Der Aufstieg der 2. Mannschaft: ein Erfolg des starken Kollektivs

Vom Angsthasen, der Schnecke, Feuerwerk und Champagner: die Geschichte des Sieges in Glattbrugg und des Aufstiegs der 2. Mannschaft in die 4. Liga.

Von Dennis Bühler

Ungewohnt früh versammelte Trainer Ben Crawshaw seine Spieler vor der alles entscheidenden Partie auf dem Sportplatz Riet. Jeder wusste um die Bedeutung des Duells mit dem FC Glattbrugg: Mit einem Sieg würde sich die 2. Mannschaft den Aufstieg in die 4. Liga sichern können. Verlöre er, lägen alle Vorteile auf Seiten der Zürcher Unterländer. Gestärkt durch die von Köchin Wendy Winkler zur Verfügung gestellte Spaghettizufuhr und motiviert durch eine flammende Ansprache Crawshaws machten sich die Zolliker alsbald auf in Richtung Glattbrugg. Doch nicht, ohne zuvor die Angst symbolisch zu Hause gelassen zu haben: der Angsthase aus Plüsch durfte nicht mitreisen.

In seiner Rede hatte Crawshaw die Devise vorgegeben: Wie die Schnecken sollten die Zolliker ihre Gegner überlisten. Der Trainer meinte damit indes nicht, dass die Gegner durch Langsamkeit eingeschläfert oder gar eingeschleimt werden sollten. Vielmehr wies er seine Spieler an, auch bei unbefriedigendem Spielstand die Ruhe zu bewahren. Kreativität entstehe, wenn man überlegt agiere, sagte Crawshaw. Und gab seinen Spielern als Merksatz mit: „Nichts ist unmöglich, wenn das Herz willig ist.“

Perfekte Spielleitung des Schiedsrichters

Unterstützt von dutzenden aus Zollikon angereisten Zuschauern startete der SCZ engagiert in die Partie. Rolf Oberhänsli kam nach einem schönen Zuspiel von der Seite zur ersten Gelegenheit, erreichte den Ball jedoch knapp nicht. Nach einer Viertelstunde eröffnete Christopher Musa Muhammed das Score zugunsten der Gäste. Der Flügelspieler aus dem Niger, der erst seit einigen Monaten das Zolliker Trikot trägt, überwand den gegnerischen Torhüter mit einem scharf getretenen Flachschuss. Nach einer guten halben Stunde erhöhte Oberhänsli auf 2:0. Wie Musa Muhammed traf er mit einem Distanzschuss ins untere linke Eck.

Die Partie wurde nun immer gehässiger. Die Glattbrugger wehrten sich mit teilweise unfairen Mitteln gegen die Zolliker, die ihnen technisch und spielerisch überlegen waren. Umso wichtiger war es, dass das Spiel von Schiedsrichter Uke Lushaj perfekt geleitet wurde. Der erfahrene Unparteiische aus Siebnen beruhigte das Geschehen immer wieder, er bestand darauf, dass sich Streithähne die Hand gaben, er pfiff streng, aber nicht kleinlich. Er hatte die Partie trotz ihrer Brisanz stets im Griff, ohne sich mit gelben oder gar roten Karten Akzeptanz verschaffen zu müssen.

Spruchbänder, Feuerwerk und Champagner

Gegen Ende der ersten Halbzeit kam der FC Glattbrugg zu seinen ersten guten Chancen. Entweder aber liessen seine Spieler sie überstürzt aus, oder Zolliker Verteidiger konnten den Ball im letzten Moment klären. Mit der beruhigenden, aber noch keineswegs spielentscheidenden Zwei-Tore-Führung wurden die Seiten gewechselt. Kurz nach der Pause setzte Kevin Spalinger zu einem Solo an, das er mit einem für den Goalie unhaltbaren Schuss ins Lattenkreuz herrlich vollendete.

In der Folge zogen sich die Zolliker unverständlicherweise zurück, anstatt den vierten Treffer und den damit verbundenen endgültigen K.o. der Glattbrugger anzustreben. Die Gastgeber übernahmen das Spieldiktat, die Zolliker schossen den Ball meist nur noch unkontrolliert nach vorne. Der erste Treffer der Glattbrugger mit einem unhaltbaren Schuss aus der zweiten Reihe zwanzig Minuten vor dem Spielende war die logische Konsequenz.

Glattbrugg kam auch danach zu vielen guten Torchancen, der Zolliker Goalie Murat Saliji aber bewahrte seinem Team mit zahlreichen mirakulösen Paraden den Zweitore-Vorsprung. Und als Saliji einmal geschlagen schien, rettete der Aussenpfosten. Schliesslich überstand der SCZ auch den letzten Ansturm Glattbruggs schadlos. Der Jubel nach dem Schlusspfiff war gross, die zur Halbzeit dazugestossenen Spieler der 1. Mannschaft feierten mit Spruchbändern und Feuerwerk, die Zwei-Spieler duschten ihren Trainer Ben Crawshaw mit Champagner.

Die Defensive um Goalie Saliji: ein Bollwerk

Am Sieg in der Finalissima lässt sich aufzeigen, was während der ganzen Saison das Erfolgsrezept der 2. Mannschaft des SCZ war: die starke mannschaftliche Geschlossenheit.

Als Kollektiv überzeugte das gesamte Team. Unterlief einem Spieler ein Fehler, war ein anderer zur Stelle, um zu helfen und korrigierend einzugreifen.

Murat Saliji, eigentlich Mitglied der ersten Mannschaft, im entscheidenden Spiel aber für das „Zwei“ zwischen den Pfosten, hatte keinerlei Eingewöhnungsschwierigkeiten. Dem Goalie gelang eine hervorragende Leistung. Die Defensive hielt fast allen Angriffen der Glattbrugger stand. Obwohl Captain René Kaiser fehlte, der normalerweise für die Organisation der Zolliker Abwehr zuständig ist, war die defensive Ordnung zumeist perfekt. Jakub Vanek und Dennis Bühler, die neben Saliji als einzige die gesamte Partie bestritten, agierten mit der nötigen Ruhe, obwohl sie erstmals überhaupt miteinander auf dem Platz standen. Vanek hatte vom Spätherbst bis April nicht mit dem Team trainieren können, da er beruflich in St. Moritz weilte. Und Bühler bestritt gegen Glattbrugg seinen ersten Ernstkampf nach zweijährigem Unterbruch mit Auslandsaufenthalt und Verletzungspause.

Die als Aussenverteidiger eingesetzten Fabian von Rechenberg, Florian Rohrer, Severin Winkler und Daniel Bruderer verhinderten Vorstösse der Glattbrugger über die Flanken und waren hie und da gar für gefährliche Zolliker Vorstösse verantwortlich. Auch ihnen gelang ein vorzügliches Spiel.

Die Offensive: Kreativität gepaart mit Zweikampfstärke

Im Mittelfeld zogen Ismail Seven und Kevin Spalinger die Fäden. Ersterer brillierte mit seiner Zweikampfstärke und liess sich selbst durch zahlreiche versteckte Foulspiele der Gastgeber nur ganz kurz aus dem Konzept bringen. Und Spalinger verteilte die Bälle, verlagerte das Spiel oftmals geschickt, er bestimmte Rhythmus und Angriffe der Zolliker – und mit dem herrlichen 3:0 erzielte er das schönste Tor des Tages.

Chris Musa Muhammed und Ruben Fernandes hielten die Bälle auf den Flügeln geschickt, sie waren zumeist nur durch Foulspiele vom Ball zu trennen. Mit schönen Flanken setzten sie ihre Mitspieler im Angriff oft schön ein. Die eingewechselten Luis Salinas und Maroin Lahyani standen ihnen in nichts nach. Auch sie stellten ihre Gegenspieler durch clevere Tempowechsel immer wieder vor Probleme.

Auch im Sturm überzeugten alle vier eingesetzten Spieler. Rolf Oberhänsli und Michael Kuhn, die von Beginn an eingesetzt wurden, erarbeiteten sich immer wieder gute Chancen, sie störten aber auch die Angriffsbemühungen der Glattbrugger oftmals schon auf Höhe der Mittellinie. Matthias Stettler und Cedric Hofstetter, die im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt wurden, hatten das Pech, dass sich der SCZ da schon zurückgezogen hatte, weshalb sie wenig Unterstützung durch die hinteren Mannschaftsteile erhielten. Dennoch kamen sie zu einigen Gelegenheiten und halfen durch ihren grossen Einsatz mit, den Zolliker Sieg über die Zeit zu retten.

Der Trainer: richtige Einstellung vermittelt

In Ben Crawshaw schliesslich hatte die 2. Mannschaft einen Trainer, der sie perfekt auf dieses alles entscheidende Spiel eingestellt hatte. Nicht nur hatte der Engländer die richtigen personellen Entscheidungen getroffen, auch schaffte er es, dass jeder Spieler fokussiert auf seine Aufgaben war und konzentriert zu Werke ging. Es gelang ihm, eine Stimmung zu kreieren, in der sich die Mannschaft der hohen Bedeutung dieses Spieles gewahr war, ohne deswegen vor Nervosität in Starre zu verfallen.

Dies war letztlich wohl auch das Verdienst des Angsthasen, der die Spieler nach der triumphalen Rückkehr auf dem Riet willkommen hiess – nur, um dann in Brand gesteckt zu werden. Denn Angst kann der SCZ auch in der kommenden 4.-Liga-Saison nicht gebrauchen.

Telegramm

FC Glattbrugg II – SC Zollikon II 1:3 (0:2). Sportplatz Au, 120 Zuschauer. SR: Lushaj.

Tore: 15. Musa Muhammed 0:1. 30. Oberhänsli 0:2. 49. Spalinger 0:3. 72. 1:3.

Startaufstellung SCZ: Murat Saliji; Fabian von Rechenberg, Jakub Vanek, Dennis Bühler, Florian Rohrer; Ruben Fernandes, Kevin Spalinger, Ismail Seven, Christopher Musa Muhammed; Michael Kuhn, Rolf Oberhänsli.

Im Verlauf der Partie eingewechselt oder im Aufgebot: Daniel Bruderer, Cedric Hofstetter, Maroin Lahyani, Guy Rämi, Luis Salinas, Matthias Stettler, Severin Winkler.

Die A-Junioren siegen in Gossau 3:2 und stehen vor dem Aufstieg

Trainer Toni Incagliato sprach nach dem knappen 3:2-Erfolg seiner A-Junioren von einem „glücklichen, aber dennoch verdienten Sieg“.

Von Toni Incagliato und Dennis Bühler

Die Zolliker waren schlecht ins Spiel gestartet, landete doch schon einer der ersten Versuche der Gastgeber im SCZ-Tor: Goalie Mauro Eichin war beim Herauslaufen auf einen Gossauer Freistossball gefoult worden, Schiedsrichterin Schayma Outiti aber pfiff nicht. Auch danach hatte der SCZ Mühe ins Spiel zu finden, weil die Gastgeber sich einzig auf Konter konzentrierten. Erst nach einer halben Stunde vermochten sich die Zolliker zu steigern, und eine Minute vor der Pause erzielte Philip Lang den Ausgleich.

Nur zwei Minuten nach dem Seitenwechsel traf Renato Lionzo zur Zolliker Führung. Der Stürmer hatte von einem Fehler des gegnerischen Torhüters profitieren können. Danach rückte sich Schiedsrichterin Outiti immer mehr in den Mittelpunkt und sorgte für eine lang währende Unterzahl der Zolliker. Zuerst zeigte sie Conan O´Brien die gelbe Karte, danach Marc Schöpfer – beide mussten mit einer 10-Minuten-Strafe vom Feld.

Die nummerische Überlegenheit nutzte Gossau zum 2:2-Ausgleichstreffer. Kaum war der SCZ wieder komplett, zeigte Outiti Renato Lionzo die rote Karte. Der Zolliker hatte sich nach einem Foulspiel beschwert. Eine Beleidigung, wie sie die Schiedsrichterin gehört haben wollte, lag aber nicht vor.

Der erlösende Elfmeter in der 93. Minute

Trotz all dieses Unglücks glaubten die Zolliker A-Junioren bis zum Schluss an den Sieg, und in der letzten Minute wurden ihre grossen Anstrengungen belohnt. Rico Bühlmann wurde im Strafraum gefoult, Schiedsrichterin Outiti pfiff Elfmeter. Severin Oechslin bewahrte die Nerven und erzielte das umjubelte 3:2 für den SCZ.

Aus den letzten zwei Spielen gegen die im Tabellenmittelfeld platzierten FC Meilen und FC Volketswil benötigen die Zolliker A-Junioren nun noch einen Sieg, um wieder in die Promotionsklasse aufzusteigen. „Am liebsten wäre mir, wir könnten schon am kommenden Sonntag feiern“, sagte Trainer Toni Incagliato. Dann empfangen die A-Junioren die gleichaltrigen Meilemer um 15.30 Uhr auf dem heimischen Riet.

1. Mannschaft verliert gegen YF Juventus im Duell um dritten Platz

Das Fanionteam des Sportclubs Zollikon unterliegt auswärts bei den Stadtzürchern 0:1, obwohl es über weite Strecken die bessere Mannschaft war. Sein in der Winterpause formuliertes Ziel dürfte der SCZ somit knapp verpassen.

Von Ferry Hermida

Das Ziel, mindestens den dritten Schlussrang zu belegen, ist nach der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten YF Juventus in die Ferne gerückt. Erreichbar ist es zwar noch immer, doch die dafür benötigten Punkte aus den beiden letzten verbleibenden Saisonspielen gegen den Gruppensieger Herrliberg und gegen das in den Abstiegskampf verwickelte Rüti dürften nicht so einfach auf das Konto der Zolliker wandern.

Die Niederlage auf dem Sportplatz Juchhof war nicht zwingend. Über weite Strecken war die Partie in Zolliker Hand. Bereits in der 5. Minute hätten die Gäste nach einem schnell ausgeführten Angriff in Führung gehen können, doch Marco Schärer verpasste im Fünfmeterraum haarscharf Sandro Camichels Flanke.

Lange passierte daraufhin nichts mehr, ehe der SCZ um die 35. Minute herum eine kurze Druckphase einläutete. Die beste von drei aufeinander folgenden Chancen hatte Yves Rämi, der den Torwart nach einer herrlichen Kombination aus elf Metern nicht überlisten konnte. Chancenmässig gehörte die erste Halbzeit somit den Seebuben. Klares Zeichen dafür war, dass auf YF´s ersten Schuss auf das Gehäuse von Benjamin Niederhauser gleich der Pausenpfiff folgte.

Niederhauser hält Penalty

Im zweiten Durchgang hingegen blitzte das individuelle Können der Gastgeber mehrmals auf. Raphael Meyer tanzte mit einem Sololauf aus der eigenen Hälfte die halbe, in dieser Situation etwas steif wirkende Zolliker Hintermannschaft inklusive Niederhauser aus, um zum Sieg ins leere Tor einzuschieben.

Der Zolliker Goalie hielt sein Team daraufhin zweimal noch im Spiel, indem er zuerst einen Schuss aus kurzer Distanz zu einer Ecke klären und in der 67. Minute einen Handelfmeter parieren konnte. In einem ersten Versuch hatte YF’s Torwart (!) getroffen, da aber einer seiner Mitspieler zu früh in den Strafraum gelaufen war, musste der Strafstoss wiederholt werden. Niederhauser tauchte in dieselbe Ecke und lenkte den Ball an den Pfosten.

Die Schlussviertelstunde wurde vom Anrennen der Zolliker auf das gegnerische Tor geprägt. Zwei strittige Szenen im Strafraum und zwei knapp verpasste Chancen standen dabei einem Lattenschuss der Gastgeber gegenüber. Am Resultat änderte sich jedoch nichts, und so war das Fanionteam das einzige im Verein, welches sich an diesem für den SCZ sehr wichtigen Sonntag nicht durchzusetzen vermochte.

Telegramm

SC YF Juventus II – SC Zollikon I 1:0 (0:0). Sportanlage Juchhof 1, 40 Zuschauer. SR: Rachad.

Tore: 57. Meyer 1:0.

SCZ: Niederhauser; Bühlmann, T. Hermida (58. Stengele), Girod, Azarnait; Y. Rämi, Aeschimann; Camichel, A. Schärer, Winkler (56. Hugentobler); M. Schärer (75. Leumann).

Bemerkungen: Niederhauser hält Handspenalty (67.). Es fehlten: M. Saliji, G. Rämi (beide 2. Mannschaft), Burger, I. Dugandzic, Einstein, Kajan, Martin (alle abwesend), A. Felder, M. Felder, Gubler und F. Hermida (alle verletzt).


Die 2. Mannschaft steigt nach Sieg in Finalissima in 4. Liga auf!!!

Die 2. Mannschaft von Trainer Ben Crawshaw gewinnt beim ersten Verfolger FC Glattbrugg 3:1 und kann eine Runde vor Saisonende nicht mehr vom 1. Tabellenplatz verdrängt werden. Chris Musa Muhammed und Rolf Oberhänsli trafen noch vor der Pause, Kevin Spalinger baute die Führung fünf Minuten nach dem Seitenwechsel auf 3:0 aus. Zwanzig Minuten vor dem Schlusspfiff gelang Glattbrugg das erste Tor. Der überragende Goalie Murat Saliji hielt dem SCZ mit zahlreichen Paraden den Sieg fest. (dbü)

 

Ausführlicher Spielbericht folgt irgendwann nach der Siegesfeier…

 

Jetzt spontane Feier auf dem Riet!

Die 2. Mannschaft kämpft um den Aufstieg – auf nach Glattbrugg!

Die ganze Saison hat die 2. Mannschaft des Sportclubs für ihr Ziel gekämpft – den Aufstieg in die 4. Liga. Und nun dürfte sich alles in einem einzigen Spiel entscheiden. Morgen Sonntag tritt das Team um 14 Uhr auswärts in Glattbrugg an – gegen den Zweitplatzierten, der dem SCZ dicht auf den Fersen ist (genaue Ausgangslage in diesem Vorschaubericht; Interview zum Spiel: hier).

Die Mannschaft von Trainer Ben Crawshaw hat in den letzten Tagen gut und intensiv trainiert, die Trainingspräsenz war so hoch wie selten. Für das entscheidende Duell mit Glattbrugg sind die Zolliker gut gerüstet und top motiviert. Nun brauchen sie unbedingt die Unterstützung aller ihrer Fans. Anfahrtsweg zur Sportanlage Au in Glattbrugg: hier.

Kommt morgen Sonntag alle nach Glattbrugg und feuert unser „Zwei“ an!

Sonntag, 3. Juni, 14:00 Uhr (Sportanlage Au): FC Glattbrugg II – SC Zollikon II.

 

Vorschau: Wegweisender Sonntag für s´Eis und fürs s´Zwei

Der kommende Sonntag ist für die zwei Zolliker Aktivmannschaften ein besonderer Spieltag: Während die 2. Mannschaft um den Aufstieg in die 4. Liga kämpft, geht es für die 1. Mannschaft um die Erreichung des Saisonzieles.

Von Dennis Bühler

Die 2. Mannschaft spielt am Sonntag um 14 Uhr auswärts in Glattbrugg. Bei jenem Gegner also, den sie im vergangenen Oktober 3:1 bezwang. Jenem aber auch, der ihr in der Rückrunde dicht auf den Fersen blieb und sich keine Blösse leistete: Alle vier Partien gewann die 2. Mannschaft Glattbruggs, mit den beeindruckenden Ergebnissen von 12:2, 8:0, 6:2 und 2:1. Letztere Partie gewann Glattbrugg gegen den FC Schwamendingen erst durch ein Tor in der 97. (!) Minute (Spielbericht). Die Zolliker werden also auch bei einer allfälligen Führung bis zum Schluss wachsam sein müssen.

In der Tabelle liegt der SCZ zwei Runden vor dem Saisonende zwei Punkte vor dem FC Glattbrugg. Die Ausgangslage gestaltet sich also wie folgt: Gewinnen die Zolliker am Sonntag, steigen sie in die 4. Liga auf und realisieren ihr Saisonziel. Trennen sich die Kontrahenten remis, ist er bei einem Sieg in der letzten Runde (im Heimspiel gegen Schwerzenbach) mit Sicherheit aufgestiegen, bei einem neuerlichen Unentschieden entscheiden die Fairnesspunkte (in jener Tabelle ist der SCZ momentan besser klassiert als Glattbrugg, allerdings ist der Vorsprung klein). Verliert der SCZ gegen Glattbrugg, bleibt ihm nur die Hoffnung auf einen Ausrutscher des FCG in dessen letzten Saisonspiel gegen den FC Kempttal.

Fabian von Rechenberg, der Verteidiger der 2. Mannschaft, sagt im Interview: „Ich bin davon überzeugt, dass Kampf und Wille die Finalissima entscheiden werden und glaube fest, dass wir es schaffen können.“

Eis kämpft um Rang 3

Die 1. Mannschaft tritt um 12 Uhr auwärts auf dem Sportplatz Juchhof gegen den SC YF Juventus an. Die Stadtzürcher haben sich dank ihres gestrigen 2:1-Sieges beim FC Männedorf in der Tabelle wieder am SCZ vorbei und auf den dritten Rang geschoben. Da die beiden Mannschaften punktgleich sind, dürfte das Direktduell entscheiden, ob die 1. Mannschaft ihr zur Winterpause gestecktes Ziel erreicht: einen Rang unter den ersten drei.

Weil der FC Männedorf gegen YF Juventus punktelos blieb, profitierte übrigens Tabellenführer Herrliberg. Ein Jahr nach dem Abstieg aus der 2. Liga steigt der FCH wieder in die höchste regionale Spielklasse auf. Auch in der kommenden Saison wird Herrliberg von Trainer Alois Battaglia betreut werden, der seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat. Der SCZ gratuliert herzlich zum Aufstieg!

Heute Anmeldeschluss: letzte Chance fürs Grümpi-/Schüeli

Vom 22. bis 24. Juni findet unser alljährliches Grümpi / Schüeli statt.

Heute Freitag, 25. Mai läuft die Anmeldefrist ab. Alle interessierten Mannschaften, egal ob Schüler oder Erwachsene, melden sich bitte noch heute elektronisch für unser Schüler- / Grümpelturnier an.

Die wichtigsten Informationen zum Turnier und dein Anmeldeformular findest du unter folgendem Link: Anmeldung

A-Junioren nach 4:1-Sieg gegen Rüti erstmals Tabellenführer

Das älteste Nachwuchsteam des Sportclubs besiegte den FC Rüti durch Tore von Philip Lang, Kevin Rocha, Federico Bühlmann und Renato Lionzo 4:1 und liegt nun an der Tabellenspitze. „In der ersten Hälfte spielten wir sehr gut“, zog Lionzo nach dem Spiel Bilanz. „Leider konnten wir unser Spiel nicht während 90 Minuten durchziehen und liessen in der zweiten Halbzeit stark nach.“

Sechs der bisherigen sieben Spiele dieser Saison vermochten die Zolliker A-Junioren zu gewinnen. Das Team von Trainer Toni Incagliato ist auf bestem Weg, nach dem Abstieg im vergangenen November den sofortigen Wiederaufstieg in die Promotionsklasse zu schaffen. „Nach dem Sieg gegen Rüti stehen wir zum ersten Mal in dieser Saison an der Tabellenspitze“, sagte Lionzo. „Und dort werden wir auch bleiben.“ (dbü)

Die 1. Mannschaft schlägt Srpska trotz vieler vergebener Torchancen

Das Fanionteam schiesst gegen den FC Republika Srpska lange keine Tore, gewinnt letztlich aber doch überlegen 4:0. Der eingewechselte Sandro Camichel sorgt für viel Schwung und erzielt den Führungstreffer, zum Schluss trifft sogar Verteidiger Nicolas Girod.

Von Dennis Bühler

In der Startviertelstunde dominierte der Sportclub das Spiel, scheiterte aber mehrmals aus aussichtsreicher Position. Einem Torerfolg am nächsten kam Andrea Schärer, dessen Schuss in der 10. Minute von der Latte ins Feld zurücksprang. Michael Hugentobler wurde zwölf Minuten später penaltyreif umgeschubst, der Pfiff des Schiedsrichters Mustafai Ermir blieb jedoch aus. Danach bauten die Gastgeber unerklärlicherweise ab. Die Mannschaft von Republica Srpska, bestehend grösstenteils aus Spielern jenseits der 30 Jahre, konnte nicht, die Zolliker schienen nicht richtig zu wollen. So enervierte sich SCZ-Trainer Alain Merkli nach einer halben Stunde zu Recht über „Sparflammen-Fussball“ und forderte seine Spieler auf, energischer den Torabschluss zu suchen.

Kurz vor der Pause schoss Marco Schärer, der Goalie der Gäste liess abprallen, den Nachschuss von Hugentobler aber konnte er im Nachfassen behändigen. Zu Beginn der zweiten Hälfte kamen beide Mannschaften zu je einer guten Gelegenheit. Erst passte Marco Schärer von der Grundlinie zurück auf Sean Winkler, der den Ball freistehend aus vier Metern genau in die Arme des Torhüters schoss. Danach musste SCZ-Verteidiger Nicolas Girod zwei Mal innert dreissig Sekunden auf der eigenen Torlinie klären.

Hugentobler, Schärer und Winkler scheitern gleich mehrmals

Nun übernahm Zollikon wieder das Zepter, die Kräfte der Gäste schwanden sichtlich. In der 63. Minute lancierte Andrea Schärer Hugentobler, seinen wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze wehrte der Goalie der Gäste jedoch mit einer starken Parade ab. Drei Minuten später setzte sich der kurz zuvor eingewechselte Sandro Camichel auf dem rechten Flügel durch und passte quer vor dem gegnerischen Tor durch, Hugentobler aber kam einen Schritt zu spät und konnte den Ball nur noch unkontrolliert ins Aussennetz lenken. Wiederum drei Minuten später liess Schiedsrichter Ermir nach einem Foul an Kaspar Burger Vorteil laufen, Camichel übernahm den Ball und schloss einen sehenswerten Alleingang mit einem platzierten Schuss ins untere rechte Eck zum 1:0 ab.

Srpska kam nun kaum mehr gefährlich vors Zolliker Tor. Einzig der miserablen Chancenauswertung der Gastgeber war es geschuldet, dass das Spiel nicht längst entschieden war. Winkler vergab aus fünf Metern ein zweites Mal kläglich nach einem Rückpass von Andrea Schärer, dieselben beiden Zolliker Angreifer vertändelten kurz darauf den Ball, nachdem sie ohne Gegenwehr der Verteidigung auf den Goalie hatten zulaufen können. Hugentobler und der eingewechselte Dario Leumann droschen den Ball nach Rückpässen von der Grundlinie freistehend übers Tor.

Trainer Merkli: „Ein besserer Gegner bestraft unsere Fahrlässigkeit“

So musste der Sportclub völlig unnötig um den Sieg zittern. Erst fünf Minuten vor Schluss entschied Andrea Schärer die Partie mittels Elfmeter. Hugentobler war nach einem Solo gefoult worden. Nun fiel Srpska komplett auseinander. Nach einem Querpass des jüngeren der beiden Schärer-Brüder schoss ein Verteidiger der Gäste einen seiner Mitspieler an, der Ball kullerte über die eigene Torlinie. Und in der letzten Spielminute hatte auch Girod noch seinen grossen Auftritt: Hugentobler setzte den Verteidiger mit einem Aussenristpass mustergültig ein, und Girod markierte den 4:0-Endstand.

Trainer Merkli sprach nach der Partie von einer ordentlichen Leistung. „Wir haben uns zahlreiche Torchancen erarbeitet, aber viel zu lange keinen Treffer erzielt“, sagte er. „Ein stärkerer Gegner als Srpska nützt unsere klägliche Chancenauswertung zu seinen Gunsten.“ Besonders zufrieden war Merkli mit seinem zentralen Mittelfeld, das erstmals aus Yves Rämi und Kaspar Burger bestand. Tatsächlich hatten die beiden die schwierige Aufgabe, die verletzten Alessandro und Matteo Felder zu ersetzen, mit Bravour gelöst. Ebenso strich Merkli die guten Leistungen der Innenverteidiger Girod und Oliver Aeschimann heraus.

Nach dem spielfreien Pfingstwochenende tritt die 1. Mannschaft am Sonntag 3. Juni auswärts bei YF Juventus an. Die Stadtzürcher liegen drei Punkte hinter dem SCZ auf dem 4. Tabellenrang, tragen ihre Partie der 19. Runde aber erst übermorgen Dienstag gegen den FC Männedorf aus. „In den verbleibenden drei Spielen wollen wir das Ziel erreichen, das wir uns im Winter gesetzt haben“, sagte Merkli. „Wenn wir bis zur Sommerpause nicht mehr verlieren, sollten wir den dritten Platz verteidigen können.“

Telegramm

SC Zollikon – FC Republika Srpska 4:0 (0:0). Riet, 40 Zuschauer. SR: Ermir.

Tore: 69. Camichel 1:0. 85. A. Schärer (Penalty) 2:0. 87. Eigentor Srpska 3:0. 90. Girod 4:0.

SCZ: Niederhauser; Azarnait, Aeschimann, Girod, I. Dugandzic (38. Martin); Burger, Y. Rämi (67. Leumann); Winkler, A. Schärer, Hugentobler; M. Schärer (58. Camichel).

Bemerkungen: Beim SCZ überzählig auf der Ersatzbank: Saliji (Ersatzgoalie), Bühlmann, T. Hermida. SCZ ohne A. Felder, M. Felder, Gubler, F. Hermida (alle verletzt) sowie Einstein, Kajan und Stengele (alle abwesend). Gelbe Karte: 43. A. Schärer (Schwalbe). Niederhauser erstmals SCZ-Captain.

Dc-Junioren gewinnen 8:7 im Spitzenspiel gegen Schwerzenbach

Von Béla Kalman

Das Spiel begann am Dienstagabend wie das Wetter: unbeständig. Während der FC Schwerzenbach bei Anpfiff bereit für den Spitzenkampf war, schienen die meisten Zolliker Dc’ler gedanklich noch weit weg zu sein. Man wähnte sich in der Vorrunde, denn nach kurzer Zeit führte Schwerzenbach mit 4:0. Aber anders als früher ging nun ein Ruck durch das Zolliker Team: Plötzlich wurde um jeden Ball gekämpft, der Gegner wurden gedeckt und die Teamkollegen angespornt. Zur Pause war der SCZ nur noch mit einem Tor im Rückstand – es stand 5:4 zugunsten der Gastgeber.

Die zweite Halbzeit hätte auch Alfred Hitchcock nicht spannender inszenieren können. Nach kurzzeitiger Zolliker Führung (6:5) ging Schwerzenbach dank zwei Toren wieder in Führung. In den letzten zehn Minuten schaffte das Zolliker Team dank einer tollen Mannschaftsleistung den Ausgleich und den Treffer zum Endstand von 8:7. Bemerkenswert war, dass Calvin Schneider in seinem allerersten Fussballmatch den Siegestreffer schoss. Gratulation und Kompliment an die ganze Mannschaft für diese mental starke Leistung!

Es spielten Amal, Niklaus, Mathilde, Moritz, Luca (1 Tor), Tim, Diogo, Calvin (1), Matej, Vincent (4) und Mauro (2).