SC Zollikon – WYNRS New Zealand, Freitag, 10. Mai 2013 (mit Bildergalerie)

Wynton Rufer und ein Haka-Tanz auf dem Riet

Auf dem Sportplatz Riet war am vergangenen Freitag ein einmaliges Spektakel zu erleben. Die erste Mannschaft und die A-Junioren traten in einem Freundschaftsspiel gegen ein neuseeländisches Auswahlteam aus Wynton Rufers Nachwuchsakademie an. Dabei liess es sich der ehemalige Bundesligastar und Champions-League-Torschützenkönig nicht nehmen, selbst die Fussballschuhe zu schnüren. Neben Rufer standen einige Talente auf dem Platz, die schon für Neuseelands Jugendauswahlen gespielt haben, darunter etwa Rufers Neffe Alex. Und mit Aaron Hecking, Sohn des Trainers vom Vfl Wolfsburg, konnte man die Fähigkeiten eines weiteren Jungspunds aus einer Fussballerfamilie begutachten.

Vor dem Spiel staunten Zuschauer und Zolliker Spieler nicht schlecht, als die neuseeländische Auswahl den traditionellen Haka zum Besten gab – den Kriegstanz der Maori, welcher durch die neuseeländische Rugbynationalmannschaft Bekanntheit erlangt hat. Das anschliessende Spiel konnte der SCZ ausgeglichen gestalten: Technisch waren die Gäste überlegen, taktisch zeigten die Zolliker aber eine mehr als ebenbürtige Leistung. Und trotz eines klaren Chancenplus musste sich der SCZ wegen mangelnder Effizienz 0:2 geschlagen geben. Yves Rämi hatte zwei hochkarätige Torchancen vergeben und der Neuseeländer Torwart mehrere gute Abschlüsse durch teils mirakulöse Paraden zunichte gemacht.

Rufer auch mit 50 Jahren top

Das erste Tor der Neuseeländer hatte Wynton Rufer durch einen platzierten Schuss aus 20 Metern selbst erzielt, beim zweiten hatte er die Vorarbeit geleistet. Auch mit fünfzig Jahren war seine fussballerische Klasse und auch die altbekannte Cleverness für jeden Laien klar ersichtlich. Auf SCZ-Seite auszeichnen konnte sich A-Junioren-Torhüter Mauro Eichin, der einen Penalty abwehrte. Bester Spieler auf dem Platz aber war sein Gegenüber: Dem neuseeländischen Goalie Liam Anderson darf bestimmt eine internationale Karriere zugetraut werden. Nach dessen Leistung auf dem Riet ist es kein Wunder, durfte der 18-Jährige bereits 2011 an der U-17-Weltmeisterschaft in Mexiko teilnehmen.

Nach dem Spiel genossen die Mannschaften ein gemeinsames Abendessen auf dem Riet. Für die Zolliker Spieler wird dieser Anlass mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis bleiben. (oae)

 

Hier die Fotos vom Event (für Diashow auf das offene Foto klicken)

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Die 1. Mannschaft verteidigt dank 2:1-Sieg die Tabellenführung

Die Zolliker Fussballer gewinnen gegen Unterstrass durch Tore von Sean Winkler und Andrea Schärer 2:1. In der ereignisarmen Partie lässt Zollikon Kreativität und Präzision vermissen, verdient sich den Sieg aber durch Einsatz und Willen.

Von Oliver Aeschimann

Der SCZ gewinnt in einer Partie ohne spielerische Glanzpunkte gegen den FC Unterstrass mit 2:1. Sowohl der Tabellenprimus von der Goldküste wie auch die Stadtzürcher, welche sich im Abstiegskampf befinden, benötigten drei Punkte um die Position im Klassement zu behaupten beziehungsweise zu verbessern. Entsprechend umkämpft war das Spiel. In Anbetracht der 0:5-Niederlage in der Hinrunde fokussierten sich die Gäste vornehmlich auf Verteidigungsarbeit und Konterangriffe. Mit dieser Spielweise bekundete der Sportclub lange Mühe.

Erst in der 21. Minute war einer der unzähligen Zolliker Angriffe über mehrere Stationen präzise genug und Sean Winkler erzielte die Führung für den SCZ. Doch bloss zwei Minuten später traf der FCU mittels Foulelfmeter zum Einstand. Die Abwehr der Zolliker hatte die Gästestürmer walten lassen und Torwart Mauro Eichin nur noch regelwidrig intervenieren können. Nach dem Ausgleich verlief das Spiel weiter wie zuvor: Zollikon hatte mehr Ballbesitz, doch viele Fehler und mangelnde Kreativität liessen sie immer wieder an der Unterstrasser Abwehr scheitern. Doch der letzte Angriff vor der Halbzeit sollte wiederum erfolgreich für den SCZ enden. Andrea Schärer verwertete nach einem abgewehrten Schuss Winklers kaltblütig.

Spielerisches Potential nicht ausgeschöpft

In der zweiten Halbzeit fielen keine Treffer mehr,  da die Gäste in der zweiten Hälfte offensiv harmlos blieben und die Seebuben die vielen Konter nicht konsequent zu Ende spielten. Fanden die Zolliker trotzdem den Weg vor das Unterstrasser Tor, verhinderten der Keeper oder zweimal das Aluminium die Vorentscheidung.

Der Zolliker Sieg war verdient, da der SCZ trotz Schwierigkeiten im Aufbauspiel ein halbes Dutzend gute Tormöglichkeiten generierte. Der FCU hingegen hatte ausser dem Strafstoss keine gefährlichen Schüsse aufs Tor zu verzeichnen. Indes hatte kein Zolliker Spieler sein ganzes Leistungsvermögen abrufen können. Einzig die Flügelspieler Winkler und Schärer sowie Innenverteidiger Girod zeigten eine ansprechende Partie. Will der SCZ weiterhin an der Tabellenspitze stehen, muss er sich in den kommenden Spielen deutlich steigern. Am besten schon im Derby gegen den FC Küsnacht am kommenden Sonntag (11.15 Uhr, Sportanlage Heslibach in Küsnacht).

Zuerst steht aber am Freitagabend noch ein besonderer Leckerbissen auf dem Programm: Um 19.15 Uhr spielt der SCZ gegen die neuseeländische Nachwuchsakademie WYNRS – und vor allem gegen Fussball-Legende Wynton Rufer. Mehr Infos hier.

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SC Zollikon I – FC Unterstrass II 2:1 (2:1).

Riet, 70 Zuschauer.

Tore: 21. Winkler 1:0. 23. 1:1 (Foulpenalty). 44. A Schärer 2:1.

SCZ: Eichin; Bühlmann (80. Azarnait), Girod, Aeschimann, Martin; Beisel, Burger (30. F. Hermida); Winkler, Y. Rämi, A. Schärer; M. Schärer (60. Gubler).

Bemerkungen: 72. Lattenschuss F. Hermida, 79. Pfostenschuss Gubler. Verwarnungen: 15. Y. Rämi, 22. Eichin (beide Foul). SCZ ohne G. Rämi, T. Hermida, Hugentobler, Niederhauser (alle verletzt), Stengele, Einstein, M. Felder, Kälin (alle abwesend), A. Felder (gesperrt). Beim SCZ nicht eingesetzt: Camichel.

Wynton Rufer: Eine Fussball- Legende kommt nach Zollikon

Wynton Whai Alan Rufer, wie Ozeaniens Fussballer des Jahrhunderts mit vollem Namen heisst, ist am nächsten Freitag mit einem Auswahlteam seiner Nachwuchsakademie auf dem Sportplatz Riet zu Gast (10. Mai, Anpfiff 19.15 Uhr). Und das Beste: Die 50-jährige Fussball-Legende hat angekündigt, in dieser Partie sein Comeback zu geben und selbst mitzustürmen.

Die Zolliker Abwehr um Christian Stengele und Oliver Aeschimann sieht dem Duell mit einem der weltweit besten Stürmer der 1980- und 1990er-Jahre entgegen. Weil die Erfolge Rufers als Spieler einige Jahre zurückliegen, sollen die Meilensteine seiner Karriere hier nachgezeichnet werden:

Mit 19 Jahren spielte Wynton Rufer, Sohn eines Schweizers und einer Maori, mit Neuseeland bei der WM in Spanien. „So schlecht spielten wir nicht“, erinnerte er sich 2009 in einem Interview mit dem „Tages-Anzeiger“. „Obwohl die Ergebnisse krass waren: 2:5 gegen Schottland, 0:3 gegen die Sowjetunion, 0:4 gegen Brasilien.“ Nach der WM kam Rufer in die Schweiz. In vier Jahren und 100 Spielen für den FC Zürich erzielte er 38 Tore, danach wechselte er zum FC Aarau. In 55 Spielen gelangen ihm unter Trainer Ottmar Hitzfeld 31 Tore.

Der Zeit war reif für den Wechsel zu den Grasshoppers, dem damals besten Schweizer Verein. Auch für GC traf er am Laufmeter, in 36 Spielen erzielte er 18 Tore und hatte erheblichen Anteil am Cup-Gewinn. GC-Verteidiger Mats Gren war voll des Lobes: „Wynton ist schnell, kräftig, unwahrscheinlich kopfballstark und auch bereit, Risiken einzugehen, ein Vollblutstürmer eben.“

„Ein untadeliger Sportsmann, ein Anti-Alkoholiker“

Rufer war aber immer nicht bloss Torjäger, sondern auch Querkopf. Im Sommer 1989 verschenkte er trotz laufenden Vertrages mit GC seine Möbel vor seiner Wohnung in Oberentfelden öffentlich, um klarzumachen, dass er unter keinen Umständen in der Schweiz zu bleiben gedenke. „Die Schweizer sind mir immer irgendwie fremd geblieben“, sagte der neuseeländisch-schweizerische Doppelbürger. „Ich fühle und denke wie ein Neuseeländer.“

Rufers Druckversuch war erfolgreich, und die Grasshoppers liessen ihn 1989 nach Deutschland zu Werder Bremen ziehen. Bei den Norddeutschen schoss er in 174 Bundesligaspielen 59 Tore. Unter Trainer Otto Rehhagel gewann er 1991 und 1994 zweimal den DFB-Pokal und 1993 die Deutsche Meisterschaft. Im Europapokal der Pokalsieger schoss er am 6. Mai 1992 im Finale ein Tor zum Titelgewinn. In der Saison 1993/94 wurde er dank acht Treffern Torschützenkönig der Champions League. Rehhagel sagte über ihn: „Wynton ist eine aussergewöhnliche Persönlichkeit, ein untadeliger Sportsmann, ein Anti-Alkoholiker.“ Als der Stürmer im Dezember 1994 dem Lockruf des Geldes erlag und in die damals angesagte japanische Profiliga zu JEF United Ichihara wechselte (wo er die für damalige Verhältnisse exorbitante Summe von 1,2 Millionen Franken netto pro Jahr verdiente), erklärte der Trainer: „Wynton geht, und ich bleibe traurig zurück.“

Die gegenseitige Zuneigung der beiden Weggefährten war so gross, dass sich Rufer nach dem Abstecher nach Japan erneut Otto Rehhagel anschloss, der nun Trainer beim 1. FC Kaiserslautern war. Mit den „roten Teufeln“ stieg er 1997 in die 1. Bundesliga auf, dann zog er zurück in seine Heimat Neuseeland. Für die „Kiwis“ bestritt Rufer 30 Länderspiele (20 Tore), er wurde 1989, 1990 und 1992 zu Ozeaniens Fussballer des Jahres und Anfang Jahrtausend zu „Ozeaniens Fussballer des 20. Jahrhunderts“ gewählt.

Die Hoffnung auf einen Fussball-Boom

Seit seinem Karrierenende betreibt der gläubige Christ in seiner Heimat Neuseeland eine Fussballschule und wirkt weltweit als Botschafter der Fifa. Die Perspektiven des neuseeländischen Fussballs seien gut, sagte Rufer 2009 in einem Interview. „Neuseeland profitiert davon, dass Australien seit 2006 zur Asienzone gehört. Vorher standen uns die Aussies regelmässig vor der Qualifikation.“ Gut möglich also, dass am kommenden Freitagabend auf dem Riet einige zukünftige WM-Teilnehmer zu sehen sein werden.

Bei der Weltmeisterschaft in Südafrika vor drei Jahren konnte Neuseeland mit seinen Gegnern mithalten, kam aber nicht über die Gruppenphase hinaus. Als einziges Team schied es ungeschlagen aus dem Turnier aus: Im ersten Spiel erreichten die „Kiwis“ ein 1:1 gegen die Slowakei, im zweiten Spiel trotzen sie Gruppenfavorit Italien ebenfalls ein 1:1 ab, und im dritten Spiel trennten sie sich vom späteren Gruppensieger Paraguay 0:0. Bei diesen Ergebnissen wird klar, wo Neuseeland heute seine Stärken hat: In der kompromisslosen, kampfbetonten Defensivarbeit. Früher, mit Jahrhundertstürmer Wynton Rufer, war dies noch anders. Er hoffe, sagte Rufer vor Turnierbeginn, dass die Qualifikation für die WM 2010 einen Fussball-Boom in Neuseeland auslöse. „Aber selbst wenn wir in Südafrika Weltmeister werden sollten: Rugby wird der Nationalsport bleiben, die All Blacks werden immer populärer sein als die All Whites.“ (dbü)

Die 1. Mannschaft gewinnt den Spitzenkampf in Egg verdient 2:1

Der Sportclub Zollikon feiert im Kampf um den Aufstieg in die 2. Liga einen wichtigen Sieg: Beim FC Egg gewinnt er dank Toren von Andrea Schärer und Sean Winkler 2:1.

Von Dennis Bühler, Egg

 

Als die beiden SCZ-Trainer Alain Merkli und Werner Kienle ihre Spieler vor dem Beginn der Rückrunde nach ihren Zielen fragten, waren die Antworten geteilt: Etwa die Hälfte der 3.-Liga-Mannschaft gab an, im Sommer in die 2. Liga aufsteigen zu wollen; die andere Hälfte sagte, ganz einfach Spass am Fussball haben zu wollen. Der Rückrundenstart gelang ordentlich, aus drei Spielen resultierten zwei Siege, und nach dem überzeugenden Sieg gegen Fällanden übernahmen die Zolliker die Tabellenführung. Das Duell mit dem FC Egg am vergangenen Sonntag avancierte zum echten Spitzenkampf, der Erste war zu Gast beim Tabellendritten.

Sollte sich ein Spieler im Vorfeld der Partie der Wichtigkeit eben jener nicht bewusst gewesen sein, wiesen ihn die Trainer dezidiert darauf hin: „Es ist selbstverständlich, dass wir bei dieser Ausgangslage am Samstagabend ´Enthaltsamkeit´ üben“, schrieben Alain Merkli und Werner Kienle ihren Spielern per E-Mail. Schon um 7.45 Uhr versammelte sich das Team am Sonntagmorgen, um 10 Uhr pfiff der Schiedsrichter das Spiel auf dem tiefen Rasen des Egger Fussballplatzes Schürwies an.

Verdiente Zolliker Führung

Und die Zolliker waren trotz des ungewohnt frühen Spielbeginns von Beginn an wach, auch wenn der Gastgeber zuerst mehr von der Partie hatte. Nach vier Minuten schoss ein Egger nach einem missglückten Abschlag des SCZ-Goalies Guy Rämi knapp übers Tor, in der 13. Minute spitzelte ein Angreifer an Rämi vorbei, Abwehrchef Christian Stengele aber konnte klären. Danach war der SCZ das bessere Team, das auch zu guten Chancen kam: Nach 21 Minuten scheiterte Sean Winkler nach einem weiten Pass und guter Ballmitnahme am Egger Torhüter, drei Minuten später verpasste Marco Schärer aus guter Position den Moment der Schussabgabe. Über die gelbe Karte konnte sich ein Egger Verteidiger nicht beklagen, der nach einer halben Stunde den durchgebrochenen Andrea Schärer kurz vor dem Strafraum umriss. Zwar war noch ein Mitspieler auf gleicher Höhe gestanden – der Egger also nicht hinterster Mann –, doch hätte den schnellen Schärer mit Sicherheit niemand mehr am Torschuss hindern können.

In der 34. Minute ging der SCZ verdient in Führung. Ein erster Schussversuch Winklers war vom Kopf eines Gegenspielers abgeprallt, einen zweiten hatte der Egger Goalie abgewehrt, doch beim dritten Zolliker Abschluss war er machtlos: Andrea Schärer drosch den Ball unter die Torlatte. Bereits war die Nachspielzeit der ersten Halbzeit angebrochen, als SCZ-Goalie Rämi einen Schuss aus kurzer Distanz mirakulös um den Pfosten lenkte. Mit dem darauf folgenden Eckball aber fiel der aus Egger Sicht glückliche Ausgleichstreffer: Nach einer Kopfballverlängerung schoss ein Egger aus der zweiten Reihe, Rämi war ohne Abwehrchance.

Entschlossener und solidarischer

Auch in der zweiten Halbzeit war der SCZ die bessere Mannschaft, dominierte aber nicht mehr so stark wie noch vor dem Seitenwechsel. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware. In der 67. Minute flankte Andrea Schärer zur Mitte, der drei Minuten zuvor eingewechselte Stürmer Albert Gubler verlängerte mit dem Kopf, und Winkler entschied das Duell mit dem herauseilenden Egger Goalie für sich. Er war einen Tick vorher am Ball und traf zum 2:1. Zehn Minuten vor Schluss kamen Yves Rämi und Winkler zu weiteren guten Torchancen, reüssierten aber nicht. Die Zolliker waren nun vorab mit Verteidigen beschäftigt, gerieten aber nie ernsthaft in Bedrängnis. Sie hielten den Ball gekonnt vom eigenen Strafraum weg, und die beiden einzigen Egger Gelegenheiten – zwei Freistossflanken – klärten sie kompromisslos.

Der Zolliker Sieg war verdient und hätte gut und gerne ein, zwei Tore deutlicher ausfallen dürfen. Die Gäste wirkten entschlossener, sie investierten und kämpften mehr, sie waren solidarisch und befolgten das Motto der drei Musketiere, das die Trainer im eingangs erwähnten E-Mail ausgegeben hatten: „Einer für alle, alle für einen.“ So ragte denn auch kein Spieler aus dem Kollektiv heraus. Die geschlossene Mannschaftsleistung war es, der die Egger nichts entgegenzusetzen hatten.

Weil der hartnäckigste Konkurrent, YF Juventus, gegen Racing Club nur zu einem 2:2-Unentschieden kam, stehen die Zolliker nun alleine an der Tabellenspitze. An den kommenden zwei Wochenenden treffen sie auf die beiden Ranglistenletzten Unterstrass und Küsnacht. Wird der SCZ seiner Favoritenrolle gerecht, steigen die Chancen, dass der Verein erstmals seit der Saison 1990/91 wieder in die 2. Liga aufsteigt. Daran werden auch jene Spieler interessiert sein, die in der Winterpause nicht dieses Ziel formuliert haben. Denn bekanntlich macht Fussball im Erfolgsfall besonders viel Spass.

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FC Egg I – SC Zollikon I 1:2 (1:1). Schürwies, 80 Zuschauer.

Tore: 34. A. Schärer 0:1. 45(+2). 1:1. 57. Winkler 1:2.

SCZ: G. Rämi; Martin, Stengele, Aeschimann, Bühlmann; Beisel, A. Felder (46. Burger, 85. F. Hermida); A. Schärer, Y. Rämi, Winkler; M. Schärer (64. Gubler).

Bemerkungen: SCZ ohne T. Hermida, Hugentobler, Niederhauser (alle verletzt), Einstein, M. Felder, Kälin (alle abwesend), Bircher, Leumann, Saliji (alle nicht im Aufgebot). Beim SCZ nicht eingesetzt: Azarnait, Camichel, Girod, Lionzo.

Die 3. Mannschaft verliert gegen den Tabellenletzten aus Stäfa 0:3

Dem „Drü“ gelang am vergangenen Sonntag keine gute Leistung: Gegen den FC Stäfa verlor es nach schwacher Leistung verdient 0:3. Zudem musste es einen weiteren Verletzten hinnehmen, der lange ausfallen wird.

Von Dimitri Witzig

Obwohl der Tabellenletzte zu Besuch auf dem Riet war, sah sich das „Drü“ einer schwierigen Aufgabe gegenüber. Einerseits war der Kader durch diverse Verletzungen wichtiger Stammkräfte deutlich geschwächt worden. Andererseits hatte der bis dahin sieglose FC Stäfa am Donnerstag den FC Bassersdorf besiegt, dem die Zolliker am Sonntag zuvor unterlegen waren.

Wegen der vielen Verletzungen mussten die Zolliker auf vielen Positionen umstellen, was zu einem sehr verhaltenen Start führte. Bereits nach knapp zehn Minuten sah sich das „Drü“ im Rückstand, nachdem sich der gegnerische Spielmacher und Hauptunterhalter („Nummer 10“) gegen die Abwehr durchsetzen konnte und am chancenlosen SCZ-Goalie Daniel Erne vorbei einschieben konnte.

Nach diesem Rückschlag entwickelte sich ein relativ ausgeglichenes Spiel ohne riesige Torchancen auf beiden Seiten, wobei die Gäste aus Stäfa weiterhin knapp überlegen waren. Kurz vor der Pause versuchte sich der sehr bemühte, aber leider oft auf sich allein gestellte offensive Alleinunterhalter Lukas Eichhorn mit einem Weitschuss aus 30 Metern, der seinen Weg leider nur bis ans Lattenkreuz fand. Dies sollte im gesamten Spiel die gefährlichste Aktion der Zolliker Offensive bleiben, welche an diesem Sonntag nicht richtig auf Touren kam.

Keine Verbesserung nach der Pause

Auch nach dem Pausentee und mit diversen frischen Kräften konnte das „Drü“ den Gegner aus Stäfa selten richtig unter Druck setzen. Die langen Bälle auf den schnellen Eichhorn wurden von der gut stehenden Stäfner Innenverteidigung meistens abgefangen und es wurde zu oft der Zweikampf  oder der komplizierte Pass gesucht, was zu sehr vielen unnötigen Ballverlusten im Mittelfeld führte.

Die Zolliker Defensive immerhin stand in der zweiten Halbzeit grösstenteils stabiler und so gelang es Tarik Azarnait und Davide Guido den gefährlichsten Gegner, die Nummer 10, besser zu kontrollieren. Als die Zolliker in den Schlussminuten alles nach vorne warfen kam der FC Stäfa zu einem ungefährlichen Weitschuss, der dem ansonsten absolut sicheren Rückhalt Daniel Erne unglücklich durch die Finger rutschte und ins Tor plumpste. Nach dem Anspiel verloren die Zolliker den Ball relativ schnell wieder und liefen in einen weiteren schnell vorgetragenen Konter, mit dem der FC Stäfa sogar noch das 3:0 erzielen konnte.

Ein spielfreies Wochenende zur Erholung

Danach wurden die enttäuschten Zolliker durch den Schlusspfiff erlöst. Es war (inklusive Testspiele) vermutlich eine der schwächsten Darbietungen des „Drü“ im Jahr 2013. Man konnte die vielen Ausfälle nicht abfangen und konnte gegen vorne zu wenige Impulse setzen.

Zudem verletzte sich in der Hälfte der zweiten Halbzeit Dennis Bühler, der bis zu diesem Zeitpunkt einer der besten Zolliker auf dem Platz war. Bühler fällt mit einem Kreuzbandriss etwa ein Jahr aus – genau wie Dario Ciurlia, der sich zwei Wochen zuvor die gleiche Verletzung zugezogen hatte. Damit hat das „Drü“ einen weiteren wichtigen Ausfall zu verkraften und hofft, dass alle Verletzten möglichst bald wieder genesen sind und wieder mitspielen können. Das bevorstehende spielfreie Wochenende kommt fürs „Drü“ vielleicht genau zur richtigen Zeit, um sich vor der Partie gegen den knapp vor den Zollikern klassierten FC Schwamendingen zu erholen und dann wieder einen Sieg anzustreben.

 

Aufstellung

SCZ: Daniel Erne; Andrin von Rechenberg, Maik Panter, Dimitri Witzig (C), Davide Guido; Dennis Bühler, Jose Luis Ayllon; Christian da Silva, Davide Giampa, Peter Schawalder; Lukas Eichhorn.

Ersatz: Tarik Azarnait, Telmo Emanuel Torres, Colin Wright, Marcel Kaiser, Reto Huber, Nicholas Crawshaw.

Die 1. Mannschaft gewinnt und übernimmt die Tabellenführung

Im dritten Rückrundenspiel konnte sie den zweiten Sieg feiern: Die 1. Mannschaft des Sportclubs besiegte den FC Fällanden nach starker Leistung und dank Toren von Sebastian Beisel und Sean Winkler 3:1. Am kommenden Sonntag kommt es in Egg zum Spitzenspiel.

Von Dennis Bühler

 

Nach durchzogenem Rückrundenstart mit einem Sieg (auswärts gegen Morava) und einer Niederlage (in Meilen) empfing der Sportclub Zollikon den FC Fällanden am vergangenen Sonntag zum ersten Heimspiel in diesem Jahr auf dem Fussballplatz Riet. Die Gastgeber waren von Beginn an das aktivere Team. Während Fällanden kaum einmal bis in die gegnerische Spielfeldhälfte vorrückte, belagerten die Offensivreihen des SCZ den Fällandner Strafraum. Immer wieder war es der schnelle und dribbelstarke Andrea Schärer, der die Abwehr Fällandens vor Probleme stellte.

Für den Zolliker Führungstreffer war nach 36 Minuten jedoch der einzige Neuzugang des SCZ in der Winterpause verantwortlich: Sebastian Beisel, erstmals von Beginn an im zentralen Mittelfeld eingesetzt, schoss aus zehn Metern nach Pass von Andrea Schärer scharf unter die Torlatte. Der Deutsche krönte damit seine vorzügliche Leistung; er war der beste von an diesem Nachmittag 14 überzeugenden Zollikern.

Zwei Tore von Sean Winkler

Noch vor der Pause musste der SCZ den überraschenden Ausgleichstreffer hinnehmen. Nach einem rasch vorgetragenen Konter der Gäste hatte die Zolliker Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone klären können. Weil ein Verteidiger Fällandens nach einem Eckball und Kopfball von Christian Stengele den Ball für seinen geschlagenen Goalie auf der Torlinie klärte, ging es mit einem für die Gäste äusserst schmeichelhaften Unentschieden in die zweite Halbzeit.

Auch jetzt war der SCZ besser, dominierte aber nicht mehr derart krass wie noch in der Anfangsphase. Die Tore zum hochverdienten Zolliker Sieg steuerte einmal mehr Sean Winkler bei. Der treffsichere Linksfuss erzielte das 2:1 nach 66 Minuten mit einem Schuss von der Strafraumgrenze und das 3:1 kurz vor Spielende, als er einen Querpass des eingewechselten Mittelstürmers Albert Gubler ins leere Tor einschob.

Wegweisendes Duell mit dem FC Egg

Die Ausgangslage in der Gruppe 3 der 3. Liga präsentiert sich nach wie vor ausserordentlich spannend. Nach 14 von 22 Runden kann noch jedes Team in die 2. Liga regional auf- und in die 4. Liga absteigen. Mit dem Heimsieg gegen Fällanden hat sich der SCZ an die Tabellenspitze gesetzt. Am kommenden Sonntag tritt er um 10 Uhr zum Spitzenspiel auswärts beim FC Egg an. Die Zürcher Oberländer haben am vergangenen Dienstag erstmal in diesem Jahr ein Heimspiel austragen können – gegen Racing Zürich kamen sie aber nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus.

Für die Zolliker hat diese Partie wegweisenden Charakter: Gewinnen sie, dürften sie im Kampf um den Aufstieg ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Verlieren sie, fallen sie hinter den FC Egg zurück, der wegen der diversen verschobenen Spiele erst noch eine Partie weniger absolviert hat.

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SC Zollikon – FC Fällanden 3:1 (1:1). Riet, 80 Zuschauer.

Tore: 36. Beisel 1:0. 42. 1:1. 66. Winkler 2:1.

SCZ: G. Rämi; Azarnait, Aeschimann (77. Girod), Stengele, Bühlmann; A. Felder, Beisel; A. Schärer, F. Hermida (63. Y. Rämi), Winkler; M. Schärer (63. Gubler).

Bemerkungen: 45. Kopfball Stengele auf der Torlinie von Verteidiger abgewehrt. SCZ ohne Lionzo (gesperrt), Camichel, Dugandzic, Saliji (alle 2. Mannschaft), T. Hermida, Hugentobler, Niederhauser (alle verletzt), Einstein, M. Felder, Kälin, Leumann, Martin (alle abwesend). Beim SCZ nicht eingesetzt: Burger.

Nur Niederlagen: Rückschläge für alle drei SCZ-Aktivmannschaften

Vor einer Woche waren alle drei Zolliker Erwachsenenteams mit Siegen in die Rückrunde gestartet. In der zweiten Runde des Frühjahrs folgte bei heissen Temperaturen am vergangenen Sonntag die Ernüchterung.

Die 1. Mannschaft verlor in Meilen 1:3. Die Ausgangslage in der 3. Liga zeigt sich dennoch nur wenig verändert: Weil auch YF Juventus verlor (0:2 in Unterstrass) und die Partie von Tabellenführer Egg abgesagt werden musste, sind die Zolliker noch immer punktgleich mit den beiden genannten Mannschaften ganz vorne klassiert. Die zwölf Vereine der aussergewöhnlich ausgeglichenen Gruppe liegen lediglich sieben Punkte auseinander. Noch kann jede Mannschaft in die 2. Liga auf- und in die 4. Liga absteigen.

Die 2. Mannschaft verlor auswärts beim starken Leader Pfäffikon deutlich 0:5. Die 3. Mannschaft musste sich dem FC Bassersdorf nach schwacher Leistung 0:2 geschlagen geben. Und auch die A-Junioren verloren: Im Seederby in Männedorf unterlagen sie 2:3. Bleibt zu hoffen, dass am kommenden Sonntag wieder bessere Leistungen gezeigt werden. Dann spielen alle Zolliker Teams zu Hause – womit also von 10 bis 18 Uhr nonstop Fussball auf dem Riet geboten wird. (scz)

Das „Drü“ schlägt den Zweiten nach hartem Kampf 2:1

Im ersten Spiel nach der Winterpause besiegt die 3. Mannschaft in der 5. Liga den FC Wallisellen durch Tore von Kevin Rocha und Maik Panther. Den überraschenden Sieg bezahlt sie aber auch mit einigen Verletzten.

Von Dimitri Witzig

Nach 5 Testspielen und vielen guten Trainings hoffte die dritte Mannschaft für den Rückrundenstart bereit zu sein. Im ersten Spiel wartete das zweitplatzierte Wallisellen, welches in der Gruppe punktgleich mit Glattfelden die Tabellenspitze zierte. Bereits im Hinspiel konnte man sich, damals deutlich verstärkt durch A- und B-Junioren, ein 3:3 erkämpfen. Damals hatte noch kaum jemand der jetzigen dritten Mannschaft einen Spielerpass, da das Team bei Meisterschaftsbeginn noch sehr neu war.

Aufgrund der Tabellensituation war die Ausgangslage vor dem Spiel ziemlich eindeutig. „Wir können nichts verlieren“, sagte denn auch Trainer Fabian von Rechenberg. „Jeder Punkt, den wir auf dem Riet halten können, ist ein gewonnener und unerwarteter Punkt.“

Dementsprechend unbeschwert ging man das Spiel an und die Leichtigkeit übertrug sich in ein starkes Spiel der Zolliker. Man konnte den höher eingestuften Gegner unter Druck setzen und beide Teams kamen in der Anfangsphase zu kleineren Chancen, wobei die Vorteile bei den Zollikern lagen.

Beide Aussenverteidiger fallen aus

Um die 30. Minute musste das „Drü“ allerdings die ersten personellen Rückschläge einstecken. Nach zwei unglücklichen Zweikämpfen verletzten sich die beiden Aussenverteidiger Fabian Schwab und der für ihn eingewechselte Dario Ciurlia, welche nun vermutlich für gewisse Zeit ausfallen werden und ein grosses Loch auf der Aussenverteidigerposition hinterlassen.

Mit dem ersten Angriff  nach der Verletzung von Dario Ciurlia gingen die Walliseller mit 1:0 in Führung. Es schien, als wäre die Zolliker Defensive mit ihrem Kopf noch beim verletzten Teamkameraden, da dem Tor eine Fehlerkette von Mittelfeldspieler Dimitri Witzig, der Innenverteidigung und dem ansonsten fehlerfreien Torhüter Ivo Dugandzic voranging.

Nach diesem Rückschlag fingen sich die Zolliker jedoch schnell wieder und konnten durch einen glücklich abgelenkten Abschluss von Kevin Rocha kurz darauf ausgleichen. Ebenfalls noch vor der Pause konnte das „Drü“ nach einem schönen Eckball vom sehr stark aufspielenden Kevin Rocha durch Maik Panther in Führung gehen, der durch intensives Training mittlerweile gelernt hat, in welches Tor er treffen muss.

Kämpferische zweite Halbzeit

Im Verlaufe der zweiten Halbzeit verloren die Zolliker die Kontrolle über das Spiel und der Gegner kam immer stärker auf und setzte die Zolliker Verteidigung unter Druck. Der vermeintliche Ausgleich durch die Walliseller wurde vom Schiedsrichter für die Zolliker glücklicherweise als Abseitsposition geahndet, was aber vermutlich eine Fehlentscheidung war.

Das „Drü“ kam aber trotz dem stärkeren Gegner weiterhin noch zu einigen Vorstössen. Einer endete mit einem unglücklichen Zusammenprall von Tarik Azarnait und dem gegnerischen Torhüter, wobei sich dieser vermutlich den Arm gebrochen hat. Nach dem Überstehen einiger weiterer heisser Szenen und enormem Kampfgeist der Zolliker konnte das „Drü“ den Abpfiff des Schiedsrichters bejubeln und sich über drei hart erkämpfte Punkte freuen.

Man hat in der Mannschaft deutlich den Fortschritt gesehen, den sie in der Winterpause durch intensives Training gemacht hat, und wir hoffen, dass dieser erkämpfte Sieg ein positives Zeichen für eine erfolgreiche Rückrunde ist. Nach dem Spiel zeigten sich leider auch bei Captain Cedric Hofstetter und David da Silva Verletzungen, welche diese vermutlich auch zu mehrwöchigen Pausen zwingen werden. Ich wünsche allen verletzten eine möglichst schnelle Genesung – das Team braucht euch!

Aufstellung

SCZ: Ivo Dugandzic; Fabian Schwab, Maik Panther, Marcel Kaiser, Daniel Christen; Cedric Hofstetter (C), Dimitri Witzig; Kevin Rocha, Tarik Azarnait, Davide Guido; Dennis Bühler.

Ersatz:

Peter Schawalder, Davide Giampa, David da Silva, Dario Ciurlia, Maroin Lahyani.

Gelbe Karte: Dennis Bühler (Schubsen).

Die 1. Mannschaft gewinnt zum Rückrundenstart 2:1 gegen Morava

Marco und Andrea Schärer drehten den frühen Rückstand mit ihren Toren in der zweiten Halbzeit. Der SCZ liegt nun punktgleich mit YF Juventus und dem FC Egg an der Tabellenspitze.

Von Oliver Aeschimann

Die 1. Mannschaft des Sportclub Zollikon hätte beim Auswärtsspiel gegen den FC Morava gleich mit dem ersten Angriff in Führung gehen müssen. Doch Sean Winkler sah seinen Heber vom Heimkeeper abgewehrt. Danach war der Gastgeber spielbestimmend. Oft brachten seine agilen Stürmer die Defensive der Seebuben in Bedrängnis. Zollikons Passspiel hingegen verlief schleppend und die vielen langen Bälle fanden häufig keine Abnehmer. Nach einer Viertelstunde erzielte das Heimteam durch einen Freistoss die verdiente Führung. SCZ-Torwart Guy Rämi hatte den tückischen Aufsetzer zwischen seinen Beinen durch passieren lassen. In der Folge hielt der Keeper bei zwei weiteren Grosschancen des FCM seine Mannschaft jedoch im Spiel.

Nach der Pause benötigte Zollikon bloss zwei Minuten für den Ausgleich. Andrea Schärer hatte auf seinen Bruder Marco gepasst, der ins Tor einschieben konnte. Die Seebuben diktierten fortan das Spielgeschehen, doch gefährliche Abschlüsse konnten die Zuschauer weiterhin auf beiden Seiten beobachten. Das erlösende 2:1 für die Zolliker erzielte Andrea Schärer zehn Minuten vor Spielende. Aussenverteidiger Sascha Martin hatte die Verteidigung der Gäste mit einem weiten Pass düpiert und Schärer mühelos verwerten können. In den letzten Spielminuten drängte Morava vehement auf den Ausgleich, alle Versuche wurden jedoch von der Zolliker Defensive abgefangen. Dank einer Steigerung und unbändigen Siegeswillens in der zweiten Halbzeit hatte sich der SCZ den Sieg in einer umkämpften Partie wohlverdient.

Nach dem 0:0-Unentschieden im Spitzenspiel zwischen YF Juventus und dem FC Egg liegt der SCZ punktgleich mit jenen beiden Mannschaft an der Tabellenspitze. In aussichtsreicher Position zwei Zähler hinter den drei Erstplatzierten ist der FC Männedorf klassiert. Am kommenden Sonntag spielt die 1. Mannschaft des SCZ um 15 Uhr auswärts beim FC Meilen, den sie im vergangenen August nur mit Mühe 2:1 besiegen konnte.

Telegramm

FC Morava I – SC Zollikon I 1:2 (1:0).

Juchhof, 70 Zuschauer.

Tore: 15. 1:0. 47. M. Schärer 1:1. 80. A. Schärer 1:2.

SCZ: G. Rämi; Bühlmann (83. Azarnait), T. Hermida, Aeschimann, Martin; Y. Rämi, Felder; Winkler (72. Lionzo), A. Schärer, Stengele; M. Schärer (55. Gubler).

Bemerkungen: 23. Pfostenschuss Morava. Verwarnungen: Lionzo (Unsportlichkeit), Felder, T. Hermida (beide Foul). SCZ ohne Girod (abwesend), Burger, Hugentobler, Lang (alle verletzt). Beim SCZ nicht eingesetzt: F. Hermida, Beisel.

Perfekter Rückrunden-Start für die SCZ-Aktivteams in 3., 4. und 5. Liga

Alle drei Zolliker Aktivmannschaften gewannen in der ersten Runde der Rückrunde: Die erste Mannschaft besiegte den FC Morava auswärts knapp 2:1. Andrea Schärer erzielte den Siegtreffer kurz vor Schluss. Die zweite Mannschaft gewann gegen den FC Italia Zurigo 3:2, und die dritte Mannschaft besiegte den vormaligen Tabellenführer FC Wallisellen nach grossem Kampf 2:1.

Einziger Wermutstropfen eines ansonsten perfekten Sonntags für den SC Zollikon war das Resultat im Auftaktspiel der A-Junioren: Nach einer 2:0-Führung musste sich die älteste Nachwuchsmannschaft dem Team Fehraltorf/Russikon 2:3 geschlagen geben. (dbü)

Spielberichte der 1. und 3. Mannschaft folgen in den kommenden zwei Tagen.