelstürmer, die Mannschaft bemühte nun erst recht lange Bälle, ein Stilmittel, das schon zuvor dominiert und nie den gewünschten Erfolg gebracht hatte. Sieben Minuten liess der gute Schiedsrichter nachspielen, gefährlich kam der SCZ nie mehr vor das gegnerische Tor.

Der Sieg der Gäste von YF Juventus war verdient, das gestand auch Alain Merkli ein, der Zolliker Trainer. „Wir können viel besser spielen, als wir es heute gezeigt haben“, sagte er. Und im Wissen, im Aufstiegsrennen dennoch alle Trümpfe auf Zolliker Seite zu haben, appellierte er an seine Spieler: „Jetzt gehen wir erhobenen Hauptes und mit stolzer Brust in die letzten zwei Saisonspiele. Die Tabellenführung lassen wir uns auf der Zielgerade nicht mehr nehmen.“

Das 0:1 nach einer Druckphase der Stadtzürcher

Seine beste Phase hatte das Zolliker Fanionteam gleich zu Spielbeginn gehabt. Mit gefälligen Kombinationen sorgten vorab die Gebrüder Schärer für einige Unruhe in der Abwehr der Juventiner, allerdings gelang es vorerst nicht, auch mal bis in den gegnerischen Strafraum vorzudringen oder den YF-Goalie mit einem Distanzschuss zu einer Parade zu zwingen. Nach einer Viertelstunde kam ein Spieler YFs im Anschluss an einen Eckball rund zwanzig Meter vor dem Zolliker Tor an den Ball, und mit einer sehenswerten Direktabnahme, die überdies leicht abgefälscht wurde, traf er unhaltbar für SCZ-Goalie Mauro Eichin ins untere linke Eck. Das Tor markierte das Ende einer kurzen, vielleicht dreiminütigen Phase, in der YF Juventus plötzlich hatte Druck ausüben können und hintereinander gleich zu mehreren Eckbällen gekommen war.

Gegen YF Juventus einziger Zolliker Torschütze: Yves RämiDie Zolliker liessen sich durch den plötzlichen Rückstand nicht entmutigen und kamen in der 20. Minute zur ersten guten Gelegenheit: Captain Alessandro Felder lancierte nach einer guten Körpertäuschung Flügelspieler Sascha Martin, der seinen Gegenspieler mit einem Haken gekonnt aussteigen liess. Sein Schuss aus rund zehn Metern aber geriet viel zu harmlos und bereitete dem Goalie YFs keine Mühe. Sechs Minuten später hob Tomás Hermida einen Freistoss an den gegnerischen Elfmeterpunkt, Yves Rämi war vor seinem Gegenspieler und dem herausgeeilten Goalie am Ball und köpftelte zum zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:1-Ausgleich ein.

Der herrliche Distanzschuss genau ins Lattenkreuz

Mit einer herausragenden Einzelaktion lenkte ein Mittelfeldspieler von Juventus das Spiel in der 34. Minute wieder in die von den Gästen gewünschten Bahnen: Von der Seite war er ungünstig halbhoch angespielt worden, er konnte den Ball kaum kontrollieren, weshalb er sich zur Direktabnahme entschied. Aus 25 Metern traf er herrlich und für Eichin wiederum unhaltbar genau ins Lattenkreuz. Noch vor der Pause wäre YF fast vorentscheidend 3:1 in Führung gegangen: Ein Schuss wurde von Tomás Hermida abgeblockt, Eichin hechtete ins Leere, und der Ball prallte zu einem mitgelaufenen YF-Stürmer. Im Nachschuss aus bester Position traf er haarscharf am Aussenpfosten vorbei statt ins verlassene Tor.

Der junge Torhüter im Goal des SCZ überzeugte: Mauro Eichin

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel wehrte Eichin mit seiner besten Tat gegen einen alleine auf ihn zulaufenden Stürmer ab. YF spielte weiterhin ein beeindruckendes Pressing, griff die Zolliker Angriffe hoch an und zwang die Gastgeber im Spielaufbau zu Fehlpässen. Mit dem dritten Tor in der 81. Minute war das Spiel entschieden. Einen scharf getretenen Freistossball hatte Eichin nach vorne abprallen lassen und ein YF-Stürmer schneller reagiert als die Zolliker Verteidiger.

SCZ mit fünf gelben Karten Vorsprung auf Männedorf Tabellenführer

Dem SC Zollikon gelang es wie schon am Dienstag zuvor beim 1:1 in Männedorf nicht, einen direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen entscheidend zurückzubinden. Zu viel passte nicht an diesem Sonntagnachmittag: Die Verteidiger wirkten vor allem in der ersten Halbzeit nervös und leisteten sich allzu viele leichte Fehler im Spielaufbau; im zwar zweikampfstarken Mittelfeld fehlte die Dynamik, es fehlten die Tempowechsel, zu viel geschah im immer gleichen Trott; verheerend war aber insbesondere, dass der gegnerische Goalie während des gesamten Spiels kaum einmal zu einer Abwehr gezwungen werden konnte.

Wurde im SCZ-Angriff schmerzlich vermisst: der verletzte Sean WinklerDie Zolliker versuchten allzu oft, den Ball bis ins gegnerische Tor zu tragen und wurden im letzten Moment gestoppt, statt dass sie auch mal aus der zweiten Reihe geschossen hätten. Die Abschlüsse des treffsichersten SCZ-Stürmers Sean Winkler, der sich gegen Männedorf verletzt hatte, wurden ebenso schmerzlich vermisst wie Wille und Punch von Mittelfeldspieler Sebastian Beisel. Einem Zolliker Erfolg stand jedoch auch die spielerische Klasse von YF Juventus entgegen. In Anbetracht der Leistung des jungen Stadtzürcher Teams auf dem Sportplatz Riet muss es überraschen, dass es nicht die Tabellenspitze ziert, sondern im Aufstiegsrennen wegen der hohen Anzahl an Strafpunkten sogar die schlechtesten Karten des Spitzentrios aufweist.

Leader nämlich ist auch zwei Runden vor dem Saisonende weiterhin der SC Zollikon. Die Ausgangslage im Aufstiegskampf präsentiert sich ausserordentlich spannend: Der SCZ, der FC Männedorf und YF Juventus liegen mit jeweils 38 Punkten auf den Rängen 1 bis 3. Zollikon erhielt am Sonntag drei gelbe Karten (und damit drei zusätzliche Strafzähler). Der SCZ führt die Tabelle nun sieben Strafpunkte vor Männedorf und acht Strafpunkte vor YF Juventus an.

Das Restprogramm

Die Zolliker reisen am Donnerstag nach Zürich-Witikon, wo sie um 19.30 Uhr auf der Sportanlage Looren auf den Siebtplatzierten FC Witikon treffen, den noch leichte Abstiegssorgen plagen. Gleichentags tritt der FC Männedorf auswärts beim Fünftplatzierten FC Egg an. Am Sonntag spielt YF Juventus zuhause gegen den Ranglistenneunten FC Meilen, der dringend Punkte gegen den drohenden Abstieg in die 4. Liga braucht. Diese drei Aufgaben sind bezüglich ihres Schwierigkeitsgrads durchaus miteinander zu vergleichen. In der ausgeglichenen Gruppe gibt es keine einfachen Spiele. Dennoch darf gesagt werden: Lässt ein Team aus dem Spitzentrio bei dieser Ausgangslage in der zweitletzten Runde Punkte liegen, hat es den Aufstieg in die regionale 2. Liga auch nicht verdient.

In der letzten Runde, die am Sonntag 23. Juni zeitgleich um 10.15 Uhr ausgetragen wird, empfängt der SCZ im Rahmen des alljährlichen Grümpelturniers den Viertplatzierten Höngg, das vom Spitzentrio abgesehen stärkste Team der Gruppe. Männedorf reist nach Meilen, YF Juventus nach Fällanden.

Telegramm

SC Zollikon – SC YF Juventus 1:3 (1:2). Sportplatz Riet, 200 Zuschauer.

Tore: 15. 0:1. 26. Y. Rämi 1:1. 34. 1:2. 81. 1:3.

SCZ: Eichin; Azarnait, T. Hermida, Girod, Bühlmann (63. Camichel); A. Felder, Stengele; A. Schärer, Y. Rämi (77. Gubler), Martin; M. Schärer (58. F. Hermida).

Bemerkungen: SCZ ohne Hugentobler, Niederhauser, G. Rämi, Winkler (alle verletzt), Beisel, Einstein, M. Felder, Kälin, Saliji (alle abwesend). 63. Bühlmann verletzt ausgeschieden. Beim SCZ nicht eingesetzt: Aeschimann, Burger, Oettli.

Spitzenduell gegen YF Juventus: Trainer Merkli verspricht Spektakel

Morgen Sonntag empfängt die 1. Mannschaft im Spitzenduell den SC YF Juventus auf dem Sportplatz Riet. SCZ-Trainer Alain Merkli sagt: „Es dürfte ein rasantes Spiel geben mit vielen Torchancen auf beiden Seiten.“ Um 13.30 Uhr geht´s los.

Die Ausgangslage drei Runden vor dem Saisonende ist für den Sportclub Zollikon vielversprechend: Er liegt jeweils drei Punkte vor Männedorf und Juventus an der Tabellenspitze, zudem hat er sich im bisherigen Saisonverlauf weniger Strafpunkte aufbürden lassen. Auch bei Punktgleichheit stiege bei gegenwärtigem Stand deshalb der SCZ in die regionale 2. Liga auf.

Am vergangenen Dienstag trennte sich der SCZ im ersten Spiel dieser vorentscheidenden Woche vom FC Männedorf 1:1. Der Punktgewinn war für die Zolliker letztlich glücklich, weil die Gastgeber in der zweiten Halbzeit mehr Spielanteile hatten, insgesamt aber nicht unverdient. Das sah auch Trainer Alain Merkli so, der in einem Interview mit der Zürichsee-Zeitung sagte: „Nach dem Spiel habe ich mich schon geärgert. Am nächsten Tag war das aber vorbei und vergessen.“ Im Hinblick auf die verbleibenden drei Spiele gegen Juventus, Witikon (auswärts am kommenden Donnerstag) und Höngg (Heimspiel am Grümpisonntag, 23. Juni) sagte er: „Es warten schwierige Partien, aber den anderen Aufstiegskandidaten gehts gleich. Die Würfel sind noch nicht gefallen.“

„Juventus ist das wirbligste Team der Gruppe“

Tatsächlich hat auch der FC Männedorf morgen Sonntag eine äusserst schwierige Aufgabe zu lösen: Anderthalb Stunden nach dem Spiel des SCZ empfängt der Seeclub den Tabellenvierten Höngg. Im Idealfall – wenn der SCZ selbst Juventus besiegt und Männedorf Höngg unterliegt – könnten die Zolliker schon morgen Sonntag den Aufstieg in die 2. Liga praktisch perfekt machen. Nur eine Fülle an gelben und roten Karten in den letzten zwei Saisonspielen könnte ihnen dann noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Dennoch tun die Zolliker gut daran, sich auf die eigenen Aufgaben zu konzentrieren. Gegenüber der Zürichsee-Zeitung sagte Merkli: „Wir müssen nun jedes Spiel hochkonzentriert angehen, eine top Leistung abrufen.“ Für das morgige Spiel verspricht er den Zolliker Anhängern ein Spektakel: „Es dürfte ein rasantes Spiel geben mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Juventus ist das wirbligste Team der Gruppe, wir sind offensiv ebenfalls stark.“ (dbü)