U-23 Damen ohne Probleme

Auswärts, beim Tabellenletzten FC Zürich-Nord, dominierten die U-23-Fussballerinnen die Gegnerinnen nach Belieben.

Von Kudi Müntener

Torhüterin Pappa verbrachte einen ruhigen Nachmittag. Das Team erarbeitete sich mit schönen Kombinationen permanenten Druck auf die Zürcherinnen und führte auch verdient mit 3:0 zur Pause. In der zweiten Spielhälfte konnten die Küsnacht-Zollikerinnen den Druck noch einmal erhöhen und legten,  gegen das völlig überforderte Heimteam, weitere fünf Tore vor. Erfreulich, dass sich bei diesem 8:0-Sieg gleich fünf Spielerinnen in die Skorerliste eintragen konnten:  Zweimal Salome Good, Giulia Mazzola und Sophia Vaccani und je einmal Vera Meier und Samira Stolpe. Damit sind die U-23-Fussballerinnen bereits zum sechsten Mal in Folge als Siegerinnen vom Platz gegangen. Am  kommenden Sonntag erwartet das Team den FFC Ellikon-Marthalen und hofft auf die Fortsetzung der Siegesserie auch im letzten Spiel vor der Winterpause.

U-23 mit: Pappa; De Ven, Lionzo, De Carlo, Keiser; Steiner, Oldokh, Good, Meier, Hajzeri; Stolpe, Mazzola, Vaccani, Knöpfel, Schaad.


 

 

 

Der SC Zollikon und Höngg trennen sich remis

Lange mühen sich die Zolliker Fussballer nach frühem Rückstand ab. Ein Kopfball von Yves Rämi führt zu einem leistungsgerechtem 1:1.

Von Oli Aeschimann

Ungenügend entlöhnt fühlten sich die Zolliker Akteure zunächst nach neunzig Minuten. Der 1:1-Endstand widerspiegelt das Gezeigte jedoch adäquat. Abschlüsse und Spielanteile hatte der Sportclub zwar mehr als die Zürcher, doch an klaren Torchancen gemessen, waren sich die Equipen ebenbürtig gewesen. Schon nach vier Minuten hatten die Höngger die guten Zolliker Vorsätze zunichte gemacht. Eine Flanke hatten die Seebuben nicht verhindern können, aus dem Trubel im Strafraum resultierte das 1:0 für Höngg. Danach zogen sich die Gastgeber zurück und der Sportclub diktierte den Rhythmus. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Albert Gubler. Ein hohes Zuspiel von Sandro Camichel verpasste er nur um wenige Zentimeter. Obwohl sich der SCZ nach dem frühen Rückstand und dem verletzungsbedingten Ausfall von Verteidiger Tomas Hermida rasch gefangen hatte, fielen bis zum Seitenwechsel keine Tore mehr.

Ausgleich und Verletzungspech

Nach der Pause wurden die Vorsätze vom Sportclub besser umgesetzt. Martin, Schärer und der eingewechselte Hugentobler verzeichneten gefährliche Schüsse, jedoch ohne zu reüssieren. Pech bekundeten die Seebuben auch betreffend Verletzungen. Michael Hugentobler musste schon nach wenigen Minuten seinen Einsatz unfreiwillig beenden. Damit erweitert sich die ohnehin bereits lange Verletztenliste. Trotz dieses Rückschlages wurden die Bemühungen des SCZ in der 67. Minute belohnt. Yves Rämi traf nach einer Freistossflanke von Sandro Camichel per Kopf zum Ausgleich. Im anschliessenden Zolliker Drang auf einen zweiten Treffer sah Camichel seinen Schuss aufs verlassene Tor im letzten Moment abgeblockt. Auch Andrea Schärer schlenzte den Ball nach einer schönen Kombination übers Gehäuse. Damit endete die beste Zolliker Phase ohne Führung.

Grosses Glück in den letzten Minuten

In der Schlussphase machte sich die Müdigkeit bemerkbar, oft vertändelten die Seebuben den Ball im Spielaufbau. Der letzte Angriff der Höngger war dann auch ihr bester. Zu zweit und mit viel Platz fand sich der SVH vor Guy Rämis Tor wieder. Der schwache Abschluss verhinderte indessen einen Heimsieg der Zürcher. Und die Mannschaft des SC Zollikon ist trotz Enttäuschung ob des Remis mit der Punkteteilung schlussendlich ausreichend honoriert. Torschütze Yves Rämi wies nach der Partie auf die spielerisch ansprechende Leistung hin, nach der turbulenten Schlussphase sei die Punkteteilung aber sogar glücklich für seine Mannschaft. Seit vier Spielen ist der SCZ nun ungeschlagen. Eine Serie, die im letzten Hinrundenspiel gegen Männedorf verlängert werden soll.

Das Telegramm                                                                                                   

3. Liga, Gruppe 3: SV Höngg II – SC Zollikon 1:1 (1:0). Juchhof. 60 Zuschauer. Tore: 4. 1:0. 67. Y. Rämi 1:1.

SCZ: G. Rämi; Stengele, Girod, T. Hermida (18. Bühlmann), Martin; Aeschimann (55. Hugentobler, 65. F. Hermida), A. Felder; A. Schärer, Y. Rämi, Camichel ; Gubler.

Bemerkungen: SCZ ohne M. Felder, Niederhauser, Winkler, Azarnait (verletzt); Lionzo, Burger, M. Schärer, Lang (2. Mannschaft).

 


 

 

 

4:0 Sieg der A-Junioren gegen neun Wiesendangener

Nachdem sich der FC Wiesendangen durch zwei Platzverweise selber schwächte, nutzen die Zolliker die Zeit und den Raum den sie hatten, zu einem ungefährdetem Auswärtssieg.

Von Sebastian Oettli

Ohne das Trainer Duo Kadic/Rämi fuhren die A-Junioren zum dritten und letztem Ausswärtsspiel im Raum Winterthur. Als Ersatzcoaches stellten sich Matteo Felder und Nicolas Fürer zu Verfügung. Felder hatte bereits das A-Junioren Training vom Freitag geleitet. Die Umstellung neben dem Rasen beirrte die Zolliker aber keineswegs. Eher erfreuten sie sich an der Abwechslung und der feurigen Matchansprache in der Kabine.

Das Spielfeld des FCW glich einem frisch geernteten Salatfeld, was einem gepflegten Passspiel nicht entgegen kam. Bereits der erste Pass nach dem Anspiel des SCZ missglückte. Das Gästeteam zeigte sich von Anfang an wach, was in den letzten Spielen kaum der Fall war. Trotzdem folgte in der zweiten Minute der erste Rückschlag. Severin Oechslin zeigte sich gewohnt gesprächig und erhielt vom strengen Schiedsrichter gelb wegen Reklamierens. Die ersten Zolliker Angriffe verharmlosten dann durch den zehn-minütigen Ausschluss Oechslins und den holprigen Rasen. Das Heimteam spielte vor allem lange Bälle in die Spitzen. Nach zehn Minuten kam der FC Wiesendangen durch einen solchen Angriff zur ersten Torchance. Nach einem hohen Steilpass, missglückte Sebastian Oettlis Kopfballabwehr, sodass ein Wiesendangener Stürmer allein auf Torwart Mauro Eichin zu lief. Eichin parierte trotz nach dem Spiel diagnostiziertem Bänderriss in überzeugender Manier. Bis zur 20. Minute erlief sich Eichin noch ein, zwei zu lang geratene Steilpässe. An dieser Stelle Chapeau, dass er die 90. Minuten durchspielte und gute Besserung.

Nach zwanzig Minuten wurde Aussenverteidiger Steven Casio in einem Zweikampf gefoult. Sein Gegenspieler, stand nach dem Foulpfiff völlig neben sich, sodass er sich zu einer Tätlichkeit hinreissen liess. Der Schiedsrichter ahnte die Aktion völlig korrekt mit einer roten Karte. Von der Überzahl beflügelt, diktierten die Zolliker das Spielgeschehen. Nur die wirklich zwingenden Torchancen blieben noch aus. Nach etwa 30 Minuten stand der Schiri bereits wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Aufgrund eines groben Fouls erhielt ein Wiesendangener die gelbe Karte. Daraufhin beschimpfte er den Referee, was dieser natürlich mit der zweiten roten Karte bestrafte. Nun konnte der SCZ Angriff an Angriff reihen. In der 35.Minute schlug Delano Fischer einen Freistoss aus gefährlicher Distanz. Nach erster Abwehr landete der Ball in Joris Verweijs Füssen. Pech, dass dessen Schuss nur an die Latte prallte. Glücklicherweise flog der Ball wieder in Zolliker Füsse, sodass Innenverteidiger Sebastian Oettli aus kurzer Distanz zum 1:0 einschiessen konnte. Trotz Überlegenheit kamen die Seebuben in den ersten 45 Minuten zu keiner weiteren Grosschance.

Einseitige zweite Halbzeit

In der zweiten Halbzeit galt es für die Zolliker, den Vorsprung auszubauen und dem Gegner keine Torchance mehr zuzulassen. Zügig spielte der SCZ nach vorne und so kam auch rasch das 2:0. Nach gutem Steilpass von Luka Dugandzic konnte Joris Verweij einschieben. Trotz des Tores kam der Zolliker Flügelspieler nicht zum Torjubel. Der furios aus dem Tor stürmende Torwart, rammte Verweij nach dessen Abschluss um. Nach kurzen Atemproblemen konnte der Holländer aber weiter spielen. Nur wenige Minuten später erhöhten die Gäste erneut. Nach Zuspiel von Severin Oechslin, konnte Luka Dugandzic ähnlich wie Verweij locker einschieben. Nach einer gespielten Stunde wurden die Zolliker bereits wieder gefährlich. Luka Dugandzic wurde etwa 25 Meter vor dem Tor viel Platz gelassen. Also beschloss er kurzerhand, aus dieser Distanz abzuziehen, doch sein Schuss landete nur am linken Lattenkreuz. Nun beschränkte sich der SCZ auf ein solides Ballhalten. Gefühlte 100 Prozent Ballbesitz hatten die Zolliker während circa 15 Minuten. Wenn der FCW mal an den Ball gelangte, verlor er ihn meistens wieder nach kurzen Einzelaktionen. In der Schlussphase erhöhte der SCZ nochmals die Offensiv-Bemühungen. Delano Fischer und Sebastian Oettli vergaben aber aus günstigsten Positionen. In der 80. Minute setze Lucas Dantas den Schlusspunkt der Partie. Nach halbhoher Flanke, erzielte der junge Brasilianer per Super-Bicicletta das 4:0.

B-Junioren überzeugen vor Cup-Fight

Mit 20 Minuten Verspätung wurde das Spiel zwischen den B-Junioren des SCZ und des FC Fällanden angepfiffen. Bei leichtem Schneefall waren es die Zolliker, die von Beginn weg das Spiel dominierten und sich einige gute Angriffe herausspielen konnten. Nach 25 Minuten wurden die Gäste aus Fällanden aber mutiger, konnten das Spielgeschehen einigermassen ausgeglichen gestalten und kamen nach einer Standardsituation sogar zum etwas unverdienten Führungstreffer. Postwendend schaltete der SCZ mehrere Gänge hoch und glich in der 40. Minute aus: Domi spielte nach einem herrlichen „Cristiano“-Trick den Ball in den Rücken der Abwehr, wo Fabian souverän einschob. Janosch erzielte zwei Minuten später nach einem Eckball sogar das 2-1 und hätte mit dem Halbzeitpfiff beinahe noch ein weiteres Tor draufgepackt.

Nach der Pause war es dann definitiv vorbei mit der Gastfreundschaft: innert 7 Minuten erhöhten die Zolliker dank Dominik und Janosch auf 5-1. Die Gäste aus Fällanden hatten nun keine Chance mehr; zu abgeklärt spielte die SCZ-Abwehr und zu gross war die Intensität in der Offensivabteilung. Dabei überzeugte einmal mehr die 3-er Kette im Mittelfeld (in diesem Herbst schon über 40 Tore zusammen erzielt!!!): nach Fabian und Janosch, erzielte auch Rilind sein Tor zum 6-1. In der 75. Minute eilte Andi allen davon, blieb wie immer eiskalt und schlänzte den Ball zum 7-1 ins obere linke Eck. Danach kam die Joel-Show: nach souveränen 75 Minuten in der Innenverteidigung, durfte er noch eine Viertelstunde auf Torejagd gehen. Zuerst bediente Joel nach schönem Solo Gianandrea zum 8-1, bevor er dann selber noch mit vier Toren auf 12-1 erhöhte. Die zweite Halbzeit war für den FC Fällanden sehr brutal, es hätte jedoch noch viel schlimmer kommen können. In den Schlussminuten kamen mehrere SCZler gefährlich zum Abschluss, scheiterten aber am gegnerischen Torhüter oder ein Verteidiger kratzte im letzten Moment den Ball von der Linie.

Nach einer eher enttäuschenden ersten Halbzeit drehte der SCZ auf und holte sich auf eindrucksvolle Weise den 5. Saisonsieg. Am kommenden Samstag spielen die Seebuben auswärts gegen den FC Hinwil, bevor sie dann die Saison am 10. November gegen den FC Wald auf dem Riet beenden. Dabei ist das Ziel ganz klar: zwei weitere Siege und somit 21 Punkte aus 10 Spielen.

SCZ: Jann, Nicola, Joel, Flurin, Julian (ESP), Rilind, Janosch, Fabian, Gianandrea, Arbnor, Dominik, Valerian, Andi, Julian (CH), Stefan

Am Mittwoch, 31. Oktober kommt es zum Cup-Fight gegen die Promotion-Mannschaft Wettswil-Bonstetten; der SCZ ist in diesem Spiel natürlich Aussenseiter. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und so viel Qualität im Kader, ist eine kleine Überraschung und somit der Einzug in die Achtelfinals durchaus möglich. Anpfiff ist um 20:15 Uhr auf dem Riet.

U-23 Siegesserie hält an

Die U-23 Fussballerinnen konnten ihren vierten Sieg in Serie verzeichnen.

Von Kudi Müntener

Genau so zäh wie der Boden waren auch die Gegnerinnen des FC Egg-Mönchaltorf. Das Heimteam liess in der ersten Halbzeit keinen Spielaufbau der Küsnacht-Zollikerinnen zu und wurde prompt mit der 1:0 – Führung für diesen enormen Aufwand belohnt.

In der zweiten Spielzeit liessen die Kräfte der Egg-Mönchaltorferinnen sichtlich nach und damit wurde das Gastteam von Minute zu Minute stärker. In der 50.Minute „stibitzte“ Sophia Vaccani der gegnerischen Torhüterin den Ball weg und schoss zum erlösenden 1:1 ein. In der Folge dominierten die Küsnacht-Zollikerinnen das Spiel und erarbeiteten sich mit schönen Kombinationen den vierten Sieg in Folge. Zweimal Giulia Mazzola und noch einmal Sophie Vaccani hiessen die Torschützinnen. Das zweite Goal der Einheimischen war eher als kleiner Ausrutscher zu bezeichnen.

Telegramm

Egg / Mönchaltorf – Küsnacht / Zollikon  2:4

Küsnacht / Zollikon mit:  Lionzo, De Ven, Spencer, Stolpe, Hajzeri; Oedman, Meier, Treppe, Oldokh, Perren (verletzt 12.Min.); Vaccani, Mazzola, Schaad.

 

Das „Eis“ greift die Tabellenspitze an

Der SCZ gewinnt das Spitzenspiel gegen YF Juventus mit 4:2. Nach harzigem Start steigern sich die Seebuben und schiessen vier Tore.

Von Oli Aeschimann

Nach den ersten Minuten hatte noch wenig auf einen Sieg des SCZ hingedeutet. YF Juventus hatte die Gäste von der Goldküste durch beharrliches Pressing zu Fehlern gezwungen und war zu guten Chancen gekommen. Unvermögen im Abschluss und der starke Torwart Guy Rämi verhinderten indessen einen Zolliker Rückstand. Besonders im Mittelfeld war die Heimequipe dem SCZ immer einen Schritt voraus. Obwohl sich die Seebuben bald steigerten und gefährlich konterten, blieb YF bis zur Pause die bessere Mannschaft. Viel Glück bekundeten die Seebuben bei einem wegen Abseits aberkannten Treffer, sowie einem Pfostenschuss der Young Fellows. Die beste Gelegenheit für den SCZ vergab Flügelstürmer Sean Winkler. Er traf ebenfalls nur die Torumrandung. Doch eine Zolliker Pausenführung hätte der gezeigten Leistung nicht entsprochen.

Steigerung dank Einwechslungen

Im zweiten Durchgang war die Partie ausgeglichen und den zahlreichen Zuschauern wurde Spektakel geboten. Die eingewechselten Fernando Hermida, Kaspar Burger und Michael Hugentobler belebten das Spiel. Sie zeigten allesamt eine ausgezeichnete Leistung. Burger hatte den fehlerhaften Aeschimann im defensiven Mittelfeld ersetzt und brachte die zuvor vermisste Stabilität, Hugentobler überforderte mit seiner Schnelligkeit die YF-Verteidigung und Hermida war stets torgefährlich. Nach einer Stunde überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst konnte Winkler seine Mannschaft in Führung schiessen. Sein Freistoss fand den Weg via Torwart und Pfosten ins Tor. Die Young Fellows antworteten rasch und erzielten nach einem Corner den Ausgleich. So sehr sich das Trainerduo Merkli/Kienle wegen eines erneuten Treffers nach einem Standard enerviert hatte, um so mehr war es vier Minuten später entzückt. Fernando Hermida hatte mit einem wunderbaren Lob aus grosser Distanz den weit vor dem Tor postierten Heimkeeper überwunden. Das Glück aus der ersten Hälfte hatte den Sportclub jedoch verlassen und wieder nur wenige Minuten später musste er den Einstand hinnehmen.

Anschluss an YF

Mit dem Remis waren beide Equipen unzufrieden, fortan lieferten sie sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Letztlich war der SCZ abgeklärter als die jungen Zürcher. Auf Hugentoblers 2:3 in der 82. Minute fand die Heimequipe keine Antwort mehr. In der Nachspielzeit markierte Winkler mit seinem zweiten Treffer das Endresultat. Mit nun neun Saisontoren führt er in die interne Skorerliste an. Wegen eines gebrochenen Fingers fällt er jedoch für die nächsten Spiele aus. Dagegen können die Trainer wieder auf den genesenen Christian Stengele zurückgreifen. Seine Präsenz und Qualität werden die Defensive weiter stärken. Durch die gewonnenen drei Punkte vermag der SCZ Rang Drei zu festigen und sich vom Tabellenmittelfeld abzusetzen. Der Rückstand auf den Zweiten YF beträgt nur noch einen Zähler. Doch am Sonntag erwartet den Sportclub mit Männedorf schon der nächste Tabellennachbar (13.30, Riet). In der Vorsaison hatten die Seebuben zwei Mal knapp gegen den FCM verloren. In der ausgeglichen 3.-Ligagruppe müssen sie aber auch in diesem Spiel siegen um dem Tabellenführer Egg auf den Fersen zu bleiben.

 

Telegramm

3. Liga, Gruppe 3: YF Juventus II – SC Zollikon 2:4 (0:0). Juchhof 1. 60 Zuschauer. Tore: 60. Winkler 0:1. 70. 1:1. 74. F. Hermida 1:2. 77. 2:2. 82. 2:3 Hugentobler. 90. Winkler 2:4.

SCZ: G. Rämi; Bühlmann, Girod, T. Hermida, Martin; Aeschimann (45. Burger), Y. Rämi; Winkler, A. Schärer, Camichel (60. Hugentobler); M. Schärer (70. Hermida).

Bemerkungen: 6. Tor von YF wegen Offside aberkannt, 10. Pfostenschuss Winkler, 16. Pfostenschuss YF. SCZ ohne M. Felder, Niederhauser, Stengele, Azarnait (verletzt), A. Felder, Einstein (abwesend), Kälin, Dugandzic, Saliji (2./3. Mannschaft), nicht eingesetzte Spieler: Lionzo, Gubler. Verwarnungen: 70. Winkler.


 

 

 

Niederlage trotz Überlegenheit – A-Junioren verlieren in Veltheim

Nachdem die Zolliker A-Junioren gegen den Tabellendritten früh mit 2:0 in Rückstand gerieten, schafften sie die Wende trotz besseren Spielanteilen nicht mehr.

Von Sebastian Oettli

Das Trainerduo Mirsad Kadic/Yves Rämi bemängelte in den letzten Partien, dass das Team nicht von Anfang an wach gewesen war. Trotzdem wärmten sich die Zolliker etwas gemächlich auf, was nun zum wiederholten Mal zu einer verschlafenen Anfangsphase führte. Möglicherweise hatte man auch zu grossen Respekt vor dem Gegner, da dieser zurzeit um den Aufstieg mitspielt.

Der SC Veltheim nutzte die schwachen Minuten des SCZ im Stile eines Aufsteigers schnell aus. Nach fünfzehn Minuten erzielte das Heimteam bereits den Führungstreffer. Nach einer missratenen Flanke, die Richtung Tor flog, konnte Mauro Eichin den Ball nicht festhalten, sodass dieser zum 1:0 ins Tor fiel. Ohne dass die Zolliker einmal gefährlich werden konnten, doppelten die Veltheimer in der 25. Minute nach. Nach einem perfekt getimten Steilpass konnte ein Stürmer der Winterthurer über Eichins Schulter zum 2:0 abschliessen.

Wie so oft in dieser Saison konnten die Zolliker nun das Spiel doch an sich reissen. Endlich nutzte man den Platz und die Zeit, die die Veltheimer boten. Federico Bühlmann und Ante Vasilj beherrschten das Mittelfeld und leiteten einige gefährliche Angriffe ein. Oft wussten sich die Veltheimer nur mit Fouls zu helfen. Nachdem einige direkte Freisstossversuche scheiterten, gelang dem SCZ in der 40. Minute der längst verdiente Anschlusstreffer. Nach einem Corner kam Joris Verweij am zweiten Pfosten zum Kopfball. Via Pfosten prallte der Ball an den Rücken des Torwarts und landete so zum 2:1 im Netz.

Mit neuem Elan in die zweite Halbzeit

So überrascht, wie man im letzten Spiel ob der Stärke des FC Töss war, so seltsam schien dass der SC Veltheim auf dem dritten Rang der Promotionsgruppe 2 platziert ist. Mit neuer Erwartungshaltung stiegen die Zolliker in die zweite Halbzeit und zeigten so gleich, wer der Chef auf dem Platz war. Der SC Veltheim wurde mehrheitlich in seine Platzhälfte gedrängt. Nur blieben die wirklich gefährlichen Torchancen aus.

Nach circa 65 Minuten kassierten die Veltheimer eine gelbe Karte. Im Juniorenfussball werden verwarnte Spieler für zehn Minuten vom Platz gestellt. Die Überzahl wollten die Gäste zum Ausgleich nutzen. Dann aber wechselte Rämi Antonio Napoleone für den bisher starken Lucas Dantas ein. Dieser hatte noch keine Ballberührung, als er den Gegner unter Druck setzte und mit einer Grätsche den Ball abnehmen wollte. Nur blöd, dass der Ball schon weg war, als Napoleone den Gegner erreichte und ihn zu Boden brachte. Folge dieser Aktion war eine gelbe Karte, sodass die Zolliker Überzahl schon wieder vorbei war.

Weitere Rückschläge für den SCZ

Etwas später lancierte das Heimteam wieder mal einen Gegenangriff. Ein Stürmer startete aus abseitsverdächtiger Position. Dessen Lauf wurde dann nach einem Zweikampf mit einem Zolliker Verteidiger vom Schiedsrichter abgepfiffen. Severin Oechslin legte sich den Ball hin, um ihn per Freisstoss wieder in die Gegenrichtung zu spedieren. Frech führte aber ein Veltheimer den Freistoss aus, indem er den Ball über den weit aus dem Tor stehenden Eichin im Netz unterbrachte. Der Fehler des Schiedsrichters war, dass er nach seinem Pfiff nicht anzeigte, was er abgepfiffen hatte. So blieb unklar, wer den Freistoss ausführen durfte. Dies teilten Federico Bühlmann und weitere Zolliker dem Schiedsrichter wutentbrannt und    unmissverständlich mit. Nur kurz nach diesem 3:1, reklamierte Bühlmann wegen eines nicht geahndeten Foulspiels erneut. Daraufhin zeigte der Schiedsrichter dem Zolliker seine vierte gelbe Karte in dieser Meisterschaft. Also musste der SCZ nun in Unterzahl dem wieder angewachsenen Rückstand nachrennen.

Obwohl die Stimmung auf dem Platz zunehmend schlechter wurde, vor allem unter den Zollikern selbst, gab man nicht auf. Eine Niederlage wollten die A-Junioren nicht wahrhaben und darum spielten sie weiterhin munter nach vorne. Der Gegner wurde mit starkem Pressing in die eigene Hälft gedrückt, so konnten viele Bälle selbst an der gegnerischen Grundlinie gewonnen werden. Nach 80 Minuten bestätigte der SCZ seine Gefährlichkeit bei Standards. Delano Fischer spielte wieder einmal eine starke Freistossflanke, welche erneut Joris Verweij erreichte. Dieser traf zum 3:2. Unglücklicherweise reichte es den Zollikern nicht zu mehr als dem Anschlusstreffer.

Trotzdem darf man sagen, dass die Zolliker A-Junioren in der Promotionsklasse ein Wörtchen mitzureden haben. Der Gegner wurde über weite Strecken regelrecht dominiert. Negativpunkt bleibt, wie schwach die Zolliker jeweils in ihre Spiele starten. Mit einem disziplinierterem Aufwärmen und einer positiveren Stimmung könnte der SCZ am kommenden Sonntag auch den aktuellen Tabellenführer Witikon/Seefeld ärgern.

SC Zollikon holt 3 Punkte in körperbetonter Partie

Der SCZ erkämpft sich den Sieg gegen den Nachbarn aus Witikon erst in der Schlussphase.

Bereits nach zwei Spielminuten musste Richard Einstein am Spielfeldrand eine blutende Wunde unter seinem linken Auge pflegen lassen. Dies war das erste Anzeichen dafür, dass für den SC Zollikon die Partie gegen den FC Witikon wohl nur über den Kampf zu gewinnen sein würde. Tatsächlich gab es in der Folge sehr viele Zweikämpfe, doch der SC Zollikon konnte sich früh durch das dicht besiedelte Zentrum zur ersten guten Möglichkeit kombinieren. Sean Winkler kam aus knapp 20 Metern zum Abschluss, doch seine Direktabnahme verpasste das Tor um wenige Zentimeter. In der Folge kontrollierten die Zolliker den Ballbesitz, doch wegen mehrfacher Fehlpässe im Spielaufbau, ermöglichte man den Gästen mehrere gefährliche Konter. Mit vereinten Kräften konnten Guy Rämi und seine Verteidigung aber die Gegner zweimal aus aussichtsreicher Position am Abschluss hindern.

Grosschancen kurz vor  und kurz nach dem Pausenpfiff

Praktisch im Gegenzug wusste der SCZ eine Nachlässigkeit in der Witiker Defensive zum Führungstreffer zu nutzen. Yves Rämi spielte auf Winkler und der Flügelstürmer schob locker am herauseilenden Torwart zum 1:0 ein. Kurz vor dem Pausenpfiff kam auch der FC Witikon zu seiner besten Möglichkeit. Beinahe ohne Gegenwehr konnten sich die Gäste in den Strafraum kombinieren, doch zum Glück für die Zolliker verzog Wieland aus kurzer Distanz kläglich. Ähnlich ging es Sean Winkler kurz nach der Pause. Der Zolliker Angreifer vermochte den Ball nach einem Gestochere bei einem Eckball aus 5 Metern nicht ins Tor zu setzen. Dies war vorläufig die letzte Torszene im Spiel. Der Ball zirkulierte fortan vor allem wieder im Mittelfeld und die Zweikämpfe nahmen erneut zu. Ein Foul am Zolliker Strafraum ermöglichte den ansonsten nicht allzu gefährlichen Gästen die Möglichkeit zu einem Torschuss. Oberholzer nutzte die Chance und zimmerte den Ball in die Torwartecke.

Auswechselspieler sorgen für den Siegtreffer

Wie schon oft waren es dann die eingewechselten Spieler, welche 10 Minuten vor Schluss entscheidend eingriffen und den Siegtreffer fabrizierten. Tomas Hermida schaltete nach einer Balleroberung vor dem eigenen Strafraum am schnellsten und lancierte mit einem langen Ball Michael Hugentobler. Der Flügel setzte sich im Sprintduell an der Seitenlinie durch und flankte zur Mitte, wo der ebenfalls eingewechselte Marco Schärer den Ball aus der Luft am Torwart vorbei drücken konnte. Dem stark umjubelten Treffer folgte ein vehementes Anrennen der Witiker, welche bei ihren Angriffen die eigene Verteidigung extrem vernachlässigten. Die Gebrüder Schärer hatten je eine Konterchance, um den dritten Treffer zu erzielen und somit den Sack zuzumachen. Beide konnten jedoch nicht ausnützen, dass der Witiker Torwart weit vor seinem Strafraum stand. Zum Schluss eilte Andrea Schärer noch einmal in Richtung Gästetor. Der hinterste Verteidiger, welcher den Zolliker hartnäckig verfolgte, konnte Schärer nach einem Sprintduell über 30 Meter kurz vor dem Strafraum doch noch bremsen. Der Schiedsrichter entschied allerdings auf Freistoss und Platzverweis für den Witiker. Kurz darauf war das Spiel vorbei und der SC Zollikon kann dank diesem Sieg etwas näher an die Tabellenspitze aufrücken, wo der Tabellenführer und gleichzeitig auch der nächste Gegner der Seebuben eine Niederlage eingefangen hat.

Telegramm

SC Zollikon 1 – FC Witikon 1  2:1 (1:0). Sportplatz Riet, 80 Zuschauer.

Tore: 18. Winkler 1:0; 65. Oberholzer 1:1; 81. M. Schärer 2:1.

SCZ: G. Rämi; Bühlmann, T. Hermida, Girod, Einstein (82. Martin); Aeschimann, A. Felder; Winkler, A. Schärer, Y. Rämi (59. M. Schärer); Gubler (55. Hugentobler)

Bemerkungen: Es fehlten: F. Hermida, Camichel (nicht eingesetzt), Lionzo, Kälin, Lang (2. Mannschaft), Burger, Dugandzic, Leumann, Kajan, Weber, Bircher (nicht im Aufgebot), B. Niederhauser, M. Saliji, A. Azarnait, M. Felder (alle verletzt).

A-Junioren spielen 2:2 gegen Töss

Mit dem 2:2 gegen den FC Töss beendeten die Zolliker ihre englische Woche ziemlich ausgeglichen. In drei Spielen resultierten je ein Sieg, eine Niederlage und ein Unentschieden.

Von Sebastian Oettli

Nach dem Cuperfolg gegen den FC Oberrieden galt es, den Schwung aus der letzten Partie ins neue Spiel mitzunehmen. Auf dem Papier schien das Gästeteam aus Töss ebenbürtig. Wie der SCZ haben auch sie aus sechs Spielen neun Punkt einfahren können. Im Gegensatz zum FC Oberrieden, gelang es dem FC Töss, die Zolliker auf dem Sportplatz Riet durch frühes Pressing im Spielaufbau zu stören. Ihre eigenen Angriffe verliefen meist mit hohem Tempo und Qualität. Dies lag wohl auch daran, dass Federico Bühlmann bereits nach zwei Spielminuten Gelb sah und daher für zehn Minuten von Platz gestellt wurde.
Obwohl die Zolliker Abwehr sattelfest war, kamen die Winterthurer in der Startviertelstunde mit zwei fast identischen Angriffen zu je einem Postenschuss aus etwa 25 Metern.
Je länger das Spiel dauerte, desto besser kam der SCZ ins Spiel. Vor allem durch Standartsituationen wurde man gefährlich. In der 25. Minute schlug der SCZ erstmals Profit aus einem Freistoss. Onur Akcaöz trat den Ball nahe an den zweiten Pfosten, wo Kevin Rocha aus kurzer Distanz zum 1:0 einköpfen konnte. Da der FC Töss bisher etwas grössere Spielanteile, war die Zolliker Führung etwas glücklich. Nach dem Führungstreffer spielte der SCZ mit neuem Elan und Selbstvertrauen. Gestärkt übernahm das Heimteam das Spieldiktat und kombinierte mutig und mit hoher Qualität nach vorne. Trotzdem blieb es bis zum Pausenpfiff beim 1:0.

Von hoher Qualität geprägte zweite Halbzeit

Nun hatten die Zolliker wesentlich mehr vom Spiel als die Gäste. Bis zur 60. Minute konnte man aus der Überlegenheit jedoch kein Kapital schlagen. Dann allerdings kriegte Onur Akcaöz auf dem linken Flügel zu viel Platz. Während der Torhüter mit einem Schlenzer in die lange Ecke rechnete, schob Akcaöz locker am kurzen Pfosten ein. Die Zolliker überzeugten weiterhin, die Verteidigung stand dicht, gewann jeden Zweikampf und jedes Kopfballduell. Gleichzeitig spielten die Gastgeber einige Kombinationsangriffe von höchster Qualität. Doch ein weiterer Treffer sollte nicht fallen. Nach 75 Minuten ergatterte der FC Töss einen Ball im Mittelfeld und spielte rasch nach vorne. Als einem Winterthurer Stürmer zu viel Platz gelassen wurde, zog dieser aus 25 Metern ab und erzielte mit einem Sonntagsschuss den 2:1 Anschlusstreffer. Daraufhin zeigten sich die Zolliker wieder etwas eingeschüchtert und man überliess den wieder erstarkten Gästen das Spiel. Schliesslich kamen die Gäste in der 85. Minute zu einem Corner. Dieser flog erst über Freund und Feind über den Strafraum hinaus. Ein Gästespieler reagierte am schnellsten, dribbelte sich in Position und flankte erneut. Die bisher so kopfballstarke Zolliker Verteidigung verlor das erste Kopfballduell in diesem Spiel und wurde sofort bestraft. Der Kopfball des Winterhurers setzte erst auf dem Boden auf, um dann über die chancenlosen Mauro Eichin und Marco Balasuntharam im Tor zu landen.

Nach dem Ausgleich waren es dann wieder die Zolliker, die energischer den Führungstreffer suchten. Zu mehr als ein paar kleinen Chance reichte es dennoch nicht mehr. Aufgrund des Spielverlaufs waren die Zolliker mit diesem Unentschieden allerdings schlecht bedient. Die Tabellenlage des Gegners hatte die Zolliker wohl überrascht. Nun liegt der SCZ punktgleich mit vier anderen Teams auf Rang 5 der Promotionsgruppe 2. Nächster Gegner wird auswärts der Drittplatzierte SC Veltheim sein. Ein happiger Gegner, vor dem man sich aber keineswegs verstecken muss.


A-Junioren stehen nach 8:3 Torfestival im Cup-Achtelfinal

Gegen den Gegner aus Oberrieden erreichten die SCZ A-Junioren dank früher Führung ungefährdet die nächste Cup-Runde. Joris Verweij und Sebastian Oettli glänzten als Doppeltorschützen.

Von Sebastian Oettli

Im Gegensatz zum noch unerfahrenem Assistenztrainer Yves Rämi kannten die meisten A-Junioren den Gegner. Vor knapp einem Jahr besiegelten die Oberriedner den Zolliker Abstieg aus der Promotionsklasse mit einem 5:3 Heimsieg. Trotzdem durften sich die Zolliker Favorit nennen, da der FC Oberrieden in der anderen Promotionsgruppe erst einen Punkt hat einfahren können. Und diesen gegen den FC Unterstrass, den die Zolliker in einem Saisonvorbereitungsspiel 5:0 geschlagen hatten.

Torreiche erste Halbzeit

Dementsprechend spielte der SCZ von Anfang an mutig und entschlossen nach vorne. Bereits in der 5. Minute wurde das Heimteam für seine Dominanz belohnt. Nachdem Joris Verweij auf dem linken Flügel lancierte wurde, setze sich der Flügel dank seiner Schnelligkeit durch und bezwang den Torwart aus relativ spitzem Winkel mit seinem schwächerem linken Fuss zum 1:0. In den folgenden fünf Minuten kam der SCZ zu zwei Eckbällen. Die erste Flanke konnte der aufgerückte Sebastian Oettli per Kopf wuchtig aufs Tor drücken, der wache Keeper parierte aber souverän. Beim zweiten Corner schlug Delano Fischer den Ball wiederum kräftig in Richtung Oettli. Bei diesem zweiten Versuch platzierte der Zolliker Innenverteidiger seinen Kopfball besser, sodass der Goalie diesmal chancenlos war. Nach weiteren fünf Minuten fiel bereits das nächste Tor, nur jubelten diesmal die Gäste. Nach einer aus circa 30 Metern getretenen Freistossflanke, erreichte ein Oberriedner den Ball als erster und erzielte so den Anschlusstreffer zum 2:1. Das Tor fiel etwas überraschend, da der SCZ weitaus besser spielte als der Gegner. Die Hoffnung der Gäste, ausgleichen zu können, legte sich allerdings rasch wieder. In der 20. Spielminute gelangte der SCZ zum nächsten zu einem Eckball. Wieder rückte Verteidiger Oettli in den Strafraum auf und wieder konnte er treffen. Diesmal allerdings nachdem der Ball von Verweijs Knie auf Oettlis Füssen landete, sodass dieser aus vier Metern einfach zum 3:1 einschieben konnte.

Nach der wiedererstellten Zwei-Tore-Führung, liessen die Zolliker Angriffsbemühungen etwas nach, jedoch ohne das Spieldiktat dem Gegner zu überlassen. In der 35. Minute kam der anfangs etwas unsichere Steven Casio, auf der rechten Abwehrseite zum Ball. Da die Oberriedner ihm Platz liessen, entschloss er sich zu einem fulminanten Dribbling über das gesamte Spielfeld, bei dem er seine Gegner mühelos mit Körpertäuschungen und Tempo ausdribbelte. An der Straufraumgrenze angelangt, legte er sich den Ball auf seinen goldenen, rechten Fuss und überchippte den Torwart kurzerhand zum 4:1. Kurz vor Pausenpfiff, kam das Auswärtsteam nochmals zu einer Freistosschance. Eichin konnte den wuchtig geschossenen Ball zur Seite abwehren. Da stand allerdings ein Oberriedner der so etwas glücklch zum 4:2 Pausestand abschliessen konnte.

Führung ausgebaut und verwaltet

In der Pause hatte das Trainerduo Kadic/Rämi bemängelt, bei den Gegentoren nicht wach gewesen zu sein. Mit dem Kopf noch in der Halbzeitpause musste aber der FC Oberrieden schon nach fünfzehn Sekunden das nächste Gegentor hinnehmen. Nachdem Zolliker Anstoss erhielt Severin Oechslin sofort den Ball. Nach kurzem aufschauen, spielte er einen langen Ball in den Lauf von Federico Bühlmann. Dieser bestätigte seine Kaltblütigkeit und gewann das Duell gegen den Torwart zum 5:2. Die Drei-Tore-Führung hielt aber nur bis zum nächsten Angriff der Gäste. Nach einem Fehlpass des Doppeltorschützen Oettli, konnte Torhüter Mauro Eichin den ersten Abschluss abwehren, im Nachschuss war er aber zum dritten Mal an diesem Abend chancenlos. Nur wenige Minuten später konnte Luka Dugandzic einen präzisen Steilpass für Joris Verweij spielen. Der Zolliker Topskorer blieb seiner Form treu und tunnelte den Torwart zum 6:3.

Nun schaltete der SCZ einen Gang zurück und fokussierte sich längere Zeit auf das Verteidigen. Das Auswärtsteam übernahm von nun an die Spielkontrolle und erspielte sich einige gefährliche Offensivaktionen. Ein weiterer Auswärtstreffer blieb aber aus. Da die Verteidigung der Gäste immer weiter aufrückte, blieb den Zollikern bei Ballgewinn die Möglichkeit zu kontern. Bei einem solchen Konter in der 80. Minute wurde Onur Akcaöz von Antonio Napoleone steil geschickt. Dieser blieb vor dem Torwart ruhig und erzielte sein erster Tor seit seinem Comeback in dieser Saison. Kurz vor Schluss fuhr der SCZ noch einen letzten gefährlichen Konter, bei dem sich Steven Casio wieder dank seiner Schnelligkeit durchsetzte und einen genauen Querpass in den gegnerischen Strafraum spielen konnte. Vom genauem Zuspiel etwas überrascht, traf der mitgestürmte Kevin Rocha den Ball nicht. Glücklicherweise prallte der Ball an sein Standbein und landete von da aus gegen den Lauf des Torwarts ins Netz zum 8:3 Schlussresultat.

Kaum noch einfache Gegner im Achtelfinal

Mit diesem Sieg stehen die A-Junioren erstmals seit ihrem letztem Cup-Höhenflug bei den C-Junioren wieder im Cup-Achtelfinal. Wenn die  noch zu spielenden 1/16-Finals erwartungsgemäss verlaufen stehen die Chancen fast 50%, dass man auf einen oberklassigen Gegner aus der Coca Cola Junior League trifft. Neben den restlichen Promotionsteams im Cup, könnte der SCZ mit etwas Losglück auf den SV Schaffhausen oder den SC Siebnen aus der 1. Stärkeklasse treffen.